Ludwig-Maximilians-Universität München
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Völkerkunde/Ethnologie (Magister Artium)

Kein Studienbeginn mehr möglich.

Wurde zum WS 2009/10 eingestellt und ist in einem Bachelorstudiengang Ethnologie 120 ECTS aufgegangen (Information siehe dort).

Studiengang

Studiengang: Völkerkunde/Ethnologie (Magister Artium)
Abschluss: Magister Artium
Abschlussgrad: M.A.
Fachtyp: Hauptfach
Studienform: Grundständiges Studium mit erstem berufsqualifizierenden Abschluss
Studienbeginn: Das Studium kann im Winter- und Sommersemester begonnen werden.
Regelstudienzeit: 9 Fachsemester
Fakultät: Fakultät für Kulturwissenschaften
Fächergruppe: Sprach- und Kulturwissenschaften
Beiträge:

Die Universität erhebt für das Studentenwerk München den Grundbeitrag in Höhe von 62 Euro sowie den Solidarbeitrag Semesterticket in Höhe von 67,40 Euro.

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Bewerbung und Zulassung

Formale Studienvoraussetzung: Hochschulzugangsberechtigung
Zulassungsmodus
1. Semester:
Keine Zulassung von Studienanfängern
Zulassungsmodus
höheres Semester:
Keine Zulassung höherer Fachsemester
Eignungs-
feststellungs-
verfahren:
Eine Eignungsprüfung ist nicht notwendig.
Link zum Fach: http://www.ethnologie.lmu.de
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Beschreibung des Studienfachs

Ethnologie ist eine sowohl beschreibende, aber auch vergleichende, reflexive und praktische Wissenschaft des kulturell Fremden. Ihr Ziel ist, ein Verständnis von dynamischen kulturellen Prozessen herzustellen. Fachgeschichtlich bedingt hat sich die Ethnologie (ehem. Völkerkunde) früher vornehmlich mit außereuropäischen, als schriftlos und nicht-staatenbildend gesehenen, Gesellschaften befaßt. Dieses traditionelle Feld wurde im Laufe der Entwicklung des Faches auf alle Formen menschlicher Lebensbewältigung, -führung und -gestaltung erweitert. Somit ist das Blickfeld der heutigen Ethnologie weder zeitlich noch räumlich begrenzt und erfaßt gerade auch Aspekte der eigenen, der "westlich-industrialisierten" Lebenswelt. Dieser Umstand, gepaart mit Selbstreflexion etwa hinsichtlich Begriffen, Theorien und Methoden, führt die Ethnologie zu einer kritischen Sicht der eigenen Kultur. Im Zuge der Globalisierung erfährt das Fach Ethnologie gerade in jüngster Zeit eine sichtlich wachsende Nachfrage - das steigende Interesse von Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit zeigt die gesellschaftspolitische Relevanz dieser Disziplin.

Die Ethnologie besitzt starke Berührungspunkte mit philologisch orientierten Kulturwissenschaften (die sich deshalb besonders als Nebenfächer eignen), unterscheidet sich von diesen aber durch den Praxisbezug ethnologischer Methoden, im speziellen durch dialogische Feldforschungsmethoden wie die Teilnehmende Beobachtung.

Forschung und Lehre des Instituts für Ethnologie und Afrikanistik der Ludwig-Maximilians-Universität München decken sowohl regional als auch thematisch alle großen Gebiete der Ethnologie ab. Konkret sind das die geographischen Regionen Afrika, Nordasien, Südasien, Südostasien, Ozeanien, Nordamerika und Südamerika, sowie die thematischen Schwerpunkte Wirtschaftsethnologie, Sozialethnologie, Religionsethnologie, Politische Anthropologie, Kognitive Ansätze, Ethik und Ethiken, Kulturhistorie, Museumsethnologie, Ethnolinguistik, Ethnologie der Informations- und Kommunikationstechnologien, und das in den letzten Jahren mit großem Erfolg aufgebaute moderne Gebiet der Visuellen Anthropologie.

Geschichte

Mit der Einrichtung ethnographischer Sammlungen und Museen begann um die Mitte des 19. Jahrhunderts die Entwicklung der Völkerkunde als eigenständige wissenschaftliche Disziplin. In München setzte völkerkundliche Arbeit mit der Eröffnung der „Ethnographischen Sammlung“ 1868 ein. Als Studienfach an der Universität wird Völkerkunde erst seit den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts gelehrt – zunächst durch die Direktoren des Museums für Völkerkunde. Seit 1955 besteht ein eigener Lehrstuhl für diesen Studiengang; entsprechend dem persönlichen Forschungsinteresses seines ersten Inhabers, H. Baumann, konzentrierten sich Forschung und Lehre unter besonderer Berücksichtigung historischer Fragestellungen vornehmlich auf die Völkerkunde Afrikas. In der Nachfolge Baumanns setzte H. Straube die Afrika-Tradition am Münchner Institut fort, während der zweite regionale Schwerpunkt, die Asienforschung (v. a. Südasien und Südostasien) seit 1985 stark an Bedeutung gewann. Heute lehren sechs Professoren, sowie insgesamt 27 weitere Dozenten und Lehrbeauftragte am Institut.

Forschung und Kooperation

Ethnologische Forschung setzt zu einem wesentlichen Teil die Gewinnung von Daten durch Feldarbeit „vor Ort“ voraus. Aktuelle Forschungsprojekte (seit 2002) des Instituts für Ethnologie und Afrikanistik befassen sich beispielsweise mit soziokultureller Identität in Süd-Indien; Anbau und indianischem Weltbild in Kolumbien; Islam und Islamismus in Marokko; Christentum, Reform und indigener Gesellschaft in Brasilien; der kulturellen Aneignung von Informations- und Kommunikationstechnologien; Feldforschung in Äthiopien; Lehrforschung im Sudan, und Sprache und Globalisierungsprozessen in westafrikanischen Städten (Auswahl).

Studienaufbau / Module

Die Methoden und Inhalte der Ethnologie werden in den unterschiedlichen Lehrveranstaltungen exemplarisch vermittelt. Das Studium umfaßt folgende Teilbereiche und Inhalte: Ethnographie (allgemeine Grundkenntnisse im Grundstudium, regionale Spezialisierung im Hauptstudium) und systematische Teilbereiche der Ethnologie wie Wirtschaftsethnologie, Sozialethnologie, Politikethnologie, Rechtsethnologie, Religionsethnologie, Kunst-/Musikethnologie, Technologie/Ergologie, Methoden ethnologischer Praxis, Wissenschaftliches Arbeiten einschließlich Quellenkunde und -kritik, Feldforschungsmethoden, Visuelle Anthropologie und Theorien und Geschichte der Ethnologie.

Grundstudium

Das Grundstudium—ca. 35 Semesterwochenstunden (SWS)—umfaßt, neben Vorlesungen mit einführendem Charakter und Lehrveranstaltungen freier Wahl, folgende Lehrveranstaltungen (insgesamt 11 SWS), die bei der Anmeldung zur Zwischenprüfung durch Vorlage eines erworbenen Scheins nachgewiesen werden müssen:

  • Vorlesung: "Einführung in die Ethnologie"
  • Einführungskurs: "Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens"
  • 4 Proseminarscheine, das heißt:
    • Erfolgreiche Teilnahme an je einem Proseminar oder Sprachkurs aus zwei der folgenden Gebiete:
      a) Methoden und Techniken der Feldforschung
      b) Quellenkunde und Quellenkritik
      c) Methoden der Ethnologie
      d) Linguistik- oder Sprachkurs
    • Erfolgreiche Teilnahme an je einem Proseminar aus zwei der folgenden Gebiete:
      a) Wirtschaft, Gesellschaft, politische Systeme, Recht (Wirtschaftsethnologie und Sozioethnologie)
      b) Religion, Weltbild, Symbolsysteme, kognitive Systeme (Religionsethnologie)
      c) Ergologie, Technologie, Kunst- und Musikethnologie

Für die Einordnung der Scheine in obige Gebiete ist nicht zwingend der Titel des Seminars ausschlaggebend, sondern das von den Studierenden jeweils bearbeitete konkreteThema—im Regelfall der Titel der Hausarbeit. Eine Absprache mit den Dozenten ist daher notwendig.

Die Zwischenprüfung ist schriftlich - sie besteht aus einer dreistündigen Klausur über Grundkenntnisse der

  1. Theorien, Methoden, Geschichte und Sachgebiete der Ethnologie,
  2. Sozialethnologie,
  3. Religionsethnologie und
  4. Wirtschaftsethnologie

Hauptstudium

Das Hauptstudium (5. - 8. Semester) dient mit seinen Lehrveranstaltungen der regionalen und systematischen Schwerpunktbildung. Bei Meldung zur Magisterprüfung sind zwei Hauptseminarscheine freier Wahl nachzuweisen. Bei Anmeldung zur Magisterprüfung muß die erfolgreiche Teilnahme an 2 Hauptseminaren im Hauptfach sowie an je einem Hauptseminar in den beiden Nebenfächern und die erfolgreich abgelegte Zwischenprüfung nachgewiesen werden. Die M.A.-Prüfung umfaßt eine schriftliche Arbeit (Magisterarbeit) und eine Klausur im Hauptfach sowie mündliche Prüfungen in Haupt- und Nebenfächern

Nebenfächer

Das Magisterstudium umfasst ein Haupt- und zwei Nebenfächer. Liste wählbarer Haupt- und Nebenfächer im Magisterstudium: www.lmu.de/studienangebot/magister

Tätigkeits- und Berufsfelder

Ein klar definierbares Berufsfeld gibt es für Magister-Absolventen nicht. Denn Sie erwerben mit dem Magisterabschluss in erster Linie eine wissenschaftliche Qualifikation, die – außer für Lehr- und Forschungstätigkeiten an der Universität – meist nicht direkt berufsbezogen ist. Im engeren Bereich Ihres Faches wird es in aller Regel nur wenige Arbeitsstellen geben. Dagegen gibt es ein breites unspezifisches Berufsfeld, für das zwar ein abgeschlossenes Hochschulstudium notwendig, jedoch keine spezielle Fachrichtung vorgeschrieben ist. In vielen Arbeitsfeldern tritt die fachlich-wissenschaftliche Qualifikation in den Hintergrund gegenüber so genannten Schlüsselqualifikationen, wie analytisches Denken, geistige Flexibilität, Organisationstalent, schnelles und selbständiges Einarbeiten in neue Arbeitsfelder, sozialer Kompetenz etc., die im Laufe des Studiums innerhalb, aber auch außerhalb der Universität erworben werden können. Sinnvolle berufsbezogene Ergänzungen können auch Praktika in Firmen und Betrieben und Zusatzqualifikationen sein, sofern diese nicht zu sehr vom Studium ablenken.

Weiterführendes Studienangebot an der LMU

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Voraussetzungen und Anforderungen

Unterrichtssprachen

Deutsch

Angebote zur Studienorientierung

  • Zur Studienorientierung veranstaltet die LMU jedes Jahr im Februar ihren großen "Tag der offenen Tür".
    www.lmu.de/tof
  • Jeweils zu Semesterbeginn werden von den jeweiligen Studiengängen- und fächern Einführungsveranstaltungen angeboten.
    www.lmu.de/studienbeginn
  • Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis Ethnologie (für das jeweilige Semester) erhältlich bei Universitätsbuchhandlung Frank (Schellingstraße 3) und Universitätsbuchhandlung Rupprecht (Amalienstraße 79)
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Ansprechpartner

Adresse des Fachs

Sprechstunden, Aushänge, Änderungen des Lehrangebots

Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Ethnologie
Oettingenstr. 67
80538 München
Internet: www.ethnologie.lmu.de

Fachstudienberatung

Inhaltliche und spezifische Fragen des Studiums, Studienaufbau, Stundenplan, fachliche Schwerpunkte

Ansprechpartner der Fachstudienberatung Ethnologie:
www.ethnologie.uni-muenchen.de/studium/studienberatung

Studienbüro der Fakultät für Kulturwissenschaften:
www.kulturwissenschaften.uni-muenchen.de/studium/studienbuero

Zentrale Studienberatung

Studienentscheidung, Studienwahl, Fächerangebot der LMU, Zulassung und Numerus Clausus, Fächerkombinationen, Studienorganisation, formale Fragen rund ums Studium

Ludwigstr 27/I, Zi. G 109 (Postanschrift: Geschwister-Scholl-Platz 1)
80539 München
Tel.: +49 (0) 89 / 2180-9000 (Mo-Do 09.00-16.00 Uhr, Fr 09.00-12.00 Uhr)
Fax: +49 (0) 89 / 2180-2967
Email-Kontakt: www.lmu.de/studienanfrage

Öffnungszeiten:
Mo bis Fr 9.00 - 12.00 Uhr
Di bis Do 13.00 - 16.00 Uhr

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Prüfungsamt

Prüfungsangelegenheiten, Prüfungsanmeldung, Semesteranrechnungsbescheide

Prüfungsamt für Geistes- und Sozialwissenschaften (PAGS)

Ludwig-Maximilians-Universität München
Prüfungsamt für Geistes- und Sozialwissenschaften
Geschwister-Scholl-Platz 1 / Zimmer C 026, D 020, D 201, D 203, D 205
80539 München
Internet und Ansprechpartner: www.lmu.de/pa/pags
Öffnungszeiten Räume C 026, D 020 und D 201: Mo - Mi von 9.00-12.00 Uhr; Do von 14.00-16.00 Uhr; Fr geschlossen
Öffnungszeiten Räume D 203 und D 205: Mo - Mi von 09.00-12.00 Uhr; Do von 14.00-16.00 Uhr; Fr geschlossen

Stand: 07.05.2013