Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad



Inhaltsbereich

Provinzialrömische Archäologie (Magister Artium / Nebenfach)

Kein Studienbeginn mehr möglich.

Wurde eingestellt und ist durch ein Bachelor-Nebenfach Antike und Orient 60 ECTS ersetzt worden (Information siehe dort).

Studiengang

Studiengang: Provinzialrömische Archäologie (Magister Artium / Nebenfach)
Abschluss: Magister Artium
Abschlussgrad: M.A.
Fachtyp: Nebenfach
Studienform: Grundständiges Studium in Verbindung mit einem Hauptfach aus dem Magisterstudiengang und einem weiteren Nebenfach.
Studienbeginn: Das Studium kann im Winter- und Sommersemester begonnen werden.
Fakultät: Fakultät für Kulturwissenschaften
Fächergruppe: Sprach- und Kulturwissenschaften
Beiträge:

Die Universität erhebt für das Studentenwerk München den Grundbeitrag in Höhe von 62 Euro sowie den Solidarbeitrag Semesterticket in Höhe von 67,40 Euro.

nach oben

Bewerbung und Zulassung

Formale Studienvoraussetzung: Hochschulzugangsberechtigung
Zulassungsmodus
1. Semester:
Keine Zulassung von Studienanfängern
Zulassungsmodus
höheres Semester:
Keine Zulassung höherer Fachsemester
Eignungs-
feststellungs-
verfahren:
Eine Eignungsprüfung ist nicht notwendig.
Link zum Fach: http://www.vfp-archaeologie.lmu.de
nach oben

Beschreibung des Studienfachs

Das Fach Provinzialrömische Archäologie (anderswo auch ‘Archäologie der Römischen Provinzen’ genannt) versteht sich als altertumskundlich-historische Disziplin und befasst sich mit der Geschichte, der materiellen Kultur und der Zivilisation der Provinzen des Römischen Reichs, vor allem mit den Provinzen des lateinischsprachigen Westens (z. B. an Rhein und oberer sowie mittlerer Donau, weiterhin England, Frankreich, Spanien und Nordafrika von Marokko bis Libyen). Den zeitlichen Rahmen bilden Beginn und Ende der militärischen oder zivilen Verwaltung der jeweiligen Provinz, d. h. von der Späten Republik (2./1. Jahrhundert v. Chr.) bis in die Spätantike (5. bis längstens Mitte bzw. Ende des 7. Jahrhunderts n. Chr.).

Neben den schriftlichen Quellen stehen die materiellen Hinterlassenschaften - von alltäglicher Sachkultur bis zu ober- und untertägigen Bodendenkmälern und Monumenten - im Zentrum des Interesses und der fachspezifischen Methodik. Es ist eine der Aufgaben des Faches den Denkmälerbestand und die vielfältigen Fund- und Materialgattungen zu dokumentieren und zu erschließen, um komplexe Fragen zu Okkupations- und Provinzialisierungsvorgängen, aber auch zur Akkulturation der einheimischen Bevölkerung und zur Verschmelzung römisch-mediterraner mit autochthoner Kultur beantworten zu können; berücksichtigt werden unterschiedlichste Bereiche von Siedlungsformen und Bauweise über Kleidung und Tracht bis Brauchtum, Kult und Religion. Sowohl militär- und siedlungsgeschichtliche Entwicklungen als auch wirtschafts- und handelsgeschichtliche Strukturen, Prozesse und Veränderungen in einzelnen oder mehreren Provinzen und größeren geographischen Regionen lassen sich aufgrund der materiellen Hinterlassenschaften analysieren und weit differenzierter beurteilen als nur auf der Grundlage primärer und sekundärer schriftlicher Quellen.

Neben den o.g. Schwerpunkten in Forschung und Lehre gibt es zusätzlich individuelle Forschungsschwerpunkte, deren Ergebnisse natürlich auch in der Lehre entsprechend berücksichtigt werden:

  • Grenzsysteme, Truppenlager, Bauten und Ausrüstung des römischen Militärs zwischen Später Republik und Spätantike
  • Archäologische Quellen zur Wirtschafts- und Handelsgeschichte der römischen Kaiserzeit und der Spätantike
  • Zivilsiedlungen unterschiedlicher Rechtsstellung in den römischen Provinzen an oberer und mittlerer Donau

Interdisziplinäre Zusammenarbeit prägt seit jeher die Provinzialrömische Archäologie: So besteht enge Berührung methodischer und inhaltlicher Art mit den altertumskundlichen Nachbardisziplinen Vor- und Frühgeschichte, Alte Geschichte (mit Epigraphik und Numismatik) und Klassische Archäologie. Kooperation in der Forschung ist auch mit naturwissenschaftlichen Fächern wie Anthropologie, Archäometrie, Paläozoologie und Paläobotanik selbstverständlich; dies gilt ebenso für den Einsatz moderner naturwissenschaftlicher Methoden z. B. bei der Altersbestimmung (Dendrochronologie) und bei der Erkundung von Geländedenkmälern durch Flugprospektion und Geophysikalische Prospektion.

Im Rahmen der praxisorientierten Ausbildung der Studierenden können während der vorlesungsfreien Zeit vierwöchige Praktika beim Bayer. Landesamt für Denkmalpflege, bei der Archäologischen Staatssammlung und der Staatlichen Münzsammlung (beide München) absolviert werden.

Studienaufbau / Module

Der Aufbau des Studiums wird durch die Studienordnung für das Fach Provinzialrömische Archäologie geregelt. Eine individuelle Beratung zur Studienplanung erfolgt durch den Fachvertreter. Die Studieninhalte, fundierte Kenntnisse und die spezifische Methodik des Fachs Provinzialrömische Archäologie werden im Rahmen verschiedener Lehrveranstaltungstypen (Vorlesung, Proseminar, Übung, Hauptseminar, Kolloquien und Exkursion) exemplarisch vermittelt.

Studienplan

V: Vorlesung PS: Proseminar Ü: Übung HS: Hauptseminar E: Exkursion
P: Pflichtveranstaltung WP: Wahlpflichtveranstaltung SWS: Semesterwochenstunden

Empfehlung für Semester Lehrveranstaltung SWS Art P/WP
1. - 4. 2 Proseminare zur Einführung in unterschiedliche Quellengattungen und Arbeitsmethoden 4 PS P
1. - 4. 1 quellenkundliche Übung oder 3. Proseminar 2 Ü/PS P
5. - 8. 1 Hauptseminar zur Provinzialrömischen Archäologie 2 HS P
1. - 8. 4 Vorlesungen zur Geschichte und Archäologie römischer Provinzen sowie zu spezielleren Problemen und zu Quellengattungen 8 V WP
1. - 4. geeignete Lehrveranstaltungen aus anderen historischen bzw. archäologischen Disziplinen (vgl. insb. § 14 Abs. 1 Nr. 3 der Studienordnung) 16 V/PS/
Ü/HS
WP

P insgesamt: 8 SWS
WP insgesamt: 24 SWS
Alle Veranstaltungen im Studium dieses Nebenfachs insgesamt: 32 SWS

Nebenfächer

Das Magisterstudium umfasst ein Haupt- und zwei Nebenfächer. Liste wählbarer Haupt- und Nebenfächer im Magisterstudium: www.lmu.de/studienangebot/magister

Vor- und Frühgeschichte, Provinzialrömische oder Vorderasiatische Archäologie als Hauptfach kann nur dann mit zwei archäologischen Nebenfächern kombiniert werden, wenn die erfolgreiche Teilnahme an einem Hauptseminar in einem historischen oder philologischen Fach nachgewiesen wird.

Tätigkeits- und Berufsfelder

Archäologische Bodendenkmalpflege, Museen, Universitäten und Forschungsinstitutionen (z. B. Deutsches Archäologisches Institut). Aufgabengebiete: - Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse/Öffentlichkeitsarbeit - Wissenschaftliche Publikationstätigkeit - Entwicklung und Durchführung von Forschungsprojekten - Drittmittelakquisition/Fundraising - Kooperation mit archäologischen Institutionen, Museen und Universitätsinstituten - Wissenschaftliche Betreuung von Sammlungen, Organisation von Ausstellungen, museale Präsentation/Leitung von archäologischen Ausgrabungen und deren wissenschaftliche Auswertung - Führungsaufgaben, Personal- und Verwaltungsaufgaben

Weiterführendes Studienangebot an der LMU

nach oben

Voraussetzungen und Anforderungen

Unterrichtssprachen

Deutsch

Erwünschtes Profil

Ausreichende Kenntnisse der modernen Sprachen, insbesondere Englisch und Französisch, aber auch Italienisch, sind erforderlich, um die moderne Fachliteratur lesen zu können. Vorausgesetzt werden außerdem sprachliche Ausdrucksfähigkeit (mündlich und schriftlich) sowie die Fähigkeit zum kritischen und analytischen Denken. Die Fähigkeiten zum wissenschaftlichen Arbeiten und zur Präsentation wissenschaftlicher Sachverhalte werden während des Studiums vermittelt. Zusätzliche Fähigkeiten (optional), die während des Studiums (weiter-)entwickelt werden können: EDV-Grundkenntnisse, Praktische Begabungen (z. B. Zeichnen, Vermessen), Flexibilität und Mobilität, soziale Kompetenz (u. a. Teamfähigkeit, Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit).

Angebote zur Studienorientierung

  • Zur Studienorientierung veranstaltet die LMU jedes Jahr im Februar ihren großen "Tag der offenen Tür".
    www.lmu.de/tof
  • Einführungsveranstaltung des Faches jeweils Dienstags in der ersten Semesterwoche.
    www.lmu.de/studienbeginn
  • Semesterinformationen für Studierende der Provinzialrömischen Archäologie erscheinen jeweils im März bzw. August für das folgende Semester, erhältlich am Institut oder auf der Homepage
    www.vfp-archaeologie.uni-muenchen.de  unter "Provinzialrömische Archäologie".
nach oben

Ansprechpartner

Zentrale Studienberatung

Studienentscheidung, Studienwahl, Fächerangebot der LMU, Zulassung und Numerus Clausus, Fächerkombinationen, Studienorganisation, formale Fragen rund ums Studium

Ludwigstr 27/I, Zi. G 109 (Postanschrift: Geschwister-Scholl-Platz 1)
80539 München
Tel.: +49 (0) 89 / 2180-9000 (Mo-Do 09.00-16.00 Uhr, Fr 09.00-12.00 Uhr)
Fax: +49 (0) 89 / 2180-2967
Email-Kontakt: www.lmu.de/studienanfrage

Öffnungszeiten:
Mo bis Fr 9.00 - 12.00 Uhr
Di bis Do 13.00 - 16.00 Uhr

nach oben

Prüfungsamt

Prüfungsangelegenheiten, Prüfungsanmeldung, Semesteranrechnungsbescheide

Prüfungsamt für Geistes- und Sozialwissenschaften (PAGS)

Ludwig-Maximilians-Universität München
Prüfungsamt für Geistes- und Sozialwissenschaften
Geschwister-Scholl-Platz 1 / Zimmer C 026, D 020, D 201, D 203, D 205
80539 München
Internet und Ansprechpartner: www.lmu.de/pa/pags
Öffnungszeiten Räume C 026, D 020 und D 201: Mo - Mi von 9.00-12.00 Uhr; Do von 14.00-16.00 Uhr; Fr geschlossen
Öffnungszeiten Räume D 203 und D 205: Mo - Mi von 09.00-12.00 Uhr; Do von 14.00-16.00 Uhr; Fr geschlossen

Stand: 06.05.2013