Ludwig-Maximilians-Universität München
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Lateinische Philologie (Magister Artium)

Kein Studienbeginn mehr möglich.

Wurde eingestellt und ist in einem Bachelorstudiengang Latinistik 120 ECTS aufgegangen (Information siehe dort).

Studiengang

Studiengang: Lateinische Philologie (Magister Artium)
Abschluss: Magister Artium
Abschlussgrad: M.A.
Fachtyp: Hauptfach
Studienform: Grundständiges Studium mit erstem berufsqualifizierenden Abschluss
Studienbeginn: Das Studium kann im Winter- und Sommersemester begonnen werden.
Regelstudienzeit: 9 Fachsemester
Fakultät: Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften
Fächergruppe: Sprach- und Kulturwissenschaften
Beiträge:

Die Universität erhebt für das Studentenwerk München den Grundbeitrag in Höhe von 62 Euro sowie den Solidarbeitrag Semesterticket in Höhe von 67,40 Euro.

Anmerkung:

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Bewerbung und Zulassung

Formale Studienvoraussetzung: Hochschulzugangsberechtigung
Zulassungsmodus
1. Semester:
Keine Zulassung von Studienanfängern
Zulassungsmodus
höheres Semester:
Keine Zulassung höherer Fachsemester
Eignungs-
feststellungs-
verfahren:
Eine Eignungsprüfung ist nicht notwendig.
Link zum Fach: http://www.klassphil.uni-muenchen.de
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Beschreibung des Studienfachs

Gegenstand und Methode

Texte als schriftliche Niederlegungen sprachlicher Äußerungen sind wichtige Mittel der Verständigung. Ein Verstehen von Texten ist verhältnismäßig unproblematisch, wenn sie der gleichen Zeit, dem gleichen Sprachraum und der gleichen Kultur entstammen wie der Leser. Besondere Schwierigkeiten ergeben sich freilich da, wo zeitliche, räumliche und kulturelle Distanzen zu überbrücken sind; ebendies ist der Fall, wenn ein moderner Leser mit antiken griechischen oder lateinischen Texten konfrontiert wird. Die Klassische Philologie (Altphilologie) versucht, diese Verständnisprobleme zu lösen, indem sie antike Texte nach folgenden Gesichtspunkten untersucht:

  • Es kann sich darum handeln, den authentischen Wortlaut eines Textes zu ermitteln (Textkritik, Editionstechnik, daneben auch Überlieferungsgeschichte von Texten);
  • es kann darum gehen, die Sprache eines Textes zu verstehen oder zu erläutern (Lexikographie, Grammatik, sprachliche Kommentierung, sprachgeschichtliche und linguistische Phänomene);
  • es kann bei literarischen Texten auf ein angemessenes Verständnis des Textes als eines Stücks Literatur ankommen (Interpretation). Dazu gehört auch die sachlich-inhaltliche Klärung des Textes und seine Einordnung in den historischen Zusammenhang sowie eine möglichst genaue Erfassung seiner literarischen Dimensionen.

Die meisten antiken Texte erfordern eine Behandlung unter allen genannten Aspekten: Eine sprachliche Erklärung ist nicht ohne gesicherten Text, aber andererseits ist die Texterstellung nicht ohne Erörterung der sprachlichen Eigenheiten eines Textes möglich. Literarisches Verständnis setzt einen gesicherten Text und sprachliches Verständnis voraus, ermöglicht aber andererseits in bestimmten Fällen erst die Entscheidung über den Wortlaut des Textes und den Sinn bestimmter Ausdrücke.

Die Texte, mit denen sich die Klassische Philologie beschäftigt, stellen die frühesten literarischen Zeugnisse der abendländischen Kultur dar; sie umfassen den Zeitraum vom 8. vorchristlichen bis etwa zur Mitte des 6. nachchristlichen Jahrhunderts. Die thematische Vielfalt dieser Schriften lässt dem Studierenden weiten Spielraum für eine Spezialisierung nach seinen individuellen Interessen. Das Spektrum reicht von epischen, lyrischen und dramatischen Dichtungen über philosophische, historische, rhetorische, medizinische und juristische Texte bis hin zu fiktionaler Erzählprosa und theologischen Streitschriften.

Berührungspunkte mit anderen Fächern

Selbstverständlich berührt sich die Klassische Philologie aufs engste mit den anderen Disziplinen der Altertumswissenschaft, etwa der Alten Geschichte, der Klassischen Archäologie und der Byzantinistik, aber auch mit Fächern wie der Theologie, der Lateinischen Philologie des Mittelalters oder der Philosophie. Die faktischen Erkenntnisse wie auch die methodischen Leistungen der einen Disziplin sind oft unentbehrliche Grundlage für ein erfolgreiches Arbeiten in der anderen. Darüber hinaus ergeben sich aufgrund der großen Bedeutung antiker Texte für die abendländische Kultur- und Geistesgeschichte vielfach Berührungspunkte mit Bereichen wie der Germanistik, der Anglistik, der Kunstgeschichte oder der Theater- und der Musikwissenschaft. Hier wird in zunehmendem Maße interdisziplinärer Kontakt gesucht.

Eine Kombination des Studiums der Klassischen Philologie mit dem einer anderen geisteswissenschaftlichen Disziplin ist also in jedem Fall fruchtbar und anregend.

Forschungsschwerpunkte

Lateinische Philologie: Lateinische Literaturgeschichte, Staatsbegriff der Römer, Cicero, Catull, römische Liebeselegie, Vergil, Horaz, Ovid, Martial, Tacitus, Literatur der Spätantike, Neulateinische Dichtung.

Studienaufbau / Module

Das Studium ist gegliedert in Grundstudium (1.-4. Semester) und Hauptstudium (5.-8. Semester). Das Angebot an Lehrveranstaltungen umfasst Vorlesungen, Proseminare, Übungen, Lektürekurse, Hauptseminare, vereinzelt auch Kolloquien.

Grundstudium (1.-4. Semester)

Ziel des Grundstudiums ist, die Sprachkenntnisse zu erweitern und in die Methodik der Klassischen Philologie einzuführen. Diesem Ziel dient die Lektüre ausgewählter antiker Autoren oder Texte (die Lektüre von vier Autoren oder Texten unter Anleitung von Dozenten oder Assistenten ist am Ende des Grundstudiums nachzuweisen), das systematische Erarbeiten von Literaturgattungen sowie das Einüben der Bestimmung und Analyse der wichtigsten metrischen Formen. Zudem müssen Grundkenntnisse aus Sachgebieten erworben werden, die für die Erklärung lateinischer Texte einschlägig sind. Als Eingangsniveau für das Studium der Lateinischen wie der Griechischen Philologie werden angemessene Kenntnisse in diesen Sprachen vorausgesetzt; der Kenntnisstand wird in einem Sprachtest bei Studienbeginn überprüft; die Aufgabenstellung vergangener Sprachtests ist beim Institut einzusehen. Dabei festgestellte Defizite können in speziellen Sprachkursen behoben werden; im Einzelfall berät die Fachstudienberatung.

Neben Vorlesungen (Gegenstände: Autoren, Epochen, Gattungen, systematische Problemstellungen in ihrer historischen Entwicklung, Einfluss der Antike auf die europäische Literatur) sind im Grundstudium 2 Proseminare erfolgreich zu absolvieren. Hinzu kommt der o.a. Lektürenachweis.

Hauptfachstudenten müssen überdies eine altertumswissenschaftliche Einführung besuchen, sowie die erfolgreiche Teilnahme an zwei Proseminaren oder Übungen aus dem weiteren Bereich der Altertumswissenschaft (Griechische bzw. Lateinische Philologie, Alte Geschichte, Klassische Archäologie, antike Philosophie, fachbezogene Sprachwissenschaft) oder aus dem Bereich des Mittel- oder Neulateins nachweisen; eine dieser beiden Veranstaltungen kann auch der Lateinischen bzw. Griechischen Philologie entstammen. Diese Anforderungen entfallen für Nebenfachstudenten.

Den Abschluss des Grundstudiums bildet die Zwischenprüfung.

Hauptstudium (5.-8. Semester)

Das Hauptstudium dient der Vertiefung der sprachlichen Fertigkeiten und einem intensivierten Studium ausgewählter Autoren sowie der wissenschaftlichen Interpretation von Texten. Ferner sollen Kenntnisse in Sachgebieten wie antike Philosophie, Mythologie, Geistesgeschichte, Rezeptionsgeschichte, antike Kunst und Geschichte etc. erworben werden.

Außer Vorlesungen ist der Besuch von 2 Hauptseminaren des gewählten Hauptfaches für den Abschluss M.A. notwendig. Empfohlen wird daneben der Besuch von Sprach- und Stilübungen und Lektürekursen. An die Stelle von Hauptseminarscheinen können auch Oberseminarscheine treten; die Zulassung zu Oberseminaren erfolgt durch den Hochschullehrer persönlich.

Erforderliche Nachweise bei Meldung zur Magisterprüfung

  • Ein Studium als ordentlicher Studierender an der Universität München, mit einschlägigem Inhalt;
  • Nachweis der erfolgreichen Teilnahme an mindestens 2 Hauptseminaren im Hauptfach sowie an je einem Hauptseminar in den beiden Nebenfächern;
  • Nachweis der bestandenen Zwischenprüfung.

Prüfungsleistungen

Die M.A.-Prüfung umfasst eine schriftliche Arbeit (Magisterarbeit) und eine Klausur im Hauptfach sowie mündliche Prüfungen in Haupt- und Nebenfächern (Näheres siehe M.A.-Prüfungsordnung).

Nebenfächer

Das Magisterstudium umfasst ein Haupt- und zwei Nebenfächer. Liste wählbarer Haupt- und Nebenfächer im Magisterstudium: www.lmu.de/studienangebot/magister

Tätigkeits- und Berufsfelder

Ein klar definierbares Berufsfeld gibt es für Magister-Absolventen nicht. Denn Sie erwerben mit dem Magisterabschluss in erster Linie eine wissenschaftliche Qualifikation, die – außer für Lehr- und Forschungstätigkeiten an der Universität – meist nicht direkt berufsbezogen ist. Im engeren Bereich Ihres Faches wird es in aller Regel nur wenige Arbeitsstellen geben. Dagegen gibt es ein breites unspezifisches Berufsfeld, für das zwar ein abgeschlossenes Hochschulstudium notwendig, jedoch keine spezielle Fachrichtung vorgeschrieben ist. In vielen Arbeitsfeldern tritt die fachlich-wissenschaftliche Qualifikation in den Hintergrund gegenüber so genannten Schlüsselqualifikationen, wie analytischem Denken, geistiger Flexibilität, Organisationstalent, schnellem und selbständigem Einarbeiten in neue Arbeitsfelder, sozialer Kompetenz etc., die Sie im Laufe Ihres Studiums innerhalb, aber auch außerhalb der Universität erwerben können. Sinnvolle berufsbezogene Ergänzungen können auch Praktika in Firmen und Betrieben und Zusatzqualifikationen sein, sofern diese nicht zu sehr vom Studium ablenken.

Weiterführendes Studienangebot an der LMU

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Voraussetzungen und Anforderungen

Sprachtest und Einstufungstest

Zu Beginn des Studiums (der Termin, kurz vor Beginn der Lehrveranstaltungen, wird rechtzeitig am Anschlagbrett und der Internetseite der Abteilung bekanntgegeben) wird ein Sprachtest durchgeführt, der bei der individuellen Studienberatung zur Grundlage dient. Die Aufgaben früherer Tests können im Geschäftszimmer der Abteilung eingesehen werden bzw. werden auf Anfrage per E-Mail zugesandt.

Fremdsprachenkenntnisse

Nachweis bei Meldung zur Magister-Zwischenprüfung: Lateinkenntnisse und Graecum. Wird das Graecum erst nach dem Abitur erworben, kann der Nachweis bis Meldung zum ersten Hauptseminar nach der Zwischenprüfung erbracht werden.

Unterrichtssprachen

Deutsch

Erwünschtes Profil

Das Studium verlangt echtes Interesse für lateinische Literatur und europäische Kultur; die überlieferten literarischen Texte sind anspruchsvoll und verlangen vertiefte Sprachkenntnisse. Ein Studium der lateinischen Literatur ohne vorherige Sprachkenntnisse zu beginnen, wäre zwar formal möglich (der Nachweis des Latinums wird bei der Einschreibung derzeit nicht verlangt), ist aber auf keinen Fall zu empfehlen. Kenntnisse moderner Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Italienisch) sind für die alltägliche Arbeit mit Forschungsliteratur erforderlich.

Angebote zur Studienorientierung

  • Zur Studienorientierung veranstaltet die LMU jedes Jahr im Februar ihren großen "Tag der offenen Tür".
    www.lmu.de/tof
  • Jeweils zu Semesterbeginn werden von den jeweiligen Studiengängen und -fächern Einführungsveranstaltungen angeboten.
    www.uni-muenchen.de/studium/beratung/studienbeginn
  • Die Vorlesungen sind für Schnupperstudenten generell geöffnet; wenn Sie die Dozenten vorher ansprechen, werden Sie auch an Übungen und Seminaren i.d.R. problemlos teilnehmen können. Der Sprachtest zu Beginn des Studiums (ohne Wörterbuch) soll ihnen eine Selbsteinschätzung des Stands ihrer Sprachkenntnisse vermitteln und dient als Grundlage für die Studienberatung.
  • Informationsmaterial:
    • Jäger, G.: Einführung in die Klassische Philologie, Verlag C.H. Beck, München 1975;
    • Suerbaum, W. und Patzer, A.: Informationen für das Studium der lateinischen Philologie am Institut für Klassische Philologie der Universität München (1991). Diese Broschüre ist im Institut für Klassische Philologie (Adresse oben) erhältlich.
  • Fachschaftsvertretung: www.fachschaft.klassphil.lmu.de
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Ansprechpartner

Adresse des Fachs

Sprechstunden, Aushänge, Änderungen des Lehrangebots

Ludwig-Maximilians-Universität München
Abteilung für Griechische und Lateinische Philologie
Postanschrift: Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München
Geschäftszimmer: Schellingstraße 3 VG
80799 München
Internet: www.klassphil.uni-muenchen.de

Fachstudienberatung

Inhaltliche und spezifische Fragen des Studiums, Studienaufbau, Stundenplan, fachliche Schwerpunkte

Ansprechpartner der Studienberatung Latinistik:
www.klassphil.uni-muenchen.de/studium_lehre/studium_beratung

Zentrale Studienberatung

Studienentscheidung, Studienwahl, Fächerangebot der LMU, Zulassung und Numerus Clausus, Fächerkombinationen, Studienorganisation, formale Fragen rund ums Studium

Ludwigstr 27/I, Zi. G 109 (Postanschrift: Geschwister-Scholl-Platz 1)
80539 München
Tel.: +49 (0) 89 / 2180-9000 (Mo-Do 09.00-16.00 Uhr, Fr 09.00-12.00 Uhr)
Fax: +49 (0) 89 / 2180-2967
Email-Kontakt: www.lmu.de/studienanfrage

Öffnungszeiten:
Mo bis Fr 9.00 - 12.00 Uhr
Di bis Do 13.00 - 16.00 Uhr

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Prüfungsamt

Prüfungsangelegenheiten, Prüfungsanmeldung, Semesteranrechnungsbescheide

Prüfungsamt für Geistes- und Sozialwissenschaften (PAGS)

Ludwig-Maximilians-Universität München
Prüfungsamt für Geistes- und Sozialwissenschaften
Geschwister-Scholl-Platz 1 / Zimmer C 026, D 020, D 201, D 203, D 205
80539 München
Internet und Ansprechpartner: www.lmu.de/pa/pags
Öffnungszeiten Räume C 026, D 020 und D 201: Mo - Mi von 9.00-12.00 Uhr; Do von 14.00-16.00 Uhr; Fr geschlossen
Öffnungszeiten Räume D 203 und D 205: Mo - Mi von 09.00-12.00 Uhr; Do von 14.00-16.00 Uhr; Fr geschlossen

Stand: 12.06.2014