Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad



Inhaltsbereich

Klassische Archäologie (Magister Artium)

Kein Studienbeginn mehr möglich.

Wurde eingestellt und ist durch einen Bachelor-Studiengang Archäologie: Europa und Vorderer Orient ersetzt worden (Informationen siehe dort).

Studiengang

Studiengang: Klassische Archäologie (Magister Artium)
Abschluss: Magister Artium
Abschlussgrad: M.A.
Fachtyp: Hauptfach
Studienform: Grundständiges Studium mit erstem berufsqualifizierenden Abschluss
Studienbeginn: Das Studium kann im Winter- und Sommersemester begonnen werden.
Regelstudienzeit: 9 Fachsemester
Fakultät: Fakultät für Kulturwissenschaften
Fächergruppe: Sprach- und Kulturwissenschaften
Beiträge:

Die Universität erhebt für das Studentenwerk München den Grundbeitrag in Höhe von 62 Euro sowie den Solidarbeitrag Semesterticket in Höhe von 67,40 Euro.

Anmerkung:

nach oben

Bewerbung und Zulassung

Formale Studienvoraussetzung: Hochschulzugangsberechtigung
Zulassungsmodus
1. Semester:
Keine Zulassung von Studienanfängern
Zulassungsmodus
höheres Semester:
Keine Zulassung höherer Fachsemester
Pflichtkombination mit anderen Fächern: ja
Eignungs-
feststellungs-
verfahren:
Eine Eignungsprüfung ist nicht notwendig.
Link zum Fach: http://www.klass-archaeologie.lmu.de
nach oben

Beschreibung des Studienfachs

Die Klassische Archäologie ist eine historische Disziplin, die sich auf die Kulturen der griechischen und römischen Antike konzentriert, deren Vorstufen und Nachwirkungen mitberücksichtigt und auch deren Wechselwirkungen mit angrenzenden Kulturen im Blick hat. Das Gebiet der Klassischen Archäologie ist der Mittelmeerraum; ihr Zeithorizont reicht vom 2. Jahrtausend v.Chr. bis zum 4./5. Jahrhundert n.Chr.

Die Klassische Archäologie geht primär von den materiellen Zeugnissen der antiken Kulturen aus (im Gegensatz etwa zur Alten Geschichte, die sich vor allem auf literarische Quellen stützt). Mit der Erforschung der Gegenstände zielt die Klassische Archäologie darauf, Einblicke in alle Lebensbereiche zu gewinnen und dadurch unser historisches Verständnis vom gesellschaftlichen Leben antiker Kulturen zu erweitern - auch und gerade über das hinaus, was diese Kulturen über sich selbst geschrieben haben. Hieraus ergibt sich eine sehr weit gesteckte Definition der Forschungsmöglichkeiten und -interessen: Die Klassische Archäologie fragt nach der Schaffung, Ausgestaltung und Nutzung von Landschaften und Lebensräumen (von der Hütte bis zur Großstadt), nach dem Selbstverständnis der Menschen und der Wahrnehmung ihres Lebensraumes, nach der Realisierung und den Mechanismen visueller Kommunikation in den verschiedenen Bildmedien. Dabei gilt das Interesse gleichermaßen den Objekten des täglichen Lebens wie den Denkmälern der sog. ‘Hochkunst’. Erforscht werden alle Stufen und Räume kultureller Manifestation:

  • Räume des Lebens: Städte und Siedlungen, Heiligtümer und Nekropolen, etc.
  • Räume der Architektur: Bauten für die Götter, für die Menschen und für die Toten,
  • Räume der Bilder: Denkmäler, Skulpturen und Malerei,
  • Räume des Alltages: Gegenstände des einfachen Lebens sowie Objekte des Luxus.


Dabei erschließen sich Einblicke in verschiedene Lebensbereiche der Kulturen:

  • Religion und Kult
  • Politik
  • Handel und Wirtschaft
  • Handwerk, Technik und ‘Kunst’
  • Produktion
  • Lebenskultur der Eliten und (soweit möglich) der unteren Schichten
  • Wohnkultur
  • Grabkultur
  • Kultur der Unterhaltung (Theater, Circus, Sport, Thermen)

Schnittstellen zu anderen Fächern

In ihrer Erforschung der antiken Kulturen Griechenlands und Roms steht die Klassische Archäologie im engen Dialog mit den anderen Disziplinen der Altertumswissenschaften: Alte Geschichte und Klassische Philologie (die primär von überlieferten Texten ausgehen), Provinzialrömische Archäologie, Ur- und Früh-Geschichte (die sich mit Kulturen ohne schriftliche Überlieferung befassen), Byzantinische Archäologie. Jenseits der konkreten Erforschung der antiken Kulturen steht die Klassische Archäologie als kulturhistorische Disziplin aber auch in einem wechselseitigen Dialog mit Fächern, die sich unter vergleichbaren Fragestellungen mit anderen räumlichen und zeitlichen Bereichen beschäftigen: so etwa mit außereuropäischen Kulturen oder mit Europa im Mittelalter und in der Neuzeit, aber auch mit transkulturellen Fächern wie z.B. Religionswissenschaft, Soziologie, Theaterwissenschaft, etc. Diese Disziplinen haben, bei aller Unterschiedlichkeit ihrer Gegenstände, gemeinsame Ziele: Sie versuchen, Einblicke in das grundsätzliche Funktionieren von Kulturen und Gesellschaften zu eröffnen, Fragestellungen und Methoden in der Erschließung kultureller Phänomene zu diskutieren und Möglichkeiten ihrer historischen Interpretation zu erproben. In dieser breiten Definition als kulturhistorische Disziplin trägt die Klassische Archäologie also auch zu einer geschärften Wahrnehmung unserer eigenen Kultur, ihrer Gegenstände und ihrer Bilder bei. Wie alle historischen Disziplinen fördert sie dabei auch eine kritische Beschäftigung mit unseren eigenen Lebensformen.

Methodische Eigenart

Die Auseinandersetzung mit den Forschungsgegenständen der Klassische Archäologie durchläuft viele Stufen der Erschließung. Die Mehrzahl von ihnen steht der Forschung erst durch Ausgrabungen und Surveys zur wissenschaftlichen Verfügung. Die Gegenstände sind denkbar vielfältig, aber fast immer nur nur bruchstückhaft überliefert. Erhalten geblieben sind in aller Regel Ruinen, Scherben und Fragmente, die zudem oft ihren Kontext verloren haben. Diese Überlieferungssituation ist jedoch nicht so sehr als Defizit, sondern vor allem als Chance zu verstehen, denn sie fordert in besonderem Maße zur methodischen Reflexion heraus. Die Gegenstände müssen in einem ersten Schritt rekonstruiert und in ihren historischen Kontext zurückversetzt werden. Das erfordert eine akribische Spurensicherung sowie das detektivische Ausloten von Indizien, die zur Rekonstruktion einer verloren gegangenen Wirklichkeit führen können. In einem zweiten Schritt geht es darum, die einzelnen Aspekte dieser Wirklichkeit zu interpretieren: was haben sie für die damaligen Menschen bedeutet, und welche Funktion haben sie im Gefüge der damaligen Kultur erfüllt? Dies verlangt ein bestimmtes Ausmaß an methodisch kontrollierter Phantasie, die auf Plausibilität zielt, aber für Überraschungen offen bleibt. Rekonstruktion und Interpretation erweisen sich als die grundlegenden und komplementären Verfahrensweisen der Klassischen Archäologie. Die Auseinandersetzung mit Ruinen, Scherben und Fragmenten erweist sich auch noch in einem anderen Sinn als Chance: erst die quantative Begrenztheit des Materials und die kulturgeschichtliche Distanz zur Antike ermöglichen es, Grundstrukturen im Funktionieren gesellschaftlicher Kommunikation aufzudecken und im historischen Kontext zu verorten.

Überschaubarkeit

Die Klassische Archäologie ist ein kleines Fach. Das bezieht sich nicht auf den Gegenstandsbereich, der riesig ist, sondern auf die kleine Population Klassischer Archäologen sowie auf die vergleichsweise überschaubare Menge ihrer Publikationen. Während in großen Fächern selbst Spezialisten die Flut an wissenschaftlicher Literatur kaum noch zu überblicken vermögen, gewinnen Studierende der Klassischen Archäologie in jedem Hauptseminar einen adäquaten Überblick über alles Wichtige, was zu den behandelten Themen geschrieben worden ist: Sie befinden sich damit auf dem neusten Forschungsstand, überschauen die kontroversen Meinungen und können die unterschiedlichen Positionen beurteilen. Man diskutiert gewissermaßen auf gleicher Augenhöhe. Das schafft günstige Voraussetzungen für das Einüben wissenschaftlicher Kardinaltugenden wie Sorgfalt und Genauigkeit, reizt darüber hinaus aber auch und besonders zum eigenständigen Weiterdenken.

Relativierung klassischer Werte

Die griechisch-römische Antike ist lange Zeit als feste Grundlage unserer abendländischen Kultur und als Parameter absoluter, unveränderlicher Werte verstanden worden. Vor allem das Menschenbild, die Dichtung und die Philosophie der griechischen Klassik wurden als normativer Maßstab betrachtet für alles, was als schön, gut und wahr zu gelten hatte. Aus dieser Einstellung leitet sich auch die traditionelle Bezeichnung des Faches als einer Klassischen Archäologie ab. Aber der Name entspricht heute längst nicht mehr dem Selbstverständnis der Klassischen Archäologen: Von einem normativen Anspruch kann seit geraumer Zeit keine Rede mehr sein, die antiken Kulturen Griechenlands und Roms haben ihre Vorbildhaftigkeit eingebüßt. Dieser Verlust hat eine Öffnung mit sich gebracht, die dem Fach eher genützt als geschadet hat: Die Antike ist uns fremd geworden, und ihre Fremdartigkeit kann in immer wieder neuen Facetten entdeckt werden. Gerade das macht die Antike oft aufregender, als es der normative Klassizismus wahrhaben wollte; sie ist uns kein Vorbild mehr, wohl aber ein bedenkenswertes Gegenbild; die Auseinandersetzung mit ihrer Überlieferung ist nach wie vor ein Abenteuer für Augen und Geist – und sie bleibt eine intellektuelle Herausforderung.

Studienaufbau / Module

Ziele der Lehre

Die Dozenten setzen sich zur Aufgabe, die Studierenden bei ihrem Studium kontinuierlich anzuleiten und individuell zu beraten. Die Studierenden sollten auf eine umfassende und zugleich intensive Aneignung spezifischer fachlicher und wissenschaftlicher Kompetenzen zielen, um sich durch ihre Ausbildung an der Universität ein möglichst attraktives und individuelles Profil zu erarbeiten.

Die konkrete Ausbildung im Studium basiert dabei auf zwei Stützen: der direkten Vermittlung von Kompetenz seitens der Dozenten in Form verschiedener Lehrveranstaltungen – sowie der von den Dozenten angeleiteten, von den Studierenden jedoch eigenständig vorgenommenen Erarbeitung und dem Einüben von Kompetenz (sog. Selbststudium).

1) Durch verschiedene Formen von Lehrveranstaltungen erfolgt die Vermittlung von theoretisch wie praktisch orientiertem Fachwissen. Zugleich werden hier, je nach Konzeption der Veranstaltung, in kleineren Gruppen von 10-20 Studierenden gemeinsam die grundsätzlichen Kompetenzen wissenschaftlicher Arbeit eingeübt und zu optimieren gesucht.

Die verschiedenen Lehrveranstaltungen sind auf unterschiedliche Bedürfnisse der Ausbildung ausgerichtet:

  • Vorlesungen: In Vortragsform werden hier einzelne archäologische Fragestellungen und zentrale Forschungsfelder vorgestellt und in ihrem wissenschaftlichen Potential diskutiert; dabei werden sowohl Grundkenntnisse wie Spezialwissen vermittelt. Vorlesungen richten sich an alle Studierenden, Anfänger ebenso wie Fortgeschrittene.
  • Proseminare (Seminare für Studierende im Grundstudium): In gezielter Interaktion werden anhand ausgewählter Themen in zentrale Fragestellungen und Methoden des Faches eingeführt bzw. diese in der Seminargruppe gemeinsam erarbeitet. Zugleich werden hier die grundsätzlichen Methoden archäologischen Arbeitens exemplarisch vorgestellt und trainiert. Die Arbeit im Proseminar erwächst aus der gemeinsamen Diskussion sowie der individuellen Mitarbeit eines jeden Teilnehmers: Jeder Studierende übernimmt die Erarbeitung einer spezifischen Frage- bzw. Problemstellung und präsentiert diese in Form eines mündlichen Referates; am Ende des Seminars wird dieses Referat schriftlich in Form einer kleineren wissenschaftlichen Arbeit (sog. ‘Hausarbeit’) abgefasst und von den Dozenten korrigiert.
  • Hauptseminare (Seminare für Studierende im Hauptstudium): analog konzipiert wie die Proseminare, jedoch auf anspruchsvollerem Niveau: hier werden umfangreichere Fragestellungen der aktuellen Forschung diskutiert. Von den Studierenden wird erwartet, dass sie in den Referaten allgemeine wie auch spezielle Fragen und Probleme der Forschung kritisch beleuchten und eigenständig zu lösen versuchen.
  • Übungen (für Studierende des Grund- und Hauptstudiums): Lehrveranstaltungen ähnlich wie die Seminare in Form kleinerer Gruppen und zu ausgewählten Themen. Im Unterschied zu den Seminaren kann hier jedoch eine stärker experimentelle Ausrichtung im Vordergrund stehen.
  • Kolloquien: Öffentliche Vorträge meist auswärtiger Wissenschaftler zu aktuellen Forschungen und Neufunden. Sie wenden sich, wie die Vorlesungen, an alle Studierenden und bieten ideale Chancen, einen breiten Überblick über die verschiedenen aktuellen Fragen und Forschungsprojekte der deutschen und internationalen Archäologie zu erhalten.
  • Exkursionen: Zumeist ein- bis zwei-wöchige Reisen zu Ausgrabungsstätten und/oder Museen im In- und Ausland unter der Leitung von Dozenten. Sie sind unverzichtbarer Bestandteil in der wissenschaftlichen Ausbildung, da erst die Autopsie von Denkmälern bzw. Ausgrabungen vor Ort einen umfassenden Einblick in die Komplexität von archäologischen Befunden eröffnet. Aufgrund ihrer zeitlichen Konzentration bilden die Exkursionen zugleich die intensivste Form der gemeinsamen Erschließung und Diskussion komplexer Fragestellungen. Exkursionen wenden sich an Hauptfachstudenten sowohl im Grund- wie im Hauptstudium.
  • Museen: Die einzigartigen Bestände der Museen der Stadt (Antikensammlungen und Glyptothek; Museum für Abgüsse klassischer Bildwerke; Prähistorische Staatssammlung) werden gezielt in die Lehre eingebunden. Daraus ergibt sich für die Studierenden zugleich die Chance, sich in wissenschaftlicher Öffentlichkeitsarbeit zu üben.


2) Zu dem Besuch der Lehrveranstaltungen tritt als zweite Stütze des Studiums die selbständige Aneignung von Fachwissen (sog. ‘Selbststudium’). Dabei sind die Studierenden angeleitet, individuell sowie auch in kleinen Arbeitsgruppen sich über die durch die Lehrveranstaltungen vermittelten Fachkenntnisse hinaus grundlegende Kenntnisse zu Denkmälerbeständen und aktuellen Forschungsdiskussionen eigenständig zu erarbeiten. Eine das Selbststudium unterstützende Einrichtung sind die studentisch organisierten Tutorien, die vor allem den jüngeren Studierenden Anleitung und Hilfestellung bei der selbstständigen Erschließung von Fachwissen bieten; hier werden zugleich in Eigenkontrolle die Methoden archäologischen Arbeitens, die in den Lehrveranstaltungen vorgestellt wurden, weiterhin trainiert.

Aufbau des Studiums

Der Erwerb der für die Anmeldung zur Abschlussprüfung erforderlichen Studienleistungen erfolgt durch den Besuch der verschiedenen Lehrveranstaltungen. Der Besuch von Pro- und Hauptseminaren, Übungen und Exkursionen wird durch Leistungsnachweise (sog. Scheine) belegt; auf ihnen basiert die Definition der Studienanforderungen für die Anmeldung zu den Abschlussprüfungen. Der Besuch der Vorlesungen erfolgt ohne spezifischen Leistungsnachweise: er ist obligatorisch!

Magisterstudiengang im Hauptfach:

Das Studium gliedert sich in 3 Abschnitte:

Grundstudium (i.d.R. 4 Semester)

Erfolgreicher Besuch von mindestens 3 Seminaren (1 Proseminar ‘Einführung in das Studium der Klassischen Archäologie’, sowie entweder 2 weitere Proseminare oder 1 Proseminar und 1 Übung; die besuchten Veranstaltungen müssen Themen der griechischen wie der römischen Archäologie ausgewogen abdecken); der Besuch zusätzlicher Seminare wird dringend empfohlen.

Zu Beginn des 3. Semesters: Studienberatung bei einem Dozenten, Ziel: individuelle Abstimmung des weiteren Studiums.

Abschluss des Grundstudiums: Mündliche Prüfung zu zentralen Denkmälern, Fragestellungen und Methoden (sog. ‘Zwischenprüfung’).

Hauptstudium

Erfolgreicher Besuch von mindestens 2 Hauptseminaren

Magisterprüfung (i.d.R. im 8. und 9. Semester)

Anfertigung einer schriftlichen Arbeit zu einem gemeinsam vereinbarten Thema (‘Magisterarbeit’) innerhalb von 6 Monaten; im Anschluss schriftliche Prüfung im Hauptfach sowie mündliche Prüfungen im Haupt- sowie den beiden Nebenfächern.

Nebenfächer

Das Magisterstudium umfasst ein Haupt- und zwei Nebenfächer. Liste wählbarer Haupt- und Nebenfächer im Magisterstudium: www.lmu.de/studienangebot/magister

Tätigkeits- und Berufsfelder

Die verschiedenen Kompetenzen, die im Studium der Klassischen Archäologie erworben werden können, führen in verschiedene Berufsfelder. Dabei sind fachspezifische Berufe und fachübergreifende Berufe zu unterscheiden. 1) Fachspezifische Berufe im Horizont archäologischer Tätigkeit Die Stellenlage innerhalb der archäologischen Berufe ist sehr begrenzt: Möglichkeiten bieten sich an den Universitäten, an Museen, den archäologischen Forschungsinstituten im In- und Ausland sowie mit kleinem Potential auch in der Landesdenkmalpflege. Perspektiven gibt es hier immer wieder, doch sind infolge der starken Konkurrenz die Chancen, auf eine solche Stelle zu kommen, erfahrungsgemäß nicht sehr hoch. Entsprechend ist eine herausragende Qualifizierung während des Studiums wichtig. Die Promotion als Studienabschluss ist nahezu unerlässlich; es empfiehlt sich ein möglichst breit angelegtes, aber auch zügig durchgeführtes Studium (am besten an verschiedenen Universitäten; Abschluss spätestens im 30. Lebensjahr). 2) Fachübergreifende Berufe: Neben den wenigen fachspezifischen Optionen eröffnet sich den Studienabgängern jedoch ein breites und buntes Feld an fachübergreifenden Berufsmöglichkeiten, in denen die grundsätzlich erworbenen Kompetenzen in der kulturhistorischen Analyse und der wissenschaftlichen Diskussion von Bedeutung sind. Die Wege führen hier in verschiedene Richtungen: Kulturreferate, Verlagswesen, Publizistik, Beratung von Rundfunk und Film, wissenschaftliche Reiseführung usw. Insgesamt eröffnen sich, je nach Phantasie und Interesse des einzelnen, vielfältig denkbare Möglichkeiten – wichtig ist hierbei aber immer entsprechendes Engagement, sich schon während des Studiums ein möglichst offenes und interessantes Profil zu erwerben. Schließlich befähigen die grundsätzlichen Schlüsselqualifikationen, die im Studium der Klassischen Archäologie erworben werden können, die Studienabgänger darüber hinaus auch noch für Berufsfelder jenseits einer kulturorientierten Tätigkeit. Die Fähigkeiten zu eigenständiger Problemlösung, zu methodisch reflektierter Argumentation, transparenter und intelligenter Präsentation sowie die Kompetenz, komplexe Zusammenhänge auf ihre zentralen Grundstrukturen hin zu analysieren, machen die Studienabgänger für sehr unterschiedliche Berufsanforderungen attraktiv (etwa im weiten Feld der Wirtschaft, der Kommunikation, der Medien, der Politik etc.).

Weiterführendes Studienangebot an der LMU

nach oben

Voraussetzungen und Anforderungen

Fremdsprachenkenntnisse

Für Studierende im Hauptfach ist der Nachweis von lateinischen und altgriechischen Sprachkenntnissen bis zur Meldung zur Zwischenprüfung erforderlich: entweder durch entsprechende Schulabschlüsse oder durch den Besuch von zweisemestrigen Kursen zur ‚Einführung in die lateinische bzw. altgriechische Sprache und Kultur’ an der Abteilung für Klassische Philologie der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Unterrichtssprachen

Deutsch

Erwünschtes Profil

Hilfreich für das Studium der Klassischen Archäologie sind Flexibilität und Mobilität. Darunter fallen z.B. der Wechsel von Studienorten, Studienerfahrungen im Ausland oder die Teilnahme an Ausgrabungen.

Angebote zur Studienorientierung

  • Zur Studienorientierung veranstaltet die LMU jedes Jahr im Februar ihren großen "Tag der offenen Tür".
    www.lmu.de/tof
  • Jeweils zu Semesterbeginn werden von den jeweiligen Studiengängen und -fächern Einführungsveranstaltungen angeboten.
    www.uni-muenchen.de/studium/beratung/studienbeginn
  • Literatur Einführungen:
    • R. Bianchi Bandinelli, Klassische Archäologie. Eine kritische Einführung (1978)
    • M. Beard and J. Henderson, A very short introduction into classics (1995)
    • M. Shanks, Classical Archaeology of Greece. Experiences of the discipline (1996)
    • U. Sinn, Einführung in die Klassische Archäologie (2000)
    • T. Hölscher, Klassische Archäologie. Grundwissen (2002) Neuere Ansätze für Neugierige
  • Neuere Ansätze für Neugierige:
    • B. Fehr, Die Tyrannentöter - oder: Kann man der Demokratie eine Denkmal setzen? (1984)
    • L. Giuliani, Bildnis und Botschaft. Hermeneutische Untersuchungen zur Bildniskunst der röm. Republik (1986)
    • T. Hölscher, Römische Bildsprache als semantisches System (1987)
    • P. Zanker, Augustus und die Macht der Bilder (1987)
    • T. Hölscher, Die unheimliche Klassik der Griechen (1989)
    • P. Zanker, Die Maske des Sokrates. Das Bild des Intellektuellen in der antiken Kunst (1995)
    • R.M. Schneider „“Gegenbilder im römischen Kaiserporträt: Die neuen Gesichter Neros und Vespasians” in: M. Büchsel - P. Schmidt (Hg.), Das Porträt vor der Erfindung des Porträts (2002) S. 59-76.
    • L. Giuliani, Bild und Mythos. Geschichte der Bilderzählung in der griechischen Kunst (2003)
  • Bildbände:
    • A. Borbein (Hrsg.), Das alte Griechenland. Geschichte und Kultur der Hellenen (1995)
    • J. Martin (Hrsg.), Das alte Rom. Geschichte und Kultur des Imperium Romanum (1994)
nach oben

Ansprechpartner

Fachstudienberatung

Inhaltliche und spezifische Fragen des Studiums, Studienaufbau, Stundenplan, fachliche Schwerpunkte

Zentrale Studienberatung

Studienentscheidung, Studienwahl, Fächerangebot der LMU, Zulassung und Numerus Clausus, Fächerkombinationen, Studienorganisation, formale Fragen rund ums Studium

Ludwigstr 27/I, Zi. G 109 (Postanschrift: Geschwister-Scholl-Platz 1)
80539 München
Tel.: +49 (0) 89 / 2180-9000 (Mo-Do 09.00-16.00 Uhr, Fr 09.00-12.00 Uhr)
Fax: +49 (0) 89 / 2180-2967
Email-Kontakt: www.lmu.de/studienanfrage

Öffnungszeiten:
Mo bis Fr 9.00 - 12.00 Uhr
Di bis Do 13.00 - 16.00 Uhr

nach oben

Prüfungsamt

Prüfungsangelegenheiten, Prüfungsanmeldung, Semesteranrechnungsbescheide

Prüfungsamt für Geistes- und Sozialwissenschaften (PAGS)

Ludwig-Maximilians-Universität München
Prüfungsamt für Geistes- und Sozialwissenschaften
Geschwister-Scholl-Platz 1 / Zimmer C 026, D 020, D 201, D 203, D 205
80539 München
Internet und Ansprechpartner: www.lmu.de/pa/pags
Öffnungszeiten Räume C 026, D 020 und D 201: Mo - Mi von 9.00-12.00 Uhr; Do von 14.00-16.00 Uhr; Fr geschlossen
Öffnungszeiten Räume D 203 und D 205: Mo - Mi von 09.00-12.00 Uhr; Do von 14.00-16.00 Uhr; Fr geschlossen

Stand: 03.05.2013