Ludwig-Maximilians-Universität München
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Historische und Allgemeine Sprachwissenschaft (Bachelor)

Studiengang

Studiengang: Historische und Allgemeine Sprachwissenschaft (Bachelor)
Abschluss: Bachelor
Abschlussgrad: Bachelor of Arts (B.A.)
Fachtyp: Hauptfach
Studienform: Grundständiges Studium mit erstem berufsqualifizierenden Abschluss
Studienbeginn: Das Studium kann nur im Wintersemester begonnen werden.
Regelstudienzeit: 6 Fachsemester
Konsekutiver Master möglich: ja
Fakultät: Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften
Fächergruppe: Sprach- und Kulturwissenschaften
entspricht "Key Features" des ECTS: Der Studiengang entspricht den von der EU-Kommission definierten "Key Features" des ECTS.
Diploma Supplement: Nach erfolgreichem Abschluss des Studienganges wird ein Diploma Supplement ausgestellt.
Beiträge:

Die Universität erhebt für das Studentenwerk München den Grundbeitrag in Höhe von 62 Euro sowie den Solidarbeitrag Semesterticket in Höhe von 67,40 Euro.

Anmerkung: Zwei-Fach-Bachelorstudiengang mit 120 ECTS im Hauptfach und 60 ECTS im zu wählenden Nebenfach. Als Nebenfach wählbar ist: Antike und Orient, Deutsch als Fremdsprache (Achtung Voranmeldeverfahren), Evangelische Theologie, Geschichte (Achtung Studienorientierungsverfahren), Informatik (Achtung Studienorientierungsverfahren), Katholische Theologie, Kommunikationswissenschaft (Achtung örtliche Zulassungsbeschränkung), Kunst/Musik/Theater (Achtung örtliche Zulassungsbeschränkung), Orthodoxe Theologie, Philosophie (Achtung Voranmeldeverfahren), Rechtswissenschaften (Achtung örtliche Zulassungsbeschränkung), Sinologie, Skandinavistik, Sprache/Literatur/Kultur, Vergleichende Kultur- und Religionswissenschaft (Achtung örtliche Zulassungsbeschränkung) oder Volkswirtschaftslehre (Achtung örtliche Zulassungsbeschränkung).

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Bewerbung und Zulassung

Formale Studienvoraussetzung: Hochschulzugangsberechtigung
Zulassungsmodus
1. Semester:
Keine Zulassungsbeschränkung.
Zulassungsmodus
höheres Semester:
Keine Zulassungsbeschränkung
Pflichtkombination mit anderen Fächern: ja
Eignungs-
feststellungs-
verfahren:
Eine Eignungsprüfung ist nicht notwendig.
Link zum Fach: http://www.indogermanistik.uni-muenchen.de/studium/info_bachelor/index.html
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Beschreibung des Studienfachs

Im 2009 wurden die ehemaligen Magisterfächer Albanologie, Allgemeine Sprachwissenschaft und Indogermanistik wurden zu einem einzigen Bachelorfach "Allgemeine und Indogermanische Sprachwissenschaft" (AIS) fusioniert. Mit dem Ausstieg 2019 der Albanologie aus dem bisherigen Bachelorfach AIS wurde das Fach zu "Historische und Allgemeine Sprachwissenschaft" umbenannt und das Lehrangebot zur historischen und allgemeinen Sprachwissenschaft dementsprechend erweitert. Es können Schwerpunkte in der historischen, typologischen oder theoretischen Sprachwissenschaft gesetzt werden.

Informationen zu den beteiligten Fächern:

Gegenstand, Fragestellung und Lernziele

Das übergreifende Ziel der Sprachwissenschaft als Forschungsdisziplin besteht darin, die auffälligen und offenbar einzigartigen Eigenschaften der menschlichen Sprache besser zu verstehen und zu erklären. Ein solches Verständnis kann und soll gleichzeitig aus verschiedenen Perspektiven erfolgen: durch die Analyse der inneren Elemente und Strukturen einer Einzelsprache aus synchroner Sicht, durch formelle und funktionale Darstellungen von Sprachwandel über tiefere und flachere Diachronien, durch den Vergleich sprachübergreifender Strukturen, durch die Erforschung unbewusster und intuitiver Kenntnisse sprachlicher Strukturen durch psychologische Experimente, durch die quantitative Auswertung des Sprachgebrauchs auf der Basis von Korpora oder durch die instrumentelle Messung von Prozessen im Vokaltrakt oder im Gehirn während der Sprachproduktion und -perzeption.

Der Bachelorstudiengang „Historische und Allgemeine Sprachwissenschaft“ (120 ECTS-Punkte) beabsichtigt in diesem Rahmen eine umfangreiche Ausbildung in den Inhalten und Methoden der linguistischen Analyse und eine spezialisierte Ausbildung sowohl in der Analyse des Sprachwandels als auch im Bereich der Typologie. Als Inhalte dieser Ausbildung sollen Fähigkeiten und Fertigkeiten in folgenden Bereichen vermittelt werden: bei der Beschaffung und Recherche sprachlicher Daten und bei der Vermittlung von Forschungsergebnissen an ein breites oder akademisches Publikum.

Gegenstand des Studiengangs ist die Weitergabe von Grundkenntnissen auf der Ebene der Sprachanalyse bzw. -beschreibung (Phonetik und Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik, Pragmatik). Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Historischen Sprachwissenschaft und der Untersuchung der am frühesten bezeugten indogermanischen Sprachen (wie z.B. Sanskrit, Altgriechisch, Latein, altgermanische Sprachen). Dazu treten sprachtypologische Untersuchungen auf Basis der Vielfalt weltweit belegter Sprachen. Zu den Lernzielen am Ende des Studiums gehören der sichere Umgang mit den Fachtermini und Argumentationsweisen der Sprachwissenschaft sowie die Vertrautheit mit Gesetzmäßigkeiten und Erscheinungsformen des Sprachwandels, der Entwicklung von Sprachfamilien (insbesondere der Indogermanischen) und die Vertrautheit mit den Universalia und Besonderheiten sprachlicher Strukturen typologisch unterschiedlicher Sprachen.

Fragestellungen betreffen u. a. die Verlaufsformen und Gründe der Ausdifferenzierung von Sprachfamilien, die Ausprägung einzelsprachlicher Grammatiken, die Situierung von Sprachen im geographischen Kontext und die Typisierung von sprachlichen Systemen nach unterschiedlichen Parametern.

Fachübergreifende Ziele sind

  • Entwicklung analytischer Fähigkeiten im Umgang mit abstrakten strukturellen Einheiten;
  • Erlernen mehrerer menschlichen (natürlichen) Sprachen;
  • Kenntnis historischer und arealer Zusammenhänge zwischen den Sprachen und Kulturen der Welt;
  • Einblick in die Gesetzmäßigkeit und zugleich Kulturabhängigkeit von „social facts“;
  • Erwerb grundlegender Informationskompetenzen in Anwendung auf natürliche Sprachen;
  • Fähigkeit zum analytischen Umgang mit Texten auf semantischer, grammatischer und pragmatischer Ebene.

Studienaufbau / Module

Der Studiengang ist modular aufgebaut und interdiziplinär ausgerichtet. Er wird von drei Säulen getragen.

Fachübergreifende und linguistisches Grundwissen vermittelnde Sockelkurse zu den Gebieten Phonetik / Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik und Pragmatik / Soziolinguistik / Rhetorik; diese Sockelkurse werden gemeinsam von den BA-Fächern AIS, Finnougristik und Phonetik und Sprachverarbeitung bestritten und haben fachspezifische Zusatzveranstaltungen an ihrer Seite. Dazu kommen verpflichtende Einführungen in die Historische Sprachwissenschaft, Allgemeine Sprachwissenschaft und Indogermanistik.

Sprachausbildung; jedes Studienjahr steht ein großes Sprachangebot zur Verfügung, in dem die Studierenden zwischen vielen unterschiedlichen alten (z.B. Latein) und modernen Sprachen (z.B. Finnisch) aus vielen verschiedenen Sprachfamilien wählen können.

Wissenschaftlich vertiefende Veranstaltungen zu den in den Sprachkursen gelernten Sprachen oder zu übergreifenden Themen; z. B. zur historischen Sprachwissenschaft des Lateinischen, Altgriechischen, oder Indoiranischen; zu den Digital Humanities; zu den Sprachen der Welt im Überblick, zu Fragen der linguistischen Beschreibung oder der kognitiven Sprachwissenschaft; zu theoretischen Fragestellungen der Sprachwissenschaft.

Studierende können hinsichtlich der zu wählenden Sprachen, Sprachfamilien und Sprachareale sowie der wissenschaftlichen Fragestellung Schwerpunkte setzen und damit ihre Orientierung auf ein anschließendes spezialisierendes Masterstudium und ggf. weiter eine Promotion vorbereiten:

  1. typologischer Schwerpunkt: grammatische Strukturen in den Sprachen der Welt
  2. historischer Schwerpunkt: Auseinanderentwicklung natürlicher Sprachen (insbesondere der indogermanischen);

Empfohlener Studienverlauf

Legende: P=Pflichtmodul / -veranstaltung; WP=Wahlpflichtmodul / -veranstaltung; V=Vorlesung; Ü=Übung; T =Tutorium; TÜ=Tafelübung; PS=Proseminar

1. Fachsemester (= 1. Studienjahr, erste Hälfte)

P1 Grundlagen der Erforschung menschlicher Sprache (6 ECTS)

  • P1.1 Einführung in die Erforschung der menschlichen Sprache (TÜ, 2 ECTS, 1-2 SWS)
  • P1.2 Sockel Phonetik (V, 3 ECTS, 2 SWS)
  • P1.3 Informationskompetenz (T, 1 ECTS, 1 SWS)

P2 Grundlagen der historischen Sprachwissenschaft (6 ECTS)

  • P2.1 Einführung in die historische Sprachwissenschaft (TÜ, 3 ECTS, 2 SWS)
  • P2.2 Vertiefung Einführung in die historische Sprachwissenschaft (Ü, 3 ECTS, 2 SWS)

Aus den Wahlpflichtmodulen WP 1 bis WP 72, WP 77 bis 89, WP 94 bis 104, WP 108 bis 120 und WP 125 bis 137 sind insgesamt sechs Wahlpflichtmodule zu wählen. Dabei soll im 1., 2., 3., 4., 5. und 6. Fachsemester jeweils ein Wahlpflichtmodul gewählt werden.

  • WP 1, 36: Akkadisch
  • WP 2, 37, 77, 94: Albanisch
  • WP 3, 39, 79, 95: Arabisch
  • WP 4, 40, 80, 96: Bulgarisch
  • WP 5, 41: Klassisches Chinesisch
  • WP 6, 42, 81, 97: Estnisch
  • WP 7, 43, 82, 98: Finnisch
  • WP 8, 44: Altgriechisch
  • WP 9, 45, 83, 99: Neugriechisch
  • WP 10, 46, 84, 100: Hebräisch
  • WP 11, 47: Hethitisch
  • WP 12, 48, 85, 101: Altindische Sprachen (z.B. Sanskrit)
  • WP 13, 49, 86, 102: Moderne indische Sprachen (z.B. Kannada, Hindi-Urdu, Telegu)
  • WP 14, 50, 87, 103: Isländisch
  • WP 15, 51: Katalanisch
  • WP 16, 53, 89, 104: Latein
  • WP 17, 54: Mittelägyptisch
  • WP 18, 55, 108, 125: Persisch
  • WP 19, 56, 109, 126: Polnisch
  • WP 20, 57, 110, 127: Portugiesisch
  • WP 21, 58, 111, 128: Rumänisch
  • WP 22, 59, 112, 129: Russisch
  • WP 23, 60, 113, 130: Serbisch-Kroatisch
  • WP 24, 61, 114, 131: Slovakisch
  • WP 25, 62, 115, 132: Slovenisch
  • WP 26, 63: Sumerisch
  • WP 27, 64, 116, 133: Tschechisch
  • WP 28, 65, 117, 134: Türkisch
  • WP 29, 66, 118, 135: Ukrainisch
  • WP 30, 67, 119, 136: Ungarisch
  • WP 31, 68: Usbekisch
  • WP 32, 69: Indigene Sprachen der Amerikas (z.B. Quechua, Nahuatl)
  • WP 33, 70: Romanische Regional- und Minderheitensprachen (z.B. Galizisch)
  • WP 34, 71: Weitere uralische Sprachen (z.B. Chantisch, Mansisch)
  • WP 35, 72, 120, 137: Zentralasiatische Sprachen (z.B. Mongolisch, Mandschurisch)
  • WP 38, 78: Altnordisch
  • WP 52, 88: Koptisch

2. Fachsemester (= 1. Studienjahr, zweite Hälfte)

P3 Grundlagen der indogermanischen Sprachwissenschaft (6 ECTS)

  • P3.1 Grundfragen und Methoden der Indogermanistik (TÜ, 3 ECTS, 3 SWS)
  • P3.2 Vertiefung Grundfragen und Methoden der Indogermanistik (Ü, 3 ECTS, 2 SWS)

P4 Grundlagen der allgemeinen und typologischen Sprachwissenschaft (6 ECTS)

  • P4.1 Sockel Grundzüge der Sprachwissenschaft (V, 3 ECTS, 2 SWS)
  • P4.2 Vertiefung Grundzüge der Sprachwissenschaft (TÜ, 3 ECTS, 2 SWS)

3. Fachsemester (= 2. Studienjahr, erste Hälfte)

P5 Morphologie (6 ECTS)

  • P4.1 Sockel Morphologie (V, 3 ECTS, 2 SWS)
  • P4.2 Vertiefung Morphologie (TÜ, 3 ECTS, 2 SWS)

Aus den Wahlpflichtmodulen WP 73 bis 76 sind Wahlpflichtmodule im Umfang von 6 ECTS-Punkten zu wählen:

  • WP 73 Historische Sprachwissenschaft indogermanischer Einzelsprachen I
    WP 73.1 Historische Sprachwissenschaft des Lateinischen (PS, 3 ECTS, 2 SWS)
  • WP 74 Historische Sprachwissenschaft indogermanischer Einzelsprachen II
    WP74.1 Historische Sprachwissenschaft westindogermanisch (PS, 3 ECTS, 2 SWS)
  • WP 75 Themen der Sprachtypologie I
    WP74.1 Die Sprachen der Welt (PS, 6 ECTS, 2 SWS)
  • WP 76 Grundlagen der Digital Humanities
    WP76.1 Einführung in die Themen und Forschungsfelder der Digital Humnities (V,4 ECTS, 2 SWS)
    WP76.2 Digital Humanities mit sprachwissenschaftlichem Schwerpunkt (Ü, 2 ECTS, 1 SWS)

4. Fachsemester (= 2. Studienjahr, zweite Hälfte)

P6 Syntax (6 ECTS)

  • P6.1 Sockel Syntax (V, 3 ECTS, 2 SWS)
  • P6.2 Vertiefung Syntax (PS, 3 ECTS, 2 SWS)

Aus den Wahlpflichtmodulen WP 90 bis 93 sind Wahlpflichtmodule im Umfang von 6 ECTS-Punkten zu wählen:

  • WP 90 Historische Sprachwissenschaft indogermanischer Einzelsprachen III
    WP 90.1 Historische Sprachwissenschaft des Griechischen (PS, 3 ECTS, 2 SWS)
  • WP 91 Themen der historischen Sprachwissenschaft I
    WP 91.1 Historische Sprachwissenschaft Indogermanisch 1 (PS, 3 ECTS, 2 SWS)
  • WP 92 Themen der Sprachtypologie II
    WP 92.1 Linguistische Beschreibung (PS, 6 ECTS, 2 SWS)
  • WP 93 Spezifische Fragen der Sprachwissenschaft
    WP 93.1 Vorlesung Spezifische Fragen der Sprachwissenschaft (V, 3 ECTS, 2 SWS)
    WP 93.2 Vertiefung Spezifische Fragen der Sprachwissenschaft (Ü, 3 ECTS, 2 SWS)

5. Fachsemester (= 3. Studienjahr, erste Hälfte)

P 7 Semantik (6 ECTS)

  • P 7.1 Sockel Semantik(V, 3 ECTS, 2 SWS)
  • P 7.2 Vertiefung Semantik (P, 3 ECTS, 1 SWS)

Aus den Wahlpflichtmodulen WP 105 bis 107 sind zwei Wahlpflichtmodule zu wählen:

  • WP 105 Historische Sprachwissenschaft indogermanischer Einzelsprachen IIV
    WP 105.1 Historische Sprachwissenschaft des Indoiranische (PS, 3 ECTS, 2 SWS)
  • WP 106 Empirische Sprachwissenschaft I
    WP 106.1 Sprachtypologie und Kognition 1 (PS, 3 ECTS, 2 SWS)
  • WP 107 Themen der Sprachtypologie III
    WP 107.1 Exemplarische sprachtypologischische Untersuchungen (PS, 3 ECTS, 2 SWS)

6. Fachsemester (= 3. Studienjahr, zweite Hälfte)

P 8 Sprache im sozialen Kontext (6 ECTS)

  • P 8.1 Sockel Pragmatik, Soziolinguistik, Rhetorik (V, 3 ECTS, 2 SWS)
  • P 8.2 Vertiefung Pragmatik, Soziolinguistik, Rhetorik (Ü, 3 ECTS, 1 SWS)

P 9 Abschlussmodul (12 ECTS)

  • P 9.1 Bachelorarbeit (10 ECTS)
  • P 9.2 Disputation (2 ECTS)

Aus den Wahlpflichtmodulen WP 121 bis 124 sind Wahlpflichtmodule im Umfang von 6 ECTS Punkten zu wählen:

  • WP 121 Empirisch Sprachwissenschaft II (3 ECTS)
    WP 121.1 Sprachtypologie und Kognition 2 (PS, 3 ECTS, 2 SWS)
  • WP 122 Themen der historischen Sprachwissenschaft II (3 ECTS)
    WP 122.1 Historisische Sprachwissenschaft Indogermanisch 2 (PS, 3 ECTS, 2 SWS)
  • WP 123 Praxismodul (6 ECTS)
    WP 123.1 Berufspraktikum (6 ECTS, 2 SWS)
  • WP 124 Forschungsbereiche der Sprachwissenschaft (6 ECTS)
    WP 124.1 Abschlussübung Linguistik (Ü, 6 ECTS, 2 SWS)

Nebenfächer

Zu dem Bachelor-Hauptfach (120 ECTS-Punkte) muss ein Nebenfach (60 ECTS-Punkte) gewählt werden. Als Nebenfach wählbar ist:

*Bitte beachten Sie, dass bei diesen Nebenfächern keine zeitliche Überschneidungsfreiheit zum Hauptfachstudium garantiert wird! Bitte suchen Sie vor Wahl dieser Nebenfächer die Fachstudienberatung auf!

Tätigkeits- und Berufsfelder

Der BA "Historische und Allgemeine Sprachwissenschaft" ist ein stärker forschungsorientierter Studiengang. Primäres Studienziel ist die wissenschaftliche Qualifikation für einen auf dem Bachelor aufbauenden, forschungsorientierten Masterstudiengang. So soll ein wissenschaftlicher Nachwuchs herangebildet werden, der für die Übernahme zukünftiger Forschungs- und Lehrtätigkeit innerhalb der Sprachwissenschaft geeignet ist.

Absolventinnen anschließender linguistischer Masterstudiengänge haben in den vergangenen Jahren erfolgreich verschiedene Stellen in Wissenschaft und Forschung (z.B. Doktorandenstipendien im In- und Ausland, Assistentenstellen und wissenschaftliche Mitarbeiterstellen in Drittmittelprojekten) besetzen können. Alternativ dazu sind AbsolventInnen des BA HiAS zum Studium verschiedener nicht-sprachwissenschaftlicher Masterstudiengänge qualifiziert.

Als mögliche Berufsfelder für Absolventen des Faches außerhalb der Forschung sind beispielsweise die IT-Branche und digitale Sprachverarbeitung, Werbeagenturen, sowie Bibliotheks-, Presse- und Verlagswesen zu nennen. Die genauen Berufsperspektiven sind dabei stark von der Wahl des Masterstudiengangs abhängig. Im Falle einer schwerpunktmäßigen Beschäftigung mit Sprachen, die als Nationalsprachen bestimmter Staaten fungieren (z.B. Albanisch), können darüber hinaus Tätigkeiten im Bereich des Diplomatischen Dienstes, der Wirtschaft (Handel und Industrie) sowie bei internationalen Organisationen ins Auge gefasst werden. Selbst unabhängig von solcher arealer oder kultureller Schwerpunktsetzung im Studium ist ein Übergang in solche fachfremde Berufsfelder nach den Erfahrungen des letzten Jahrzehnts immer wieder relativ leicht erfolgt.

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Voraussetzungen und Anforderungen

Unterrichtssprachen

Deutsch; in Einzelfällen kann die Unterrichtssprache Englisch sein.

Erwünschtes Profil

Studienbewerberinnen und -bewerber sollen sich gerade in einem stärker forschungsorientierten Fach von vornherein darüber im klaren sein, dass der Studiengang ungeachtet seines curricularen Aufbaus besonders hohe Anforderungen an die Lern- und Arbeitsbereitschaft sowie an die Selbständigkeit und Eigenverantwortung der Studierenden stellt. Erwartet wird von den Studierenden die Bereitschaft, sich mit großen Datenmengen auseinanderzusetzen, sich in auch schwierigere wissenschaftliche Literatur einzuarbeiten und Mut zu eigenständigen Lösungsansätzen zu entwickeln. Spezielle Sprachvorkenntnisse werden nicht verlangt, sind aber natürlich willkommen.

Angebote zur Studienorientierung

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Ansprechpartner

Adresse des Fachs

Sprechstunden, Aushänge, Änderungen des Lehrangebots

Ludwig-Maximilians-Universität München
Lehrstuhl für Historische und Indogermanische Sprachwissenschaft
Schellingstraße 33, Rückgebäude, 3. Etage
80799 München

Fachstudienberatung

Inhaltliche und spezifische Fragen des Studiums, Studienaufbau, Stundenplan, fachliche Schwerpunkte

Dr. Ryan P. Sandell
Lehrstuhl für Historische und Indogermanische Sprachwissenschaft
Schellingstraße 33, RG, Raum 3012
Sprechstunde: www.indogermanistik.uni-muenchen.de/personen/wiss_mitarbeiter/sandell

Zentrale Studienberatung

Studienentscheidung, Studienwahl, Fächerangebot der LMU, Zulassung und Numerus Clausus, Fächerkombinationen, Studienorganisation, formale Fragen rund ums Studium

Ludwigstr 27/I, Zi. G 109 (Postanschrift: Geschwister-Scholl-Platz 1)
80539 München
Tel.: +49 (0) 89 / 2180-9000 (Mo-Do 09.00-16.00 Uhr, Fr 09.00-12.00 Uhr)
Fax: +49 (0) 89 / 2180-2967
Email-Kontakt: www.lmu.de/studienanfrage

Öffnungszeiten:
Mo bis Fr 9.00 - 12.00 Uhr
Di bis Do 13.00 - 16.00 Uhr

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Prüfungsamt

Prüfungsangelegenheiten, Prüfungsanmeldung, Semesteranrechnungsbescheide

Prüfungsamt für Geistes- und Sozialwissenschaften (PAGS)

Ludwig-Maximilians-Universität München
Prüfungsamt für Geistes- und Sozialwissenschaften
Geschwister-Scholl-Platz 1 / Zimmer C 026, D 020, D 201, D 203, D 205
80539 München
Internet und Ansprechpartner: www.lmu.de/pa/pags
Öffnungszeiten Räume C 026, D 020 und D 201: Mo - Mi von 9.00-12.00 Uhr; Do von 14.00-16.00 Uhr; Fr geschlossen
Öffnungszeiten Räume D 203 und D 205: Mo - Mi von 09.00-12.00 Uhr; Do von 14.00-16.00 Uhr; Fr geschlossen

Stand: 09.09.2019