Ludwig-Maximilians-Universität München
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Ägyptologie (Magister Artium / Nebenfach)

Kein Studienbeginn mehr möglich.

Wurde zum WS 2009/10 eingestellt und durch ein Bachelor-Nebenfach Antike und Orient 60 ECTS ersetzt (Information siehe dort).

Studiengang

Studiengang: Ägyptologie (Magister Artium / Nebenfach)
Abschluss: Magister Artium
Abschlussgrad: M.A.
Fachtyp: Nebenfach
Studienform: Grundständiges Studium in Verbindung mit einem Hauptfach aus dem Magisterstudiengang und einem weiteren Nebenfach.
Studienbeginn: Das Studium kann im Winter- und Sommersemester begonnen werden.
Fakultät: Fakultät für Kulturwissenschaften
Fächergruppe: Sprach- und Kulturwissenschaften
Beiträge:

Die Universität erhebt für das Studentenwerk München den Grundbeitrag in Höhe von 62 Euro sowie den Solidarbeitrag Semesterticket in Höhe von 67,40 Euro.

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Bewerbung und Zulassung

Formale Studienvoraussetzung: Hochschulzugangsberechtigung
Zulassungsmodus
1. Semester:
Keine Zulassung von Studienanfängern
Zulassungsmodus
höheres Semester:
Keine Zulassung höherer Fachsemester
Eignungs-
feststellungs-
verfahren:
Eine Eignungsprüfung ist nicht notwendig.
Link zum Fach: http://www.aegyptologie.lmu.de
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Beschreibung des Studienfachs

Gegenstand des Faches Ägyptologie sind sämtliche Äußerungen und Aspekte der altägyptischen Hochkultur. Es umfasst die Zeitspanne vom Zusammenwachsen der verschiedenen neolithischen Kulturen des nördlichen Niltales zu einem einheitlichen Staatswesen im 4. Jh. v. Chr. bis in die christlich-koptische Epoche hinein. Mit der Zeit nach der arabischen Eroberung Ägyptens (640/41 n.Chr.) beschäftigen sich dagegen die Orientalistik und die Semitistik. Den geographischen Rahmen des Faches Ägyptologie bildet das Gebiet der heutigen arabischen Republik Ägypten, sowie der nördliche Teil der Republik Sudan.

Die wichtigsten Teilaspekte der Ägyptologie lassen sich folgendermaßen charakterisieren:

  • Philologie: Voraussetzung für eine eingehende Beschäftigung mit der altägyptischen Hochkultur ist das Erlernen des Ägyptischen in seinen verschiedenen Sprachstufen vom Alt-, Mittel- und Neuägyptischen, des Demotischen und Koptischen, sowie der zugehörigen Schriftformen (hieroglyphisch, hieratisch, demotisch, koptisch). Demotisch wird nicht an allen Universitäten gelehrt (so im Moment auch nicht in München, dagegen aber beispielsweise in Würzburg) und beginnt zunehmend sich als eigener Teilbereich innerhalb der Ägyptologie zu etablieren. Das Koptische ist die letzte Sprachstufe des Ägyptischen und wird mit dem griechischen Alphabet geschrieben und einigen demotischen Zusatzzeichen. Für die Erforschung der älteren Sprachstufen spielt es eine wichtige Rolle und es ist daher in München ein integraler Bestandteil des Studiums. Zu der eigentlichen Sprachwissenschaft tritt die möglichst breit angelegte Kenntnis des umfangreichen ägyptischen Textmaterials, sowie die Beschäftigung mit den unterschiedlichen literarischen Gattungen.
  • Kunstgeschichte, d.h. Malerei, Relief, Rundplastik und Kleinkunst aus etwa vier Jahrtausenden ägyptischer Hochkultur. Grundlage einer Beschäftigung mit ägyptischer Kunstgeschichte ist eine gute Kenntnis der Denkmäler vor Ort und in den Museen. Stilistische, ikonographische und ikonologische Arbeitstechniken werden dabei in modifizierter Weise von kunsthistorischen und klassisch-archäologischen Methoden übernommen. Neben der Sprache ist die altägyptische Kunst einer der wichtigsten Informationsträger und somit integraler Bestandteil der ägyptischen Kulturgeschichte.
  • Archäologie, d.h. die Erforschung der gesamten materiellen Hinterlassenschaft Altägyptens. Ein Aspekt, neben vielen anderen, ist dabei die Ausgrabungstätigkeit in Ägypten und im Sudan, an der Deutschland traditionell maßgeblich mitwirkt. Ausgrabungstechniken werden jedoch innerhalb der Ägyptologie nicht vermittelt, da diese in Deutschland Bestandteil des Faches Vor- und Frühgeschichte sind, bzw. werden in Form von Praktika bei Lehrgrabungen in Deutschland erworben.
  • Politische Geschichte, d.h. die geschichtliche Entwicklung des altägyptischen Staatswesens, mit der Kenntnis der historischen Fakten und Zusammenhänge.
  • Religionswissenschaft, d.h. die Erforschung der altägyptischen Religion in ihrer Genese über fast vier Jahrtausende und damit die Erfassung der ideellen Hinterlassenschaft Altägyptens.
  • Wirtschafts- und Sozialgeschichte, d.h. die Erfassung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Strukturen Altägyptens.

Alle diese Teilaspekte stehen in engster Beziehung zueinander und sind voneinander abhängig, demzufolge soll das Studium der Ägyptologie zunächst eine möglichst breite Grundlage vermitteln, auf die frühestens zum Magister oder zur Promotion eine Spezialisierung sinnvoll aufbauen kann. An den meisten deutschen Universitäten wird großer Wert auf die philologische Ausbildung gelegt, in München zudem traditionell auf die ägyptische Kunstgeschichte und Archäologie.

Aufgrund der Wechselwirkung zwischen der altägyptischen Kultur und ihren afrikanischen und asiatischen Nachbarkulturen ergeben sich z.T. sehr enge Beziehungen der Ägyptologie zur Meroitistik, Afrikanistik, Vorderasiatischen Archäologie, Assyriologie, Hethitologie und Semitistik. Zudem sind u.a. Berührungspunkte vorhanden mit der Klassischen Archäologie und der Alten Geschichte"

Studienaufbau / Module

Ziele, Inhalte und Verlauf des Studiums sind in der Studienordnung, die Prüfungsanforderungen und das Prüfungsverfahren in der Zwischenprüfungs- bzw. Magister-Prüfungsordnung geregelt.

Nebenfächer

Das Magisterstudium umfasst ein Haupt- und zwei Nebenfächer. Liste wählbarer Haupt- und Nebenfächer im Magisterstudium: www.lmu.de/studienangebot/magister

Tätigkeits- und Berufsfelder

Ein klar definierbares Berufsfeld gibt es für Magister-Absolventen nicht. Denn Sie erwerben mit dem Magisterabschluss in erster Linie eine wissenschaftliche Qualifikation, die – außer für Lehr- und Forschungstätigkeiten an der Universität – meist nicht direkt berufsbezogen ist. Im engeren Bereich Ihres Faches wird es in aller Regel nur wenige Arbeitsstellen geben. Dagegen gibt es ein breites unspezifisches Berufsfeld, für das zwar ein abgeschlossenes Hochschulstudium notwendig, jedoch keine spezielle Fachrichtung vorgeschrieben ist. In vielen Arbeitsfeldern tritt die fachlich-wissenschaftliche Qualifikation in den Hintergrund gegenüber so genannten Schlüsselqualifikationen, wie analytisches Denken, geistige Flexibilität, Organisationstalent, schnelles und selbständiges Einarbeiten in neue Arbeitsfelder, sozialer Kompetenz etc., die im Laufe des Studiums innerhalb, aber auch außerhalb der Universität erworben werden können. Sinnvolle berufsbezogene Ergänzungen können auch Praktika in Firmen und Betrieben und Zusatzqualifikationen sein, sofern diese nicht zu sehr vom Studium ablenken.

Weiterführendes Studienangebot an der LMU

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Voraussetzungen und Anforderungen

Unterrichtssprachen

Deutsch

Erwünschtes Profil

Infolge des weitgehenden Fehlens von sogenanntem Lehrbuchwissen wird der/die Studierende schon sehr früh (z.B. bei der Abfassung von Referaten) zu eigener Forschungstätigkeit geführt. Dies erfordert vom Beginn des Studiums an die Fähigkeit und den Willen zu eigenständigem Arbeiten. Da in den Lehrveranstaltungen immer nur Teilaspekte eines bestimmten Gebietes oder einer Fragestellung behandelt werden können ist der/die Studierende gezwungen, sich einen großen Teil des Wissens selbst anzueignen. Hierzu sind ein hohes Maß an Engagement, Leistungsbereitschaft und Durchhaltevermögen gefragt. Das Münchener Institut gibt durch seine ausgezeichnete Bibliothek und eine große Dia- und Photosammlung dem/der Studierenden ideale Hilfsmittel an die Hand. Da ein großer Teil der ägyptologischen Fachliteratur ausschließlich in Englisch oder Französisch vorliegt, ist die Beherrschung dieser beiden Sprachen für ein Studium der Ägyptologie unbedingt erforderlich. Weitere Sprachkenntnisse (z.B. Italienisch und Spanisch) sind von Vorteil. Da jegliche längere Beschäftigung in Ägypten zwangsweise Grundkenntnisse in Arabisch voraussetzt, sollten diese möglichst bald erworben werden.

Angebote zur Studienorientierung

  • Zur Studienorientierung veranstaltet die LMU jedes Jahr im Februar ihren großen "Tag der offenen Tür". 
    www.lmu.de/tof
  • Jeweils zu Semesterbeginn werden von den jeweiligen Studiengängen- und fächern Einführungsveranstaltungen angeboten.
    www.lmu.de/studienbeginn
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Ansprechpartner

Adresse des Fachs

Sprechstunden, Aushänge, Änderungen des Lehrangebots

Ludwig-Maximilians-Universität München
Institut für Ägyptologie
Katharina-von-Bora-Straße (ehem. Meiserstr.) 10
80333 München
Internet: www.aegyptologie.lmu.de

Fachstudienberatung

Inhaltliche und spezifische Fragen des Studiums, Studienaufbau, Stundenplan, fachliche Schwerpunkte

Ansprechpartner der Fachstudienberatung Ägyptologie:
www.aegyptologie.uni-muenchen.de/studium_lehre/beratung

Studienbüro der Fakultät für Kulturwissenschaften:
www.kulturwissenschaften.uni-muenchen.de/studium/studienbuero

Zentrale Studienberatung

Studienentscheidung, Studienwahl, Fächerangebot der LMU, Zulassung und Numerus Clausus, Fächerkombinationen, Studienorganisation, formale Fragen rund ums Studium

Ludwigstr 27/I, Zi. G 109 (Postanschrift: Geschwister-Scholl-Platz 1)
80539 München
Tel.: +49 (0) 89 / 2180-9000 (Mo-Do 09.00-16.00 Uhr, Fr 09.00-12.00 Uhr)
Fax: +49 (0) 89 / 2180-2967
Email-Kontakt: www.lmu.de/studienanfrage

Öffnungszeiten:
Mo bis Fr 9.00 - 12.00 Uhr
Di bis Do 13.00 - 16.00 Uhr

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Prüfungsamt

Prüfungsangelegenheiten, Prüfungsanmeldung, Semesteranrechnungsbescheide

Prüfungsamt für Geistes- und Sozialwissenschaften (PAGS)

Ludwig-Maximilians-Universität München
Prüfungsamt für Geistes- und Sozialwissenschaften
Geschwister-Scholl-Platz 1 / Zimmer C 026, D 020, D 201, D 203, D 205
80539 München
Internet und Ansprechpartner: www.lmu.de/pa/pags
Öffnungszeiten Räume C 026, D 020 und D 201: Mo - Mi von 9.00-12.00 Uhr; Do von 14.00-16.00 Uhr; Fr geschlossen
Öffnungszeiten Räume D 203 und D 205: Mo - Mi von 09.00-12.00 Uhr; Do von 14.00-16.00 Uhr; Fr geschlossen

Stand: 02.05.2013