Ludwig-Maximilians-Universität München
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Campustag an der LMU

Schritt für Schritt zur Entscheidung

München, 11.02.2020

Das erste Mal an der Uni sein. Aufregend. So geht es auch Julia. Sie steht mitten im Gewusel des Campustags im Lichthof der LMU. Sie umklammert ihren Notizblock und schafft es dennoch, ganz ruhig auszusehen. Sie ist gut vorbereitet. „Ich bin heute Morgen ganz früh mit zwei Freundinnen aus Österreich hergekommen, heute Abend fahren wir wieder nach Hause.“ Die beiden anderen sind schon ausgeschwärmt, Julia hat ihr Ziel bereits gefunden: den Beratungsstand des Lehrstuhls für den Nahen und Mittleren Osten.

Professor Tim Liedl beim Experimentieren in der Physik-Vorlesung. Alle Bilder: Philipp Thalhammer.

„Ich möchte den Studiengang mit dem vergleichen, der in meiner Heimat angeboten wird“, sagt sie und blickt auf ihre Notizen. Sie bleibt lange vor dem Stand stehen, bis die Flut an Neugierigen langsam abebbt und sie sich voran tastet. Schritt. Für Schritt. Für Schritt. „Der Nahe Osten begeistert mich und es wäre mein Traum, diesen Studiengang zu studieren“, sagt sie und geht noch einen Schritt voran. Und endlich wird einer der Berater auf sie aufmerksam und spricht sie an. Innerhalb kürzester Zeit sind die Beiden in ein Gespräch vertieft. Julia schreibt eifrig mit.

„Endlich richtige Experimente live erleben"

Während sie sich angeregt unterhält und Fragen stellt, beginnt im großen Physiksaal eine Schnupper-Vorlesung. Formeln und Zeichnungen werden in Sekundenschnelle an die Leinwand projiziert, der Dozent stellt Fragen und zeigt Versuche mit Magneten. Leon füllt Seite um Seite seines Notizblockes, denkt nach, tippt die Antworten in die Umfrage-Maske der Vorlesung. „Ich kenne die meisten Experimente bereits, das war jetzt keine sehr schwere Vorlesung“, lacht er. „Trotzdem ist es richtig cool, jetzt hier in einem Vorlesungssaal zu sitzen und richtige Experimente gezeigt zu bekommen. Das ist natürlich viel besser als die Videos, die ich mir sonst immer ansehen muss.“ Anhand der einen Vorlesung möchte er sich noch nicht entscheiden, deshalb hat er es auch sehr eilig: „Es gibt hier jetzt gleich noch eine Veranstaltung der Physik und dann möchte ich unbedingt noch zu einem Beratungstermin gehen.“ Der Schüler vor ihm ist noch nicht so entschlossen wie Leon. Er krizelt auf seinem Block, schreibt „Physik studieren?“, streicht es durch, beginnt von vorne. Die Wahl des richtigen Studiengangs kann nervenzehrend sein.

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Nicht so für Julia. Knapp eine halbe Stunde hat sie sich mit dem Berater unterhalten können, jetzt fühlt sie sich schon viel entspannter. „Das Gespräch hat sehr gut getan“, strahlt sie und schließt sich den wuselnden Schülerinnen und Schülern an: „Ich muss jetzt unbedingt meine Freundinnen finden, es gibt viel zu erzählen!“ Schon ist sie wieder in der Menge verschwunden.

Zwischendrin immer mal wieder Eltern, wie die von Leonhard. Sie sind mit Plänen und Flyern überladen. „Wir begleiten unseren Sohn Leonhard hierher. Und ehrlich gesagt ist es komplett bescheuert, dass die Schüler hierher kommen müssen. Die haben doch noch gar keine Ahnung, was sie mal machen wollen.“ Leonhard unterbricht sie, er kommt gerade freudestrahlend von einem der Stände wieder. „Ist doch super spannend, ich schaue mir jetzt Geografie an, wir müssen los!“ Das die meisten nicht wissen, was sie hier verloren haben, kann die Studentin Julia Pohl nicht bestätigen. Sie studiert Chemie auf Lehramt und steht zwischen Rollplakaten und Infotischen, zwei Reagenzgläser vor ihr leuchten erst grün, dann rosa. „Trockeneis“, schmunzelt die Studentin. „Das ist ein richtiger Magnet für die Neugierigen und senkt die Hemmschwelle. Viele trauen sich dann eher, ihre Fragen zu stellen.“ Stimmt. Denn innerhalb von wenigen Minuten bildet sich eine Traube an jungen Menschen um ihren Tisch. „Viele haben vor allem inhaltliche Fragen, möchten die Kombinationsmöglichkeiten und Herausforderungen kennenlernen.“

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Zwischendrin immer mal wieder Eltern, wie die von Leonhard. Sie sind mit Plänen und Flyern überladen. „Wir begleiten unseren Sohn Leonhard hierher. Und ehrlich gesagt ist es komplett bescheuert, dass die Schüler hierher kommen müssen. Die haben doch noch gar keine Ahnung, was sie mal machen wollen.“ Leonhard unterbricht sie, er kommt gerade freudestrahlend von einem der Stände wieder. „Ist doch super spannend, ich schaue mir jetzt Geografie an, wir müssen los!“ Das die meisten nicht wissen, was sie hier verloren haben, kann die Studentin Julia Pohl nicht bestätigen. Sie studiert Chemie auf Lehramt und steht zwischen Rollplakaten und Infotischen, zwei Reagenzgläser vor ihr leuchten erst grün, dann rosa. „Trockeneis“, schmunzelt die Studentin. „Das ist ein richtiger Magnet für die Neugierigen und senkt die Hemmschwelle. Viele trauen sich dann eher, ihre Fragen zu stellen.“ Stimmt. Denn innerhalb von wenigen Minuten bildet sich eine Traube an jungen Menschen um ihren Tisch. „Viele haben vor allem inhaltliche Fragen, möchten die Kombinationsmöglichkeiten und Herausforderungen kennenlernen.“

Über die Flure hinweg unterhalten sich die Schülerinnen und Schüler mit den Dozenten und Studierenden – ein Frage-Antwort-Spiel. Schließt man die Augen, hört man nur ein riesiges Stimmengemurmel mit sehr ähnlichen Fragen. Und Antworten, die in Notizbüchern landen. Und Gesichtern, die erst unsicher drein schauen und nach den Gesprächen zumeist strahlen. Die meisten scheinen ihrer Entscheidung einen Schritt näher zu sein.