Ludwig-Maximilians-Universität München
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Studierendenwettbewerb

Viral oder bakteriell? Neuer Test bei Infektionen

München, 16.11.2017

Zunehmende Antibiotika-Resistenzen sind ein Problem. Um unnötige Antibiotikagaben zu vermeiden, entwickelten Münchner Studierende ein Testsystem, das effizient zwischen bakteriellen und viralen Infektionen unterschieden kann. Dafür gab es den zweiten Platz beim internationalen iGEM-Wettbewerb.

Das Arbeiten in der Sonne hat sich für Biologie-Student Benedikt und seine Kommilitonen gelohnt

CascAID – so ist der Name des neuen Systems, mit dem schnell und effizient getestet wird, ob eine Antibiotikagabe notwendig ist oder nicht. Dafür hat sich das Münchner Team des diesjährigen iGEM-Wettbewerbs das erst vor kurzem entdeckte Protein Cas13a zunutze gemacht: Anders als verwandte Proteine weist Cas13a die einzigartige Fähigkeit auf, RNA-Bereiche hochspezifisch zu binden und zu spalten. Und nur weil es das kann, konnte das iGEM-Team das Testsystem CascAID entwicklen. Wie genau dieses funktioniert, haben die Studentinnen und Studenten auf einer Projekt-Webseite zusammengefasst.

Der iGEM-Wettbewerb ist ein internationaler Wettbewerb auf dem Gebiet der synthetischen Biologie. Zum zweiten Mal bildeten in diesem Jahr Studierende der LMU und der TUM ein gemeinsames, interdisziplinäres Team aus Molekularbiologen, Biotechnologen, Biophysikern und Bioinformatikern. Die Arbeiten wurden im Labor von Professor Friedrich Simmel der TU München in Garching durchgeführt. Den Anstoß für das gemeinsame Projekt gab das Graduiertenkolleg „Molecular Principles of Synthetic Biology“, dessen Sprecherin Professor Kirsten Jung ist. Insgesamt nahmen über 300 Teams an dem Wettbewerb teil.