Ludwig-Maximilians-Universität München
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Informationen zum Nachteilsausgleich

Was ist ein Nachteilsausgleich?

Behinderungen oder chronische Erkrankungen können zu Studienerschwernissen führen, die einen Nachteilsausgleich notwendig machen. Darunter versteht man Verfahren, die dem durch eine Beeinträchtigung entstehenden individuellen Nachteil im Studium entgegenwirken. Auf diese Weise soll der Nachteilsausgleich eine gleichberechtigte Teilhabe am universitären Alltag - insbesondere bei Prüfungsleistungen - ermöglichen.

Welcher Nachteilsausgleich bei einem konkreten Erkrankungsbild oder einer konkreten Behinderung sinnvoll ist, kann  mit dem Prüfungsausschuss oder den Mitarbeitern des Prüfungsamtes besprochen werden. Bei Unklarheiten besteht zudem die Möglichkeit eines individuellen Beratungsgesprächs mit den Mitarbeitenden der Beratungsstelle oder dem Beauftragten für Studierende mit Behinderung und chronischer Erkrankung bzw. seiner Stellvertreterin wahrzunehmen. Dabei gilt es, die individuellen Möglichkeiten des oder der Studierenden so mit den Ansprüchen eines Faches in Einklang zu bringen, dass eine für die betroffene Person nachhaltige Lösung gefunden werden kann. Ein Vorteil gegenüber nicht behinderten und nicht chronisch kranken Studierenden darf dadurch jedoch nicht entstehen. Wurde ein Nachteilsausgleich bewilligt, so wirkt sich dieser nicht auf die Bewertung der Prüfungsleistung aus und wird auch nicht in Notennachweise oder Zeugnisse aufgenommen.

Wer kann einen Nachteilsausgleich in Anspruch nehmen?

Ein Nachteilsausgleich bezieht sich auf dauerhafte Behinderungen und chronische Erkrankungen. Für vorübergehende Beeinträchtigungen (z. B. eine gebrochene Hand) kann kein Nachteilsausgleich bewilligt werden; hier empfiehlt es sich, mit dem zuständigen Prüfungsamt Kontakt aufzunehmen und gegebenenfalls eine Krankmeldung für die betroffenen Prüfungen einzureichen und/oder eine Wiederholungsprüfung in Anspruch zu nehmen.

In den Prüfungs- und Studienordnungen der LMU München ist der Anspruch auf einen Nachteilsausgleich i. d. R. folgendermaßen formuliert:

"Schwerbehinderten Menschen und Gleichgestellten (§ 2 Abs. 2 und 3 des Sozialgesetzbuches – Neuntes Buch- SGB IX in der jeweils geltenden Fassung) soll auf Antrag durch den Prüfungsausschuss nach der Schwere der nachgewiesenen Prüfungsbehinderung eine Verlängerung der Prüfungsdauer bis zu einem Viertel der normalen Prüfungsdauer gewährt werden. In Fällen besonders weitgehender Prüfungsbehinderung kann auf Antrag die Prüfungsdauer bis zur Hälfte der normalen Prüfungsdauer verlängert werden. Neben oder an Stelle einer Verlängerung der Prüfungsdauer kann ein anderer angemessener Ausgleich gewährt werden."

Wie wird ein Nachteilsausgleich beantragt?

Betroffene Studierende können den Nachteilsausgleich entweder mit einem formlosen Schreiben oder mit einem Formular, das Sie auf dieser Seite finden, beantragen.

  • Das Formular zur Antragstellung eines Nachteilsausgleiches (PDF, 156KB) kann direkt vom Studierenden oder bei einem persönlichen Gespräch mit der Beratungsstelle oder dem Behindertenbeauftragten ausgefüllt werden.
  • Die Notwendigkeit eines Nachteilsausgleiches muss mit einem ärztlichen Attest und (falls vorhanden) einem Schwerbehindertenausweis in Kopie nachgewiesen werden. Die wichtigsten Informationen für das ärztliche Attest haben wir Ihnen in einem kurzen Schreiben an Ihren Arzt bzw. Ärztin zusammengefasst: Ärztliche Atteste Nachteilsausgleich LMU (PDF, 133KB).
  • Der Antrag auf Nachteilsausgleich wird anschließend beim zuständigen Prüfungsamt oder Studiendekanat eingereicht.
  • Bei einigen staatlichen Prüfungen muss der Antrag auf Nachteilsausgleich beim zuständigen Ministerium gestellt werden.

Der genaue Ablauf der Antragstellung kann den folgenden Merkblättern entnommen werden:

Bitte beachten Sie bei der Beantragung des Nachteilsausgleich für Staatsexamensprüfungen im Lehramt im WS 2020/21 folgende Informationen: https://www.uni-muenchen.de/studium/beratung/beratung_service/beratung_lmu/beratungsstelle-barrierefrei/aktuelles/amtsaerztl_begutacht_staatsex/index.html.

Mögliche Formen eines Nachteilsausgleiches

  • Zeitzugaben bei zeitabhängigen Prüfungsleistungen
  • Verlängerung von Bearbeitungsfristen bei schriftlichen Arbeiten
  • Schreiben von Prüfungen am Laptop oder PC
  • separates Prüfungszimmer
  • Modifikation von Prüfungsleistungen
  • Ersatzleistungen für praktische Prüfungsleistungen

Bitte beachten Sie, dass dies nur eine Reihe von Beispielen sind. Ein Nachteilsausgleich sollte stets auf die individuelle Situation angepasst werden.  

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