Ludwig-Maximilians-Universität München
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Rücktritte/Rücknahmen

„Prüflinge, die aus gesundheitlichen Gründen Prüfungsunfähigkeit geltend machen, sind verpflichtet, die mit der Zulassung zugesanden Hinweise dem begutachtenden Arzt oder ggf. Gesundheitsamt vorzulegen!“

 

§ 16 ZAppO bestimmt:
"Erscheint der Prüfling in einem Prüfungstermin ohne genügende Entschuldigung nicht oder nicht rechtzeitig, so gilt die Prüfung in dem betreffenden Fach als nicht bestanden. In die Niederschrift ist einzutragen: "Schlecht, weil nicht erschienen"." Es liegt somit im eigenen Interesse des/der Prüfungsteilnehmers/rin, pünktlich zum angegebenen Prüfungstermin zu erscheinen und für die Anfahrt mögliche Verspätungen, etwa der Bundesbahn oder durch Behinderung im Straßenverkehr einzukalkulieren. Die Frage, ob eine Entschuldigung als genügend angesehen werden kann, entscheidet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses.

Als "genügende" Entschuldigung ist eine krankheitsbedingte Prüfungsunfähigkeit anzusehen, die - bei bereits zur zahnärztlichen Prüfung zugelassenen Teilnehmern an der Erstprüfung von einem niedergelassenen Arzt oder einem Krankenhausarzt, bei Teilnehmern an der Wiederholungsprüfung oder an einer Fortsetzungsprüfung vom Amtsarzt- vor oder am Tage der Prüfung für den Zeitraum der Prüfung bescheinigt sein muss.

Das Zeugnis muss die aktuellen krankheitsbedingten und zugleich prüfungsrelevanten körperlichen, geistigen und/oder seelischen Funktionsstörungen (Symptome) aus ärztlicher Sicht konkret und nachvollziehbar beschreiben. Das Prüfungsamt muss daraus schließen können, ob am Prüfungstag tatsächlich Prüfungsunfähigkeit bestanden hat. Daneben müssen bei ambulanter oder anderer hausärztlicher Behandlung aus dem ärztlichen Zeugnis die Gründe klar hervorgehen, die eine Teilnahme an der Prüfung verhindern, z.B. notwendige Bettruhe, objektive Unfähigkeit, sich ohne erhebliche Beschwerden oder ohne die Krankheitserscheinungen zu verschlimmern, zum Prüfungslokal zu begeben und/oder sich dort der Prüfung zu unterziehen o.ä.

Das Zeugnis braucht keine medizinische Diagnose zu enthalten.

Am Schluss des Zeugnisses soll der Arzt feststellen, ob er aus ärztlicher Sicht Prüfungsunfähigkeit annimmt.

Wer am Prüfungstag stationär in einem Krankenhaus behandelt wird, muss unverzüglich eine diesbezügliche Bescheinigung des Krankenhauses vorlegen. Ärztliche bzw. amtsärztliche Zeugnisse sind unverzüglich dem Prüfungsamt zuzustellen.

Wer sich aus anderen als krankheitsbedingten Gründen nicht für prüfungsfähig hält und bereits zur zahnärztlichen Prüfung zugelassen ist, sollte sich umgehend an die stellv. Prüfungsvorsitzende wenden (über das Prüfungsamt), damit entschieden werden kann, ob die geltend gemachten Gründe als genügende Entschuldigung anerkannt werden können.

Prüfungsteilnehmer, die aus gesundheitlichen oder anderen zwingenden Gründen einen Prüfungstermin nicht wahrnehmen, werden -unabhängig von dem beim Prüfungsausschuss zu erbringenden Nachweis der genügenden Entschuldigung- gebeten, das betreffende Institut oder Klinik rechtzeitig von ihrem Nichterscheinen zu verständigen.

Rücknahme

eine Rücknahme Ihres Antrages ist bis zur vollständigkeit möglich, spätestens bis zum letzten Vorlesungsfreien Tag des laufenden Semesters.

Eine einfache Schriftliche mitteilung mit Unterschrift ist nötig.

Säumnis, Rücktritt, Unterbrechung

Rücktritt von der Prüfung bzw. Versäumnis der Prüfung (§ 16 ZAppO)

Tritt ein Prüfling nach seiner Zulassung von einem Prüfungsabschnitt oder einem Prüfungsteil zurück oder versäumt er die Prüfung, so muss er die Gründe für seinen Rücktritt oder das Versäumnis dem Prüfungsamt unverzüglich in schriftlicher Form mitteilen.
(Anschrift des Prüfungsamtes: Ludwig-Maximilians-Universität, Ref. III.6, Prüfungsamt Zahnmedizin, Amalienstr. 52, 80799 München)
Zur Wahrung der Unverzüglichkeit ist vorab eine fernmündliche Mitteilung möglich (Telefon.: 089-2180 - 3726).
Eine telefonische Vorabinformation entbindet den Prüfling aber nicht, die schriftliche Rücktrittserklärung unverzüglich dem Prüfungsamt zu übermitteln.
Rücktritt und Säumnis sind zu genehmigen. Die Genehmigung ist nur zu erteilen, wenn wichtige Gründe vorliegen. Die Entscheidung darüber, ob ein wichtiger Grund vorliegt und damit das Versäumnis oder der Rücktritt genehmigt wird, trifft das zuständige Prüfungsamt.

Wird die Genehmigung für den Rücktritt oder das Versäumnis nicht erteilt oder unterlässt es der Prüfling, die Gründe für seinen Rücktritt oder des Versäumnisses unverzüglich mitzuteilen, so gilt der Prüfungsabschnitt oder Prüfungsteil als nicht bestanden.

Wer aus gesundheitlichen Gründen Prüfungsunfähigkeit geltend macht, muss dem Prüfungsamt zusätzlich zu der oben genannten Rücktrittsmitteilung unverzüglich ein ärztliches oder amtsärztliches Zeugnis (zum Erfordernis eines amtsärztlichen Attestes siehe nächste Seite unten) vorlegen.

Unterbrechung der Prüfung

Wenn ein Prüfling eine Prüfung oder einen Prüfungsteil unterbricht, so gilt der Prüfungsabschnitt oder Prüfungsteil als nicht bestanden. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn ein Prüfling am zweiten Prüfungstag nicht mehr erscheint.

Ein Rücktritt von der bereits angetretenen Prüfung ist ebenfalls nur aus wichtigem Grunde möglich. Im Interesse der Chancengleichheit aller Prüflinge sind hierbei die Voraussetzungen hinsichtlich der Unverzüglichkeit und hinsichtlich des Vorliegens eines wichtigen Grundes besonders streng zu prüfen. Der Antrag auf nachträglichen Rücktritt ist daher möglichst noch am ersten Prüfungstag, spätestens am Tag danach, wenn möglich noch vor Prüfungsbeginn zu stellen. Verspätet eingegangene Rücktrittsgesuche werden grundsätzlich abgelehnt.

Krankheitsbedingte Prüfungsunfähigkeit kann nur dann als wichtiger Grund herangezogen werden, wenn der Studierende die Umstände, die zu seiner Erkrankung geführt haben, am ersten Prüfungstag noch nicht erkannte und auch bei der ihm zuzumutenden Sorgfalt nicht hätte erkennen können.

Wer sich bereits krank oder in gesundheitlich angeschlagenem Zustand einer Prüfung unterzieht, muss somit das Risiko, die Prüfung unterbrechen oder abbrechen zu müssen bzw. das Risiko des Prüfungsversagens selbst tragen.

Notwendigkeit der Vorlage eines amtsärztlichen Attestes des zuständigen Gesundheitsamtes

Im Falle der Unterbrechung (nachträglicher Rücktritt) einer bereits angetretenen Prüfung ist stets ein amtsärztliches Attest erforderlich.

Im Übrigen ist ein amtsärztliches Attest grundsätzlich ab dem zweiten Rücktrittsgesuch aus gesundheitlichen Gründen vorzulegen.

Das Prüfungsamt kann bei begründeten Zweifeln an der Prüfungsfähigkeit bzw. an den Voraussetzungen zur Erteilung der Approbation, insbesondere der gesundheitlichen Fähigkeit, den Beruf als Arzt bzw. Ärztin auszuüben, vor Zulassung zur Prüfung Nachweise einfordern, die diese Zweifel ausräumen. Insbesondere kann die Vorlage eines amtsärztlichen Attestes bzw. eines Attestes eines vom Prüfungsamt bestimmten Arztes verlangt werden. Wird der Nachweis nicht erbracht, so ist die Zulassung zur Prüfung zu versagen.

Mindestanforderungen an ein (amts-)ärztliches Attest:

Das Attest muss auf einer Untersuchung des behandelnden Arztes bzw. Amtsarztes beruhen, die grundsätzlich am Tag der geltend gemachten Prüfungsunfähigkeit erfolgt sein soll.

Es muss die aktuellen krankheitsbedingten und zugleich prüfungsrelevanten körperlichen, geistigen und/oder seelischen Funktionsstörungen (Symptome) aus ärztlicher Sicht konkret und nachvollziehbar beschreiben. Daneben müssen aus dem ärztlichen Zeugnis die Gründe klar hervorgehen, die eine Teilnahme an der Prüfung verhindern, z. B. notwendige Bettruhe, objektive Unfähigkeit, sich ohne erhebliche Beschwerden oder ohne die Krankheitserscheinungen zu verschlimmern, zum Prüfungslokal zu begeben o.ä. Prüfungsangst und die damit üblicherweise einhergehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen, insbesondere psychosomatische Beschwerden reichen für die Annahme der Prüfungsunfähigkeit nicht aus.

Das Zeugnis braucht keine medizinische Diagnose zu enthalten. Es soll jedoch die Feststellung des untersuchenden Arztes aufweisen, dass aus ärztlicher Sicht Prüfungsunfähigkeit besteht.

Wer am Prüfungstag stationär in einem Krankenhaus behandelt wird, muss unverzüglich eine entsprechende Bescheinigung des Krankenhauses vorlegen.

Prüflinge, die aus gesundheitlichen Gründen Prüfungsunfähigkeit geltend machen, sind verpflichtet, die vorstehenden Hinweise dem begutachtenden Arzt oder ggf. dem Gesundheitsamt vorzulegen!

Atteste von nahen Verwandten, Ehegatten bzw. Lebensgefährten werden nicht anerkannt.