Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Prinzessin Therese von Bayern-Stiftung zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Prinzessin Therese von Bayern-Stiftung (1997)
Gründerin:  Dr. Hadumod Bußmann
Fachbereich: Allgemein

Zweck der Stiftung ist die Förderung von Frauen in der Wissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München insbesondere durch die Verleihung des Prinzessin Therese von Bayern-Preises, durch Habilitationsförderung und durch Projektförderung im Rahmen der Erforschung des Geschlechterverhältnisses (Women's bzw. Gender Studies).

therese1Anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Verleihung der Ehrendoktorwürde an Prinzessin Therese von Bayern am 09.Dezember 1897 wurde die Stiftung "Prinzessin Therese von Bayern-Stiftung zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München mit Zustimmung S.K.H. Herzog Franz von Bayern ins Leben gerufen. Prinzessin Therese Charlotte Marianne Auguste von Bayern war die einzige Tochter des Prinzregenten Luitpold von Bayern und seiner Ehefrau Auguste Ferdinande von Österreich. Zusammen mit ihren Brüdern Ludwig (dem späteren König Ludwig III.), Leopold und Arnulf wurde sie von der Mutter unterrichtet. Therese interessierte sich schon als Kind für Pflanzen, Tiere und Kulturen und zeigte ein außergewöhnliches Sprachtalent. Ihre breitgefächerte Bildung in Natur- und Sozialwissenschaften, in Geologie, Botanik, Zoologie und Ethnologie erwarb sie sich im Selbststudium, weil Mädchen und Frauen zur damaligen Zeit weder an Gymnasien noch an Universitäten zugelassen waren.

Das Frauenstudium wurde in Bayern erst 1903 von Thereses Vater, Prinzregent Luitpold, eingeführt. Mit 21 Jahren begann sie Europa und Nordafrika zu bereisen und lernte so insgesamt 12 Landessprachen in Wort und Schrift. Bei ihren expeditionsähnlichen Fahrten lebte sie spartanisch. Sie reiste stets inkognito mit maximal drei persönlichen Bediensteten. Im Jahre 1892 wurde Therese von Bayern zum ersten (und bis heute einzigen) weiblichen Ehrenmitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften gewählt. Im Jahre 1897 erhielt sie – für Autodidakten und eine Frau zu dieser Zeit eine Seltenheit – von der Philosophischen Fakultät der Universität München die Ehrendoktorwürde. Nach dem Tod ihres Vaters stellte Therese das Reisen ein und widmete sich stattdessen sozialen und politischen Fragen in ihrer Heimat. Insbesondere engagierte sie sich im Katholischen Frauenbund und setzte sich für die Verbesserung der Mädchen- und Frauenbildung ein.