Ludwig-Maximilians-Universität München
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Gute Lehre an Bayerns Universitäten

Heubisch zeichnet drei LMU-Wissenschaftler aus

München, 17.10.2011

München, 17. Oktober 2011 – Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch hat am heutigen Montag 16 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Bayern mit dem Preis für gute Lehre ausgezeichnet – darunter auch drei Dozenten der LMU: Professor Monika Schnitzer von der Volkswirtschaftlichen Fakultät, Dr. Michaela Geierhos von der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften und Dr. Andreas Brachmann von der Fakultät für Biologie. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis dient als Anreiz für mehr Engagement in der Lehre und zugleich als Signal für ein gleichberechtigtes Nebeneinander von Forschung und Lehre.

Prof. Dr. Monika Schnitzer
Seit vielen Jahren erhält Prof. Monika Schnitzer für ihre Lehrveranstaltungen konstant Bestnoten von Studierenden. Diese schätzen Schnitzer vor allem wegen ihrer Fähigkeit, verständlich und spannend zu erklären. Getreu der Devise „Die Taktik ist Didaktik“ frischt sie den Lehrplan mit aktuellen Themen aus Wirtschaft und Politik auf. Zudem bringt Monika Schnitzer Aspekte ihrer aktuellen Forschung in die Veranstaltungen ein, stellt so einen interessanten Realitätsbezug her und weckt so über die Vermittlung von fachlichem Wissen hinaus durch ihren eigenen Enthusiasmus bei den Studierenden Begeisterung für die Materie – egal, ob sie vor 1.000 Studierenden im Grundstudium eine Vorlesung hält oder mit kleinen Gruppen von Masterstudierenden oder Doktoranden arbeitet. Als speziellen Service für verhinderte Studierende und für die Nachbereitung des Stoffs bietet sie Videoaufzeichnungen ihrer beliebten Vorlesungen an. Auch außerhalb ihres eigenen „Stundenplans“ ist Schnitzer das Verhältnis von Lehrenden und Studierenden an ihrer Fakultät wichtig, sie sucht deshalb selbst das direkte Gespräch mit Studierenden.

Dr. Michaela Geierhos
Lehrveranstaltungen zu mathematischen Grundlagen, Statistik und wissenschaftlichem Arbeiten wecken bei vielen Studierenden meist wenig Begeisterung. Dr. Michaela Geierhos – seit 2006 am Centrum für Informations- und Sprachverarbeitung als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Computerlinguistik beschäftigt – erhält den Preis für gute Lehre, weil sie es schafft, das Interesse der Studierenden für einen scheinbar „trockenen“ Stoff zu wecken. In ihren theoretisch orientierten Veranstaltungen erklärt sie den Lehrstoff praxisnah und mit großem Anwendungsbezug. Dadurch haben ihre Studierenden zum einen mehr Spaß an Theorie und Zahlen, zum anderen entwickeln sie ein besseres Verständnis für die Thematik. Sie organisiert Repetitorien zur Vorbereitung auf die Prüfungen, den Tag der Offenen Tür sowie den Berufsinformationstag. Außerdem arbeitet sie in der Fachstudienberatung und half, die Zahl der Studienabbrecher deutlich zu senken.

Dr. Andreas Brachmann
Während andere noch über die Einführung von Bachelor- und Masterstudiengängen diskutiert haben, hat Dr. Andreas Brachmann die Chance genutzt, seine Lehrveranstaltungen inhaltlich und didaktisch zu modernisieren und dadurch interessanter zu gestalten. Durch interaktive Lehrkonzepte fokussiert er die Aufmerksamkeit der Studierenden auf das Wesentliche: den Stoff und vor allem den Lernerfolg, an dem sich Brachmann selbst messen lassen will. Er konzentriert sich in den Anfängerkursen auf die Vermittlung von grundlegenden genetischen Konzepten und deren Anwendung auf Alltagsprobleme, in Fortgeschrittenenkursen legt er besonders großen Wert auf die Vermittlung der Techniken zur selbstständigen Problemlösung und Informationsbeschaffung. Die Qualität seiner Veranstaltungen sichert Andreas Brachmann durch ständige Verbesserung, das Feedback der Studierenden und dadurch, dass er eigene Ziele entwickelt. Er hat etwa ein „Audience Response System“ zur verstärkten Interaktion mit den Studierenden eingeführt und möchte die Teamworkfähigkeit und problemorientierte Eigenarbeit der Studierenden fördern. Darüber hinaus bietet er „Schnupper-Veranstaltungen“ für Schulklassen an und setzt sich für die Einführung eines Arbeitskreises zur Hochschuldidaktik im Department ein.

 

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