Ludwig-Maximilians-Universität München
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THE-Ranking 2011

LMU-Fachbereiche sind ausgezeichnet

München, 07.10.2011

Im gestern veröffentlichten Times Higher Education World University Ranking ist die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München zur besten Universität Deutschlands gekürt worden. In Europa belegt sie Platz 8; weltweit konnte sie sich auf den 45. Platz vorarbeiten. „Dass die LMU im aktuellen THE-Ranking so hervorragend abgeschnitten hat, haben wir der exzellenten Arbeit unserer Fachbereiche zu verdanken“, sagt LMU-Präsident Professor Bernd Huber. „Das herausragende Ergebnis in den Bereichen Physik, Medizin, Lebenswissenschaften und in den Geisteswissenschaften spiegelt das ausgezeichnete Forschungsprofil der LMU wider und zeigt, dass unser Bekenntnis zu einer fachlich breiten Aufstellung als Volluniversität ein echtes Erfolgsrezept ist.“

Life Sciences

Im Bereich der Life Siences konnte sich die LMU als beste deutsche Universität positionieren und erreichte Rang 8 unter den europäischen Spitzenuniversitäten. Im Vergleich zum Vorjahresranking verbesserten sich die LMU-Lebenswissenschaften um insgesamt 22 Plätze von Platz 49 auf Rang 27. Vor allem bei den Indikatoren „Lehre“ und „Forschung“ schnitt der Bereich mit 72,8 bzw. 63,6 von hundert möglichen Punkten sehr gut ab.

Der Direktor des Genzentrums der LMU, Professor Patrick Cramer, zeigt sich angesichts des guten Abschneidens der Life Sciences „sehr glücklich, dass sich die großen Anstrengungen der letzten Jahre immer mehr auszahlen. Wir haben uns sehr bemüht, die besten Leute zu uns zu holen, und das auf allen Ebenen. Die Besten ziehen wiederum viele andere sehr gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Inzwischen ist München einer der besten Standorte in den Lebenswissenschaften in Europa. In einigen Bereichen der Lebenswissenschaften sind wir auf Augenhöhe mit den führenden Institutionen in den beiden anderen großen Forschungsräumen, Nordamerika und Asien. Unser Ziel ist es, in Schlüsselfeldern die Führung zu übernehmen. Dazu müssen wir immer wieder aufs Neue die wichtigsten biologischen Fragen identifizieren und neue Technologien entwickeln, mit denen diese Fragen adressiert werden können.“

„Seit Justus von Liebig gehörten Chemie, Biochemie und Pharmazie an der LMU immer zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen. Ich freue mich, dass es durch exzellente Berufungen im letzten Jahrzehnt nicht nur gelungen ist, diese Position zu festigen, sondern sogar auszubauen“, so Professor Herbert Mayr, Dekan der Fakultät für Chemie und Pharmazie der LMU.

Die Fakultät für Biologie freut sich, durch eine kompetitive Berufungspolitik, strategisch richtige Schwerpunktbildung und ein überzeugendes Lehrkonzept entscheidend zur Spitzenposition der LMU in den Lebenswissenschaften beigetragen zu haben. "Durch jetzt anstehende strategisch wichtige und auch proaktive Neuberufungen ist sogar noch Luft nach oben" sagt der Dekan der Fakultät für Biologie Professor Martin Parniske. "Die Fakultät hat durch die geographische Zusammenführung auf dem High Tech Campus Martinsried Synergieeffekte zwischen erstklassig ausgestatteten Bereichen ermöglicht, deren ganzes Potential in Forschung und Lehre sich im jetzigen Ranking noch nicht voll zum Tragen gekommen ist. Wir sehen deshalb zukünftigen Platzierungen ausgesprochen optimistisch entgegen".

Clinical, Pre-clinical & Health

Deutschlands Nr. 1 im Bereich „Clinical, Pre-clinical & Health“ ist ebenfalls die LMU, europaweit steht die Medizin im THE-Ranking, gleich den Life Sciences, auf Platz 8, weltweit erreichte sie Rang 35. Vor allem bei den Indikatoren „Zitationen“ und „Lehre“ schnitt der Bereich mit 76,6 bzw. 66,5 Punkten sehr gut ab.

„Unser hervorragendes Abschneiden im Bereich Medizin ist aus zwei Gründen ganz besonders erfreulich. Zum einen wird in den angelsächsischen Ländern gezielt und ausschließlich die wissenschaftliche Exzellenz der Universitäten gefördert, während hierzulande umfassende Mittel an Großforschungseinrichtungen fließen und nicht ausschließlich der universitären Forschung zur Verfügung stehen. Zum andern bilden wir an der LMU im Fach Medizin sehr viele Studierende aus - die sehr gute Reputation im aktuellen Ranking im Bereich der Lehre ist eine gute Bestätigung dafür, dass wir hierbei dennoch eine sehr hohe Qualität gewährleisten können,“ so Professor Maximilian Reiser, Dekan der Medizinischen Fakultät der LMU, zum Erfolg der Medizin im Ranking.

Physical Sciences

Die Physical Sciences der LMU, weltweit auf Platz 17 – im Vorjahr auf Platz 18 – haben im Ranking am besten abgeschnitten: Sie sind nach den Universitäten Cambridge und Oxford, der ETH Zürich und dem Imperial College in London Europas Nr. 5: Beim Indikator Zitationen bringt es die Physik auf 99,8 von 100 Punkten, gefolgt von 77,6 Punkten im Bereich Lehre und 75,1 Punkten in der Forschung.

Der Dekan der Fakultät für Physik, Professor Axel Schenzle, zu diesem Ergebnis: „Wir freuen uns über das hervorragende Abschneiden der LMU in verschiedenen internationalen Rankings, insbesondere aber über den phänomenalen Erfolg der Fakultät für Physik. Das Geheimnis des Erfolges liegt in der kompromisslosen Berufungspraxis der letzten Jahre: Alte Zöpfe abschneiden zugunsten neuer Forschungszweige, Berufung der besten Köpfe im internationalen Wettbewerb, keine Hausberufungen. Die Fakultät wird dieser erfolgreichen Praxis treu bleiben.“

Arts and Humanities

Die Geisteswissenschaften der LMU finden sich auf einem komfortablen 31. Platz weltweit wieder. Deutschlandweit sind sie nach HU und FU Berlin die Nummer 3, europaweit bekleiden sie Rang 9. Sehr gute Indikatoren sind auch hier die Forschung mit 71 sowie die Lehre mit 65,1 Punkten.

„Die LMU ist im Bereich der Geisteswissenschaften hervorragend aufgestellt, und zwar nicht nur mit Blick auf die Diversität des Tableaus ihrer Disziplinen, von denen viele sehr erfolgreich in international beachteten Forschungsprojekten kooperieren, sondern gerade auch hinsichtlich der Qualität und internationalen Reputation einzelner Forscher und Forscherinnen. Dass wir dennoch nicht immer mit allen Anträgen auf nationaler und europäischer Ebene erfolgreich sein konnten, liegt also mehr in der Natur des Verfahrens als an der Qualität der an diesen Projekten beteiligten Forscher. Auch in dieser Hinsicht empfinde ich als Dekan der größten geisteswissenschaftlichen Fakultät an der LMU angesichts unseres guten Abschneidens im Ranking eine gewisse Befriedigung und natürlich auch Stolz über die hierin zum Ausdruck gebrachte Anerkennung der Leistung meiner Kolleginnen und Kollegen,“ so Professor Klaus Benesch, Dekan der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften.

 

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