Ludwig-Maximilians-Universität München
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Fakultät für Chemie und Pharmazie: Auszeichnungen für herausragende Nachwuchsforscher und Studierende

München, 11.12.2006

Die Fakultät für Chemie und Pharmazie der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München hat am vergangenen Freitag, den 8. Dezember, im Rahmen einer Festveranstaltung Stipendien der Dr. Klaus Römer-Stiftung an herausragende Nachwuchswissenschaftler und Herbert-Marcinek-Preise an hervorragende Studierende vergeben. Zudem wurden die Zeugnisse an die ersten Absolventen der Master-Studiengänge Chemie bzw. Biochemie übergeben.  Die drei besten Master-Absolventen wurden von der Fakultät mit einem Buchpreis geehrt.


Exzellente Nachwuchswissenschaftler im Lande zu halten und den viel beschworenen „Brain Drain“ in einen „Brain Gain“ umzukehren, sind die Ziele der Dr. Klaus Römer-Stiftung, die 2005 am Department Chemie und Biochemie der LMU eingerichtet wurde. Am Freitag wurden erstmals Stipendienmittel aus der Stiftung in einer Gesamthöhe von über 100.000 Euro vergeben: 21 Nachwuchswissenschaftler, Habilitanden, Doktoranden und Master-Absolventen der Fakultät konnten sich über Zuwendungen von 10.000 bis 1.000 Euro freuen.

„Die Ausbildungsbedingungen in Deutschland sind hervorragend und brauchen den internationalen Vergleich nicht zu scheuen“, sagte der Stiftungsgründer, Dr. Klaus Römer, in seiner Festrede. „Mit den Stipendien aus der Stiftung möchte ich einen zusätzlichen Anreiz für viel versprechende Nachwuchswissenschaftler bieten, sich für Deutschland zu entscheiden.“

Neben der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses will die Dr. Klaus Römer-Stiftung die Forschung am Department für Chemie und Biochemie stärken, indem Stiftungsgelder gezielt dazu genutzt werden, herausragende deutsche Chemikerinnen und Chemiker an der LMU zu halten oder aus dem Ausland zurückzuholen.

Ein Bestandteil der Stiftung ist die mit 1.000 Euro dotierte Römer-Lecture, die Nenad Ban, Professor für Molekulare Strukturbiologie und Biophysik an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich zum Thema „Structural basis of fatty acid synthesis in eurkaryotes catalysed by giant multienzyme complexes“ hielt. Der aus Kroatien stammende Ban forscht unter anderem im Bereich Fettsäure-Synthasen. Diese Enzyme zählen zu den komplexesten biologischen Synthese-Maschinen. Viel versprechend sind sie etwa für die Entwicklung von Medikamenten gegen verschiedene Krebsformen oder krankhaftes Übergewicht.

Herbert-Marcinek-Preis

An Studierende der Chemie und Pharmazie, die herausragende Leistungen im ersten Abschnitt ihres Studiums erbracht haben, richtet sich der Herbert-Marcinek-Preis. Auf der Festveranstaltung am Freitag wurden zwei Studierende der Fakultät mit jeweils 500 Euro für ihre Leistungen ausgezeichnet.

„Es ist wichtig, dass Talente schon früh gefördert werden und eine zusätzliche Motivation erhalten, während ihres Studiums exzellente Leistungen zu erbringen“, betonte Professor Klaus T. Wanner, Department für Pharmazie, in seiner Laudatio zur Verleihung der Auszeichnungen.

Der Preis wurde von der Familie Marcinek zum Gedenken an ihren Sohn Herbert Marcinek gestiftet, der von 1994 bis 1997 am Institut für Pharmazeutische Biologie die Biosynthese des Indigos erforschte. Herbert Marcinek kam bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben. Seit 2000 werden jährlich die Herbert-Marcinek-Preise vergeben.

 

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