Ludwig-Maximilians-Universität München
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Munich Quantum Valley

LMU-Präsident Bernd Huber unterzeichnet Absichtserklärung für neue Forschungsinitiative

München, 11.01.2021

Gemeinsame Forschungsallianz im Bereich der Quantenwissenschaften wird von der Bayerischen Landesregierung, der LMU und der TUM sowie den außeruniversitären Forschungseinrichtungen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, der Fraunhofer Gesellschaft und der Max-Plack-Gesellschaft ins Leben gerufen. Der Freistaat Bayern stellt hierfür vorbehaltlich der Zustimmung des Landtags insgesamt 300 Millionen Euro, davon 120 Millionen Euro bereits in den Jahren 2021 und 2022, zur Verfügung.

v.l.n.r: Prof. Dr. Reimund Neugebauer (Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft), Prof. Dr. Bernd Huber (Präsident der LMU), Prof. Dr. Thomas O. Höllmann (Präsident der BADW), Dr. Markus Söder (Ministerpräsident), Prof. Dr. Martin Stratmann (Präsident der MPG), Prof. Dr. Thomas F. Hofmann (Präsident der TUM), Bernd Sibler (Forschungsminister) und Hubert Aiwanger (Wirtschaftsminister).

Ein Quantencomputer, der herkömmliche Rechner in den Schatten stellt, abhörsichere Kommunikationsverfahren und grundlegende Elemente der Quantentechnologie – das sind einige der Ziele, die Wissenschaftler künftig im Munich Quantum Valley verfolgen werden. Mit der Unterzeichnung einer Absichtserklärung haben alle Beteiligten den Startschuss für dieses wichtige gemeinsame Vorhaben gegeben.

„Wir begrüßen diese Initiative sehr“, sagt LMU-Präsident Prof. Bernd Huber. „München ist auf dem Gebiet der Quantenwissenschaften eines der weltweit wichtigen Zentren und die LMU eine seiner treibenden Kräfte. Unser gemeinsamer Exzellenzcluster ,Munich Center for Quantum Science and Technology‘ vereint hoch angesehene Forscherinnen und Forscher am Standort München. Mit dem neuen Munich Quantum Valley werden die Quantenwissenschaften noch deutlich vorankommen.“

Ein Drei-Punkte-Plan für Forschung, Entwicklung und Ausbildung

Die Quantum-Valley-Partner wollen in den kommenden 10 Jahren die Entwicklung der Quantenwissenschaft und -technologie auf nationaler und internationaler Ebene vorantreiben. Hierfür haben sie einen Drei-Punkte-Plan formuliert, um Forschung, Entwicklung und Ausbildung in der Quantenwissenschaft intensivieren. So werden sie ein Zentrum für Quantencomputing und Quantentechnologien (ZQQ) sowie einen Quantentechnologiepark einrichten und verstärkt wissenschaftlichen Nachwuchs, aber auch Fachkräfte aus der Industrie aus- und weiterbilden. Das Munich Quantum Valley soll die Region so noch attraktiver für Spitzenleute in der Quantenwissenschaft machen.

Im ZQQ werden Wissenschaft und Industrie Priorisierungen bei der Forschung und Entwicklung in der Quantentechnologie vornehmen und Mittel für herausragende Projekte in diesem Bereich koordinieren. Das ZQQ tritt außerdem an, in den kommenden Jahren einen Quantencomputer für Berechnungen zu konstruieren, die mit herkömmlichen Supercomputern nicht möglich sind. Längerfristig sollen auf dieser Basis kommerziell nutzbare Quantencomputer entstehen.

Im Quantentechnologiepark werden die Quantum-Valley-Partner die Hightech-Infrastruktur schaffen, die sowohl Forschungseinrichtungen als auch Start-ups und etablierte Technologieunternehmen benötigen, um die Quantentechnologie auf internationalem Niveau voranzubringen. Auf diese Weise werden die Bedingungen geschaffen, unter denen Forschungsergebnisse in innovative Produkte umgesetzt werden können.

Der Freistaat Bayern stellt hierfür vorbehaltlich der Zustimmung des Landtags insgesamt 300 Millionen Euro, davon 120 Millionen Euro bereits in den Jahren 2021 und 2022, als Anschubfinanzierung zur Verfügung. Derart gestärkt wird sich das Munich Quantum Valley auch um eine Förderung des Bundes bewerben, der die Entwicklung von Quantentechnologien im Rahmen des Zukunftspakets Deutschland mit zwei Milliarden Euro unterstützt.