Ludwig-Maximilians-Universität München
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Physik

Nobelpreis für Professor Reinhard Genzel

München, 06.10.2020

Der LMU-Honorarprofessor wird für seine Entdeckungen zum Phänomen der Schwarzen Löcher geehrt.

Foto: MPE

Der Astrophysiker Reinhard Genzel ist mit einem der diesjährigen Nobelpreise für Physik ausgezeichnet worden. Er erhält die Auszeichnung zusammen mit Andrea Ghez von der University of California in Los Angeles, USA. Die andere Hälfte des diesjährigen Preises geht an Roger Penrose von der University of Oxford, Großbritannien. Die drei Wissenschaftler werden für die Erforschung Schwarzer Löcher geehrt.

Genzel, Jahrgang 1952, ist Direktor am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching und leitet dort die Abteilung Infrarot- und Submillimeter-Astronomie. Gleichzeitig ist er Professor an der University of California in Berkeley, USA, und seit 1988 Honorarprofessor an der Fakultät für Physik der LMU, wo er mit Kolleginnen und Kollegen seit Langem in vielen wissenschaftlichen Projekten wie zum Beispiel bei der Instrumentenentwicklung für Großteleskope zusammenarbeitet.

„Wir gratulieren Professor Reinhard Genzel zu der höchsten Auszeichnung in der Welt der Wissenschaft. Mit ihm wird ein herausragender Wissenschaftler gewürdigt, dessen bahnbrechende Arbeiten aus der Astrophysik nicht mehr wegzudenken sind“, sagt LMU-Präsident Professor Bernd Huber.

Reinhard Genzel und Andrea Ghez haben unabhängig voneinander ein unsichtbares und extrem schweres Objekt im Zentrum der Milchstraße entdeckt, heißt es in der Mitteilung der Königlich Schwedischen Akademie der Wissenschaften, und mit äußerst komplexen Methoden in bis dahin unerreichter Präzision vermessen. Die Pionierarbeiten der beiden Forscher lieferten die „bislang überzeugendsten Hinweise auf die Existenz“ eines Schwarzen Loches im Mittelpunkt der Milchstraße. Roger Penrose indes werde für die Entdeckung geehrt, „dass die Bildung von Schwarzen Löchern eine robuste Vorhersage der allgemeinen Relativitätstheorie ist“.