Ludwig-Maximilians-Universität München
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Projektstart

Anlauf zum Quantensprung

München, 27.09.2019

Ein neues Projekt soll KI und Anfänge des Quantencomputings verbinden und eine Wissensplattform für Unternehmen schaffen. LMU-Informatiker haben dabei eine führende Rolle.

logo_planqk_webKünstliche Intelligenz und Quantencomputing gelten als Technologien, die unsere Zukunft maßgeblich prägen werden. KI-Verfahren haben bereits jetzt weitreichenden Einfluss auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung. Doch bei einigen komplexen Berechnungen stoßen herkömmliche Großcomputer an ihre Grenzen. Deshalb ruhen Hoffnungen auf der Entwicklung von Quantencomputern, die diese Lücke einmal schließen sollen.

Das neue Verbundprojekt „PlanQK: Plattform und Ökosystem für Quanten-unterstützte Künstliche Intelligenz“ will bereits jetzt die Möglichkeiten ausloten, beide Technologien zu verbinden, und eine entsprechende Wissensplattform aufbauen, die auch Unternehmen nutzen können. An dem Konsortium mit Partnern aus Forschung und Industrie ist auch das Team von Informatikprofessorin Claudia Linnhoff-Popien, Lehrstuhl für Mobile und Verteilte Systeme der LMU, führend beteiligt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert das Projekt im Rahmen des „KI-Innovationswettbewerbs“ mit insgesamt elf Millionen Euro.

Die Münchner Informatiker experimentieren seit Längerem mit ersten Ansätzen zum Quantum Computing, sagt Linnhoff-Popien. Dafür nutzen sie aktuell beispielsweise Rechenzeit auf einem Quantum Annealer der Firma D-Wave in Vancouver, Kanada. Diese Kapazitäten setzen die Münchner Wissenschaftler im sogenannten QAR-Lab am Lehrstuhl für die Ausbildung von Studierenden ein. Nun wollen sie ihr Wissen auch einem breiten Anwenderkreis aus der Wirtschaft verfügbar machen.

Für den Innovationswettbewerb „Künstliche Intelligenz als Treiber für volkswirtschaftlich relevante Ökosysteme“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie hatten mehr als 130 Konsortien aus Wissenschaft und Wirtschaft Konzeptideen eingereicht, 15 von ihnen kamen letztlich zum Zuge, darunter PlanQK. Neben vier Partnern aus der Forschung beteiligen sich elf kleine, mittlere und große Unternehmen sowie assoziierte Partner aus Forschung und Industrie.