Ludwig-Maximilians-Universität München
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Wissenschaftskooperation

Neuer Humboldt-Preisträger an der LMU

München, 04.11.2019

Der Physiker Stefano Zapperi ist mit einem Humboldt-Forschungspreis ausgezeichnet worden und kommt für einen Forschungsaufenthalt an die LMU. Sein Gastgeber ist Professor Erwin Frey (Lehrstuhl für Statistische und Biologische Physik).

zapperi_260_webStefano Zapperi ist Professor für theoretische Physik der Materie und Koordinator des Zentrums für Komplexität und Biosysteme an der Universität von Mailand. Er gehört zu den weltweit führenden Experten in der Statistischen Physik komplexer Systeme und forscht in den Gebieten Materialwissenschaften, Biophysik und Systembiologie. Zu seinen wichtigsten Arbeiten gehören Beiträge zur Theorie des Barkhausen-Rauschens bei Magneten – darunter versteht man Änderungen der Magnetisierung magnetischer Werkstoffe in einem sich stetig ändernden magnetischen Feld –, der Statistischen Physik der Plastizität und des Bruchs sowie neuere Arbeiten zur Physik von Krebs und Proteinaggregation. An der LMU wird er zum Thema „Physik des Lebens“ arbeiten und die Rolle physikalischer Prozesse für essenzielle biologische Prozesse auf der Ebene einzelner Zellen untersuchen. Im Fokus stehen dabei sowohl die mechanischen Eigenschaften von Zellen als auch regulative Prozesse, durch die intrazelluläre Strukturen und Muster entstehen.

Professor Stefano Zapperi studierte Physik an der Universität La Sapienza in Rom, bevor er 1998 an der Boston University in Physik promovierte. Sein weiterer Werdegang führt ihn von der École supérieure de physique et de chimie industrielles de la ville de Paris (ESPCI) über das Nationale Institut für Materialphysik (INFM ) an der Universität Rom an die Universitäten Modena und Reggio Emilia. Seit 2010 ist er am Institute for Energetics and Interphases (CNR-IENI) in Mailand tätig, wo er 2015 zum Professor für Theoretische Physik der Materie berufen wurde.