Ludwig-Maximilians-Universität München
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Taxonomische Studie

Drei Schwämme nach LMU-Forschern benannt

München, 05.06.2018

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Grantessa woerheidei lebt im Roten Meer. Foto: Naturalis Biodiversity Center, Leiden/Rob van Soest

Wissenschaftler vom Naturalis Biodiversity Center in Leiden, Niederlande, haben in einer aktuell veröffentlichten umfangreichen Monographie über Kalkschwämme (Calcarea) im Roten Meer und im Indischen Ozean drei Exemplare nach LMU-Geobiologen benannt. Die Autoren haben 145 Schwämme aus der Sammlung ihres Centers erstmals taxonomisch untersucht und dabei 45 Arten beschrieben, die den Kalkschwamm-Unterklassen Calcinea und Calcaronea angehören. Die Schwämme wurden in den vergangenen Jahren unter anderem im Roten Meer, auf den Malediven und den Seychellen entdeckt.

16 der erstmals beschriebenen Schwammarten waren bislang unbekannt, drei von diesen wurden nun nach Forschern aus der Arbeitsgruppe von Professor Gert Wörheide, Inhaber des Lehrstuhls für Paläontologie & Geobiologie an der LMU, benannt: Grantessa woerheidei, Paraleucilla erpenbecki, Borojevia voigti. Gert Wörheide verdankt die Auszeichnung seinen „bedeutenden Beiträgen zur Systematik der Kalkschwämme“, heißt es in der Studie.

Die Namensgebung in der Biologie ist genau reglementiert. Artnamen werden von jenen Wissenschaftlern vergeben, die eine Art das erste Mal wissenschaftlich beschreiben. Neue Arten werden häufig nach dem Ort ihres Vorkommens, nach ihrem Aussehens oder einer Person bezeichnet. Für Professor Wörheide und seine Mitarbeiter PD Dr. Dirk Erpenbeck und PD Dr. Oliver Voigt ist es eine Premiere, dass neue Arten nach ihnen benannt wurden.

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