Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Aus Einsichten. Das Forschungsmagazin

Maß und Missverhältnis

München, 30.07.2018

Die Frage, wie sehr Arm und Reich auseinanderdriften, prägt die öffentliche Debatte in Deutschland. Der Ökonom Andreas Peichl erforscht die Ungleichheit und analysiert, wie sich Einkommen und Vermögen tatsächlich entwickeln.

Für die allermeisten nur zum Anschauen: Porsche in der Münchner Maximilianstraße (Foto: Stephan Rumpf / Süddeutsche Zeitung Photo)

Wenn Sie sich selbst auf einer Skala zwischen Arm und Reich einordnen, wo stehen Sie mit Ihrem Einkommen?
Peichl: Mit dem Brutto-Einkommen einer W3-Professur – das sind in Bayern in meinem Fall derzeit 6683,49 Euro monatlich – gehört man auf jeden Fall schon zu den oberen zehn Prozent in Deutschland. In das obere eine Prozent kommt man damit aber nicht.

Und wie sieht es mit dem Vermögen aus?
Vermögen ist eine völlig andere Kategorie, aber auch da komme ich nicht in das obere eine Prozent. Gleichwohl gibt es zwischen Einkommen und Vermögen schon einen engen Zusammenhang. Der durchschnittliche Beamte gehört zu der Bevölkerungsgruppe, die relativ viel Vermögen hat – oder zumindest das Potenzial, über den Lebenszyklus relativ viel Vermögen zu erwirtschaften.

Entfernt sich das obere Ende der Skala vom unteren? Wie hat sich die Ungleichheit in Deutschland in letzter Zeit entwickelt?
Zunächst: Die Ungleichheit beim Einkommen ist grundsätzlich niedriger als die Ungleichheit bei den Vermögen. Das ist in fast allen Ländern so. Wenn man sich die Einkommensungleichheit anschaut, dann sieht man in Deutschland, dass in den 1950er- und 1960er-Jahren nicht so viel passiert ist. Ab Mitte der 1970er-Jahre ist die Ungleichheit in unterschiedlichen Schritten angestiegen, bis Mitte der 2000er. Und seit ungefähr 2005 bleibt der Wert einigermaßen stabil bei den Menschen, die eine Beschäftigung haben. Wenn man die Gesamtbevölkerung anschaut, sinkt die Einkommensungleichheit sogar, weil wir seit 2005 einen Beschäftigungsboom haben. Die Arbeitslosigkeit geht zurück, und mehr Leute, die vorher nichts verdient haben, erzielen jetzt ein Einkommen.

Aber wenn man Menschen auf der Straße fragt, würden viele dem Satz zustimmen „Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer“ – wie erklären Sie das?
Es ist tatsächlich so: Die Wahrnehmung über die Einkommensungleichheit in Deutschland ist komplett anders, als diese Ungleichheit sich in der Realität darstellt. Ich glaube, das liegt schon auch an den Medien. Wenn ich auf RTL bei Sendungen wie den „Geissens“ sehe, wie Millionäre sinnlos Geld verprassen, dann hat man das Gefühl, es gibt unglaublich viel Reichtum. Ein anderer Punkt, der auch eine Rolle spielt, ist sicherlich Social Media. Wenn Sie auf Facebook oder Instagram gehen, sehen Sie immer nur, wie Leute im Urlaub sind oder gerade schick essen gehen oder sich etwas Neues gekauft haben. Man sieht da nie das durchschnittliche Leben.

Jetzt haben wir vor allem über die Einkommen gesprochen, gilt das auch für die Vermögen?
Bei den Vermögen ist die Ungleichheit wie gesagt viel höher. Das typische Maß ist der Gini-Koeffizient. Je höher er liegt, desto größer ist die Ungleichheit. Das Maximum wäre ein Wert von 1,0 – das heißt, dass ein Einziger alles besitzt. In Deutschland liegt der Gini-Koeffizient bei den Brutto-Einkommen zwar bei etwa 0,45, bei den Vermögen aber bei knapp 0,8. Das ist im internationalen Vergleich ziemlich hoch. Japan hat, was die Vermögen angeht, gut 0,6, Frankreich und Großbritannien gut 0,7. Höher als Deutschland liegen Staaten wie die USA mit knapp 0,9 und Russland mit mehr als 0,9 Punkten. Wobei man immer überlegen muss, was man zum Vermögen zählt.

Ist das so schwierig?
Gerade wenn es um den Vergleich mit anderen Ländern geht, gibt es in Deutschland Ansprüche, die man anderswo nicht auf diese Weise hat oder überhaupt nicht hat. Das beginnt bei der Rentenversicherung, wir haben aber auch im Prinzip kostenlose Bildung. Wir haben ein sehr gut funktionierendes solidarisch finanziertes Gesundheitssystem, bei dem es fast nichts zusätzlich kostet, Leistungen in Anspruch zu nehmen. Wir haben viele Infrastruktur-Angebote, die so subventioniert sind, dass man überlegen könnte, wie das beim Thema Vermögen zu berücksichtigen wäre.

Woher bekommen Forscher, die die Verteilung von Einkommen in Deutschland untersuchen, überhaupt ihre Daten?
Beim Einkommen gibt es seit 2001 Zugriff auf die Daten aller Steuererklärungen. Anonymisiert natürlich, und es werden auch immer Gruppen zusammengefasst. Man kann also zum Beispiel nicht das Einkommen des reichsten Deutschen sehen, aber den Durchschnitt der oberen zehn.

Die Bezieher besonders hoher Einkommen stehen aber ja im Ruf, mit den Möglichkeiten des Steuerrechts besonders kreativ umzugehen. Wie belastbar sind da solche Daten?
Steuervermeidung ist da in der Tat ein Thema. Doch auch da kann man aus Steuerdaten Rückschlüsse auf das Einkommen ziehen. Mit der sogenannten Goldfinger-Methode zum Beispiel war es bis zum Jahr 2013 möglich, Personengesellschaften im Ausland zu gründen, die formal Verluste erwirtschaftet haben. Mit denen konnte man dann seinen Steuersatz in Deutschland nach unten drücken. Das heißt, auch Daten über Steuervermeidungsstrategien geben manchmal indirekte Informationen über Einkommen.

Und wie lässt sich etwas über die Vermögen der Deutschen erfahren?
Beim Thema Vermögen sieht die Datenlage viel schlechter aus, weil es keine Vermögenssteuer mehr gibt. Es gibt also keine amtliche Statistik, die Vermögensdaten erhebt. Da kann man nur auf Informationen aus Befragungen zurückgreifen, wie das Sozioökonomische Panel SOEP. Aber wenn ich Sie jetzt frage, wie hoch Ihr Einkommen letztes Jahr exakt war, dann können Sie es höchstens Pi mal Daumen sagen. Und besondere Probleme haben Befragungen am oberen Ende der Vermögensskala, da ist die Auskunftsfreudigkeit nicht eben groß. Aber immerhin kann man aus Einkommenssteuerdaten die Einkünfte aus Kapitalvermögen, also aus Zinsen oder Dividenden, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung ersehen. Und dann kann ich Rückschlüsse auf die Vermögenswerte ziehen, die dahinter stehen müssen. Außerdem gibt es gewisse statistische Verfahren, mit denen man arbeiten kann und etwas darüber sagen kann, wie sich das Vermögen am oberen Ende im Durchschnitt verteilt.

Ungleichheit wird gesellschaftlich oft als Problem betrachtet. Gibt es eine Schwelle, ab der Sie als Ökonom sagen, dass die Gesellschaft in Schwierigkeiten gerät?
Es gibt kein optimales Maß an Ungleichheit, oder auch an Gleichheit. Perfekte Gleichheit ist nicht erstrebenswert, weil dann die Anreize, Leistung zu bringen, sinken. Sehr große Ungleichheit ist natürlich auch nicht erstrebenswert, denn sie gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Aber lässt sich dann ein halbwegs richtiges Maß anstreben?
Wichtig sind die Ursachen für die Ungleichheit. Wenn ich viel Vermögen habe, weil ich hart arbeite und mehr mache als andere, dann wird das in der Gesellschaft eher als okay empfunden, als wenn ich ein hohes Einkommen oder Vermögen habe, weil ich ein Mann mit weißer Haut bin oder weil ich aus einem besonders wohlhabenden Elternhaus komme. Es geht also um die Frage, was ist eigene Anstrengung und was geht auf irgendwelche Hintergrundvariablen zurück, die nichts mit meinen eigenen Bemühungen zu tun haben. Im Englischen hat sich da der Begriff „Equality of opportunity“ durchgesetzt, also Chancengerechtigkeit, Chancengleichheit. Die Idee ist: Wenn Personen sich im gleichen Maße anstrengen, sollten sie die gleiche Chance haben, ihr Ziel zu erreichen. So ein bisschen der amerikanische Traum – vom Tellerwäscher zum Millionär. Dass man es aus eigener Anstrengung es schaffen kann.

Und wo steht da Deutschland?
Die Chance, es aus eigener Kraft nach oben zu schaffen, ist am größten in den skandinavischen Ländern. Dann kommt irgendwann Deutschland, und am niedrigsten ist sie eigentlich in den USA. Dort schaffen es Menschen aus benachteiligten Bevölkerungsgruppen am seltensten. Deswegen könnte man sagen: Aus eigener Kraft hoch aufsteigen zu können, das ist der amerikanische Traum – aber die schwedische Realität.

Es gibt aber, vor allem unter Soziologen Wissenschaftler, die von einer „Refeudalisierung der Gesellschaft“ sprechen, nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland. Sehen auch Sie ein Problem in einer wachsenden Ungleichheit?
Ich glaube nicht, dass wir ein Problem haben. Aber ich glaube, wir werden eines bekommen, wenn wir nicht reagieren. In Deutschland sind durch Kriege große Anhäufungen von Vermögenswerten immer wieder reduziert worden. Nun leben wir glücklicherweise schon lange in friedlichen Zeiten, und jetzt merkt man eben, dass über einen längeren Zeitraum Vermögenswerte angehäuft wurden. Wir haben inzwischen eine hohe Konzentration, mit eine der höchsten in Europa. Und diese Vermögen werden jetzt vererbt an die nächste Generation. Und da sind wir wieder beim Thema Chancengerechtigkeit: Wenn ich ein großes Vermögen erbe ohne eigene Anstrengung, dann können Dynastien entstehen. In den USA gibt es die teilweise schon seit längerer Zeit, und dort sehen wir, wohin das führen kann. Der Unternehmer Donald Trump und seine Familie werden sehr viel Steuern sparen durch die Steuergesetze des Präsidenten Donald Trump. Und das ist natürlich ein großes Problem für den Zusammenhalt einer Gesellschaft. Soweit sind wir in Deutschland noch nicht.

Wie könnte ein Gegensteuern aussehen?
Das eine ist: Vermögensaufbau fördern. In Schweden zum Beispiel geht das ganz automatisch übers Rentensystem. Man hat eine Grundrente, daneben muss man verpflichtend einen gewissen Teil seines Einkommens in eine private Altersvorsorge stecken. Da gibt es vom Staat Angebote über den Kapitalmarkt, man kann aber auch private Anbieter wählen. Und in Schweden ist es so, dass viel mehr Leute Vermögen aufbauen, auch mit Blick auf die Altersvorsorge. Weil es diese staatlichen Institutionen dafür gibt. Aber es gibt noch einen Schritt vorher. Der setzt an der Bildung an.

Sie wollen Vermögensungleichheit über die Bildungspolitik verringern?
Ja. Man sieht aus allen wissenschaftlichen Studien: Wenn man für die Kinder unter drei Jahren aus benachteiligten Familien etwas tut, bringt das investierte Geld den größten Ertrag, da hat man – im Ökonomenjargon – die größten Returns on Investment. Da muss man etwas tun, damit Benachteiligte nicht schon früh abgehängt werden.

Tatsächlich? In der Kinderbetreuung hat es doch in letzter Zeit viele neue Gesetze gegeben.
Naja. Wir haben in Deutschland so gut wie keine staatlich geförderte frühkindliche Bildung. Wir haben frühkindliche Betreuung: dass man, salopp formuliert, aufpasst, dass die Kinder über den Tag kommen. Wenn man sich anschaut, um wie viele Kinder sich das Personal kümmern muss, ist das auch kein Wunder, das da nicht mehr geleistet werden kann. Da sind andere Länder weiter. In Schweden zum Beispiel sind diese Jobs viel besser bezahlt, das sind speziell ausgebildete Pädagogen. Das gibt es in Deutschland höchstens in privaten Einrichtungen, die dann aber das entsprechende Geld kosten.

Und wie sollte diese bessere frühkindliche Bildung finanziert werden?
Wir geben in Deutschland zwar insgesamt relativ viel Steuergeld für Bildung aus. Aber das meiste fließt in den Hochschulbereich, weil wir darauf verzichten, Studiengebühren zu erheben. Das ist, wenn es um das Thema Ungleichheit geht, sehr absurd. Kinder aus Akademikerhaushalten machen zu über 70 Prozent später selbst einen akademischen Abschluss und werden meistens Gutverdiener. Bei Kindern aus Nicht-Akademikerhaushalten sind es um die 20 Prozent. Das heißt, die Nicht-Akademiker zahlen die Bildung für die Akademiker, die später oft sehr viel Geld verdienen werden.

Die Diskussion über Studiengebühren ist aber wohl erst mal abgeschlossen.
Das stimmt.

Wenn Sie also mehr Geld in geförderte Alterssicherung und frühkindliche Bildung stecken wollen: Wer soll es bezahlen?
In der jetzigen konjunkturellen Lage haben wir eigentlich mehr als genug an Steuereinahmen. Und statt Geschenke an Rentner zu machen, wie die Mütterrente, die vorgeblich die Altersarmut lindern soll, dafür aber ein untaugliches Instrument ist, sollte man das besser in frühkindliche Bildung investieren. Und ansonsten könnte man das Aufkommen aus der Einkommensteuer steigern. Dafür müsste man noch nicht einmal die Steuersätze erhöhen, man müsste sich einfach nur die ganzen Ausnahmen im Steuersystem anschauen. Wir haben in Deutschland etwa 500 verschiedene Möglichkeiten, etwas abzusetzen. Das gibt es sonst nirgends auf der Welt. Die durchschnittlichen Abzugsbeträge in Deutschland liegen – bezogen auf das zu versteuernde Einkommen – bei über 20 Prozent. Im OECD-Durchschnitt sind es etwa zehn Prozent. Wir haben also mehr als doppelt so viele Abzugsmöglichkeiten. Wenn ich die einfach um zehn Prozent pauschal kürzen würde, hätte ich rund zehn Prozent höhere Steuereinnahmen.

Würde man damit nicht viele Durchschnittsverdiener treffen?
Kaum. Das ist konzentriert auf die Leute, die gute Steuerberater haben, die ihnen helfen, diese Möglichkeiten ausnutzen.

Radikal weniger Abzugsmöglichkeiten bei der Einkommensteuer – genügt das als Steuerreform, wenn man Ungleichheit bekämpfen will?
Nein, man müsste auch an die Erbschaftssteuer ran. Die ist in Deutschland unglaublich kompliziert und in gewisser Weise auch abwegig. Denn ich habe so viele Gestaltungsmöglichkeiten, auch mit Doppelbesteuerungsabkommen, es zu schaffen, dass ich keine Steuern zahle. Die lohnen sich aber nur, wenn ich ein relativ hohes Vermögen habe.

Wo würden Sie ansetzen, um Menschen mit niedrigem Einkommen direkt zu unterstützen?
Es gibt ein großes Problem, wenn das Zusammenspiel von Steuern, Sozialabgaben und Transfers dafür sorgt, dass Menschen mit einem vergleichsweise geringen Einkommen sich faktisch schaden, wenn sie mehr arbeiten. Bei einer alleinerziehenden Person mit zwei Kindern gibt es einen Einkommensbereich zwischen ungefähr 1700 und 2400 Euro im Monat, wo jeder Euro brutto Zusatzverdienst dazu führt, dass man weniger netto hat. Denn der Mehrverdienst wird mit mehr als 100 Prozent auf die Transferleistungen angerechnet, wie etwa Wohngeld der Arbeitslosengeld II. Das ist absolut widersinnig, aber es ist leider kein neues Problem. Das ifo Institut hat schon vor 30 Jahren eine Studie zu gemacht, der frühere ifo-Präsident Hans-Werner Sinn hat vor 20 Jahren etwas dazu gesagt. Wir berichten jetzt wieder darüber. Aber es wird einfach nicht angegangen.

Warum?
Ich vermute, das ist so, weil verschiedene Ministerien daran beteiligt sind. Die tragen jeweils die Verantwortung für Regelungen, von denen jede einzelne in sich stimmig ist. Aber die Interaktion ist es nicht.

Sie sagen also, dass wir ein Problem bekommen, wenn wir nichts gegen eine wachsende Ungleichheit tun – aber gleichzeitig sehen Sie nicht, dass etwas getan wird. Das heißt, wir bekommen ein Problem?
Wir laufen tatsächlich, teilweise vielleicht auch sehenden Auges, in ein Problem hinein. Weil viele dieser Maßnahmen, die ich angesprochen habe, unpopulär sind. Wenn es etwa um Änderungen bei der Erbschaftssteuer geht, haben viele Leute die Sorge, dass ihnen sozusagen etwas vom Silberbesteck der Oma weggenommen wird. Und wenn es um Bildung oder Vermögensaufbau geht, sind das Maßnahmen, die erst in etlichen Jahren greifen würden, die also frühestens der nächsten oder übernächsten Kanzlerin zugute kämen. Und da fehlt ein bisschen der Blick in die Zukunft. Wir machen letztlich eine Politik zugunsten von älteren Bürgern und zu Lasten der nächsten Generation.

Interview: Nikolaus Nützel

peichl_130Prof. Dr. Andreas Peichl ist seit Juni 2017 Inhaber des Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre, insbesondere Makroökonomie und Finanz­wissenschaft, an der LMU und Leiter des ifo Zentrums für Makroökonomik und Befragungen. Peichl, Jahrgang 1979, studierte Volkswirtschaft zunächst an der Univer­sität Marburg, später an der Univer­sität zu Köln, wo er auch promoviert wurde. Er forschte am Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA), Bonn; danach leitete er von 2013 an die Forschungsgruppe Internationale Verteilungsanalysen am Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim und war Professor für Empirische Finanzwissenschaft an der Universität Mannheim.

 

einsichten_01_2018„Am Wendepunkt“: In seiner neuen Ausgabe fächert das LMU-Forschungsmagazin Einsichten Dimensionen des Begriffes auf: Der Literaturwissenschaftler Martin von Koppenfels zeichnet die wechselvolle Geschichte eines Genres nach: des Abenteuerromans, der nicht zuletzt von den Wendungen der darin erzählten Geschichte lebt. Der Historiker Arndt Brendecke analysiert am Beispiel Spaniens, wie die Länder Europas an der Wende zur Neuzeit von Welt Besitz ergriffen. Die Physikerin Katia Parodi, die Mediziner Thomas Grünewald und Sebastian Kobold, die Biologen Wolfgang Enard und Heinrich Leonhardt – sie alle suchen nach Wegen, die Krankheit Krebs zu beherrschen, damit sie nicht den Point of no Return erreicht. Der Evolutionsbiologe Jochen Wolf untersucht, wie neue Arten entstehen. Die Wissenschaftshistorikerin Kärin Nickelsen, der Humangenomiker Wolfgang Enard und der Genetiker Martin Parniske diskutieren, was die technische Revolution in der Genomforschung für Wissenschaft und Gesellschaft bedeuten.