Ludwig-Maximilians-Universität München
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Neuer Verbund

Forschung zur „Zukunft der Demokratie“

München, 13.08.2018

Drei neue Projekte an der LMU widmen sich aktuellen Herausforderungen in demokratischen Gesellschaften.

Foto: niroworld / fotolia.com

An der LMU starten drei Projekte im Rahmen des neuen Forschungsverbunds „Zukunft der Demokratie“, kurz: „ForDemocracy“. Beteiligt sind der Lehrstuhl für Systematische Theologie und Ethik der Evangelisch-Theologischen Fakultät, der Lehrstuhl für Politische Theorie am Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft sowie das Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung, das mit Professor Michael Meyen auch einen der Sprecher stellt. In ihren Projekten gehen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit unterschiedlichen Ansätzen der grundsätzlichen Frage nach, wie Demokratien Lösungen für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts finden. Das Bayerische Wissenschaftsministerium fördert den geistes- und sozialwissenschaftlichen Forschungsverbund in den kommenden vier Jahren mit insgesamt 3,4 Millionen Euro.

Die Projekte an der LMU:

Professor Reiner Anselm und Lukas Meyer vom Lehrstuhl für Systematische Theologie und Ethik der Evangelisch-Theologischen Fakultät befassen sich mit antidemokratischen Tendenzen in Mittel- und Osteuropa. Unter dem Titel „Der Widerspenstigen Zähmung? Die politische Entwicklung in Mittel- und Osteuropa seit 1989 als Laboratorium und Lehrstück für zukünftige Herausforderungen der Demokratie“ wird zunächst die Rolle christlicher Kirchen in mittel- und osteuropäischen Staaten analysiert. Ziel des Projekts ist es, ein Modul für die politische Bildung zu entwickeln, das das demokratische Bewusstsein stärken kann.

Professor Karsten Fischer und Dr. Astrid Séville vom Lehrstuhl für Politische Theorie am Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft widmen sich dem Thema Populismus. In ihrem Projekt „Antipopulismus: Wissenstransfer und Handlungsstrategien in der politischen Bildungsarbeit“ gehen sie der Frage nach, inwiefern in Demokratien auf populistische Anfechtungen reagiert werden kann. Ziel ist es, ein Profil des Antipopulismus zu erarbeiten, das eine Gegenerzählung zum heutigen Populismus darstellen kann.

Professor Michael Meyen vom Institut für Kommunikationswissenschaft fragt im Rahmen des Verbunds nach der Zukunft der publizistischen Medien. Im Rahmen des Projekts wird ein „Bürgergutachten“ erarbeitet, das zeigt, was an Wissen zu Massenmedien, Journalismus und Öffentlichkeit in der Gesellschaft vorhanden ist. Auf dieser Basis sollen Vorschläge für die Gestaltung der Kommunikationsordnung, Qualitätskriterien im Journalismus sowie mögliche Alternativen zu traditionellen Medien erarbeitet werden.

Neben der LMU sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universitäten Bamberg, Passau und Würzburg, der Hochschule für Politik, der TU München sowie der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften Landshut und München und der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg beteiligt. Insgesamt werden im Rahmen des Verbunds elf Teilprojekte aus den folgenden Disziplinen gefördert: Politikwissenschaft, Sozialwissenschaften, Pädagogik, Psychologie, Theologie, Philosophie, Kommunikationswissenschaft und Rechtswissenschaften.