Ludwig-Maximilians-Universität München
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Symposium

„Die zweite Quantenrevolution“

München, 16.07.2018

„Auf dem Weg zu einer neuen Informationstechnologie“: Renommierte Experten stellen die Forschung zu Quantenkommunikation und Quantencomputern vor.

hector_260_webImmer kleiner, immer leistungsstärker, immer schneller: Bislang sind wir daran gewöhnt, dass die Computerindustrie solche Erwartungen Jahr für Jahr aufs Neue erfüllt. Ohne das war die digitale Revolution kaum denkbar. Doch kommt dieser stetige Fortschritt, der in Physik und Informationstechnologie unter dem Begriff Moore’sches Gesetz läuft, nun an sein Ende. Die Miniaturisierung der Bauteile ist so weit auf die Spitze getrieben, dass die Gesetze der Quantenphysik gelten. Darum suchen Forschung und Industrie längst nach Möglichkeiten, Quantentechnologien direkt für die Informationsverarbeitung einzusetzen.

Wie funktioniert ein solcher Quantencomputer? Oder müsste man noch sagen: könnte funktionieren? Wie weit reichen die Ansätze, die mit sogenannten Quantenbits als Speicherzellen arbeiten, schon über ein theoretisches Konzept hinaus? Und wie weit sind sie noch entfernt von der Verwirklichung einer universell einsetzbaren Rechenmaschine der Zukunft? Rainer Blatt, Professor für Experimentalphysik an der Universität Innsbruck und Direktor am Institut für Quantenoptik und Quanteninformation der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), erklärt also, wie sich das realisieren lässt und wie weit die Forscher bereits sind. „Quantencomputer – Rechenkunst mit Quantenphysik“ heißt sein Vortrag, den er am Donnerstag, den 19. Juli, im Literaturhaus München hält.

Neben Rainer Blatt spricht Professor Anton Zeilinger von der Universität Wien. Sein Thema: „Von Quantenrätseln zur Quanteninformation und Quantenkommunikation“. Darin berichtet der Professor für Experimentalphysik und Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften etwa über die Fortschritte in der Quantenkryptographie, über Quantennetzwerke mit Glasfasern, die sich über mehrere Tausend Kilometer erstrecken, und vom Überbrücken noch größerer Entfernung via Satellit.

Eingeladen hat die Hector Fellow Academy, in Kooperation mit der LMU, den Max-Planck-Institut für Quantenoptik (MPQ) in Garching und dem Deutschen Museum. Zu den Mitgliedern der Wissenschaftsakademie mit Sitz in Karlsruhe gehört auch Professor Immanuel Bloch, Inhaber eines Lehrstuhls für Experimentalphysik an der LMU und Direktor am MPQ. Darum widmet sich die Münchner Veranstaltung der Hector Fellow Academy auch den Fortschritten der Quantenforschung: „Die zweite Quantenrevolution: Von der Quantenkommunikation zum Quantencomputer – Auf dem Weg zu einer neuen Informationstechnologie“, heißt das Symposium, das sich an ein breites Publikum richtet. Die Moderation übernimmt Professor Wolfgang Heckl, Generaldirektor des Deutschen Museums. Die Veranstalter versprechen ein „kurzweiliges Vortragsevent“ und „Einblick“ in ein „spannendes und technologisch bedeutsames Forschungsfeld“.