Ludwig-Maximilians-Universität München
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Tierpathologische Schausammlung

Die Sammlung umfaßt mehr als 1.200 Schaugläser von krankhaft veränderten Tierorganen, Präparate die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts angefertigt worden sind.

Die Objekte stammen überwiegend von Haustieren und umfassen alle Organsysteme. Neben Tumoren, Fehlbildungen, Entzündungen, Stoffwechselstörungen und Parasitosen bilden Präparate von Tierseuchen einen wesentlichen Schwerpunkt der Sammlung. Besonders hervorzuheben sind Infektionskrankheiten, die aufgrund einer erfolgreichen Tierseuchenbekämpfung heute in Deutschland gar nicht mehr oder nur noch äußerst selten auftreten. Beispielhaft genannt seien die Tuberkulose bei Rind, Pferd, Schwein und Hund, der Rotz beim Pferd oder auch Maul- und Klauenseuche, Lungenseuche und der Rauschbrand.

Institut Tierpathologie Bild 1

Die Präparate dienten, nach Aquarellen und Wachsmodellen (Moulagen) und vor der Zeit der photographischen Dokumentation, insbesondere als Demonstrationsobjekte für die tiermedizinische Aus- und Weiterbildung. In jüngster Zeit wurden wiederholt Gewebeproben für wissenschaftliche Untersuchungen, wie der phylogenetischen Systematik bestimmter Bakterien, von den historischen Sammlungsobjekten gewonnen.

Institut Tierpathologie Bild 2

Kontakt
Benutzung: Termin nach Vereinbarung, Prof. Dr. W. Hermanns, Tel. 089/2180-2530
Sammlungstyp: Lehr- und Forschungssammlung, öffentlich zugänglich