Ludwig-Maximilians-Universität München
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Weiße Rose Gedächtnisvorlesung

1943 wurden die Mitglieder des inneren Kreises der Weißen Rose zum Tode verurteilt und hingerichtet. An die Widerstandsgruppe erinnert die jährliche „Weiße Rose-Gedächtnisvorlesung“.

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Foto: Jan Greune

2018: Dr. Wolfgang Schäuble, Bundestagspräsident

Über Anstand
„Es geht also auch zukünftig um Achtung, um gegenseitigen Respekt, um Solidarität. Es geht um das Verhältnis von Mensch zu Mensch, oder kurz gesagt: um Anstand.“

 

2017: Professor Michael Verhoeven, Regisseur

Die Mitglieder der Weißen Rose
„In diesem vierten Flugblatt heißt es: „Vergesst auch nicht die kleinen Schurken des Systems, damit sie nicht im letzten Moment entkommen.“ – Es sind leider doch sehr viele von den kleinen und auch größeren Schurken entkommen. In der Ära Adenauer gab es doch zu viele von diesem Typus, … besonders in der Wirtschaft und in der Justiz.“

2016: Professor Dr.-Ing. Winfried Nerdinger, Gründungsdirektor des NS-Dokumentationszentrums München

Professor Winfried Nerdinger

Wie erinnern?
„Nur Zeichen im öffentlichen Raum und Dokumentation in öffentlichen Institutionen vermitteln eine bleibende, für jeden sichtbare Auseinandersetzung mit der Geschichte sowie das dauerhafte Bekenntnis einer demokratischen Gesellschaft zu einer die Gegenwart verpflichtenden Erinnerung.“

2015: Professor Andreas Wirsching, Inhaber des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte und Direktor des Instituts für Zeitgeschichte

Profesor Andreas Wirsching

Grenze und Größe. Zum Problem der Entscheidung im Nationalsozialismus
„Wir … sollten daran arbeiten, dass es nie wieder vorkommt, dass jemand der offenen Mord kritisiert, wie Alexander Schmorell und Hans Scholl, dies nur unter Einsatz seines Lebens tun kann.“

2014: OKR Susanne Breit-Keßler, Regionalbischöfin im Kirchenkreis München und Oberbayern

- Foto: OKR Susanne Breit-Keßler

Dem Rad in die Speichen fallen - Widerstand gestern und heute
„Auch die Kirche hat damals, bis auf wenige Ausnahmen, versagt. Sie hat sich dem Nazi-Terror nicht in den Weg gestellt. Sie hat sich vor allem um sich selbst gesorgt. Die Erinnerung an die Weiße Rose hilft, aus dieser Schuld zu lernen.“

2013: Bundespräsident Joachim Gauck

Bundespräsident Joachim Gauck (Foto: Bundespräsidialamt)

„Einer muss ja doch mal schließlich damit anfangen“ (Sophie Scholl)
„Es gibt bis heute keine endgültigen Antworten auf die Frage, wer zu welcher Hilfe imstande ist. Bei allen Forschungen und allem Nachdenken über Zivilcourage: Es gibt immer noch keine Formel für Zivilcourage. Aber es gibt Vorbilder. Wer bereit ist, sogar sein eigenes Leben zu opfern, um andere – vielleicht viele – zu retten: Was sollte er oder sie anderes sein als ein Vorbild?.“

2012: Professor Peter Huber, Richter des Bundesverfassungsgerichts

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Freiheit braucht Mut
„Die Besinnung auf die Weiße Rose, auf das leuchtende Beispiel für Mut zur Freiheit, das ihre Mitglieder im Frühjahr 1943 hier an der LMU gegeben haben, mag dazu beitragen, dass es in Deutschland nie wieder eines solchen Maßes an Mut bedarf, um Freiheit und Selbstbestimmung erfahren zu können.“

2010: Karl Kardinal Lehmann, Bischof von Mainz

Kardinal Lehmann (Foto: Bistum Mainz)

Zivilcourage und Formen des Widerstands
„Auch wenn es eine kleine Gruppe war, so hat die Weiße Rose neben den Männern des 20. Juli 1944 den deutschen Widerstand auch im Ausland bekannt gemacht ... Der Aufruf des 5. Flugblattes 'Unterstützt die Widerstandsbewegung, verbreitet die Flugblätter' blieb so nicht ungehört."