Ludwig-Maximilians-Universität München
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Fritz und Helga Exner-Stiftung

Promotionspreis für Marija Dokić

München, 17.04.2019

Die Dissertation von Maria Dokić heißt „Eine Theaterlandschaft für Belgrad (1841-1914). Zwischen Nationalisierung und Europäisierung“, die sie unter der Betreuung von Professor Marie-Janine Calic vom Bereich Geschichte Ost- und Südosteuropas des Historischen Seminars der LMU angefertigt hat. „In dieser Pionierarbeit bricht die Autorin mit einer langen Tradition, nahezu alle Phänomene, in zum Beispiel Serbien im 19. Jahrhundert, aus der Perspektive der Staats- und Nationsbildung zu betrachten“, heißt es in der Laudatio im Rahmen der Verleihung des Preises der Fritz und Helga Exner-Stiftung. Ohne die Auseinandersetzung mit dieser Perspektive in den Vordergrund zu stellen, schlage Dokić eine andere produktive Betrachtungsweise vor und wende diese besonders überzeugend an. Die Entwicklung der Theaterlandschaft in Belgrad sei in dem Sinne nicht Teil einer nationalen Kulturpolitik, sondern Teil einer gesamteuropäischen Entwicklung, die auch von der Eigendynamik und dem Transfer von Theaterformen und Repertoires getragen werde. Indem sie sich nicht in einer gesättigten Forschungstradition eingereiht habe, sondern ihren eigenen Weg gegangen sei, mit Respekt, aber ohne Ehrfurcht vor der Tradition, habe Marija Đokić, die in Belgrad geboren wurde, eines der zahlreichen strengen Kriterien der Gutachter der Exner-Stiftung erfüllt.
Die Fritz und Helga Exner-Stiftung fördert den wissenschaftlichen Nachwuchs aus Deutschland und Südosteuropa durch Stipendien für kürzere Forschungsaufenthalte in der jeweiligen anderen Region. Gefördert werden Forschungsvorhaben mit historischem beziehungsweise zeithistorischem Schwerpunkt.