Ludwig-Maximilians-Universität München
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Nano Innovation Award

Auszeichnung für LMU-Doktoranden

München, 25.07.2019

Dr. Thomas Hümmer aus der Arbeitsgruppe von Professor Theodor Hänsch an der LMU und dem Max-Planck-Institut für Quantenoptik erhielt den vom Center for Nanoscience der LMU und vier Spin-off-Unternehmen ausgelobten Nano Innovation Award.

Thomas Hümmer und Sabrina Thomä mit dem Nano Innovation Award

In seiner Dissertation entwickelte Thomas Hümmer ein neues hochsensitives Mikroskop, um die optischen Eigenschaften kleinster Nanoobjekte, wie Kohlenstoffnanoröhrchen, zu untersuchen. Dafür werden zwei sich gegenüberstehende Spiegel genutzt, zwischen denen Licht hunderttausendmal hin und her geworfen wird. Wird nun ein Nanopartikel zwischen diese Spiegel gebracht, wird dessen Interaktion mit dem Licht hierdurch extrem verstärkt. Dadurch wird es möglich, die Absorption eines einzigen Photons unter einer Million zu detektieren. Da einer der Spiegel nur die Größe eines Haars besitzt, kann damit ein Rastermikroskop gebaut werden, das hochsensitive Aufnahmen und Spektroskopie von Nanostrukturen für Material-, Nano- und Biowissenschaften erlaubt.

Thomas Hümmer hat bereits einen tragbaren und voll funktionsfähigen Prototypen des Mikroskops entwickelt und arbeitet nun an der Kommerzialisierung seiner Erfindung im Rahmen des Start-ups Qlibri. Dotiert ist seine Auszeichnung mit 6.000 Euro. 

Weitere 3.000 Euro erhielt mit Sabrina Thomä eine Masterabsolventin der Universität Bayreuth. In ihrer Arbeit gelang erstmals, mit hochenergetischen Röntgenstrahlen die Anordnung von Wassermolekülen um magnetische Eisenoxid-Nanopartikel zu erforschen.

Den Nano Innovation Award verleihen das LMU Center for der NanoScience gemeinsam mit vier Spin-off-Unternehmen, die als Ausgründungen aus dem CeNS hervorgegangen sind: attocube systems, ibidi, Nanion Technologies und NanoTemper Technologies. „Wir wollen mit dem Preis zeigen, wie wichtig Grundlagenforschung als Basis für industrielle Anwendungen ist. Gleichzeitig wollen wir Forscher ermutigen, mit ihrer Expertise und ihren Ideen Firmen zu gründen und so ihr Wissen für viele nutzbar zu machen.“, sagt Dr. Philipp Baaske, CEO und Gründer von NanoTemper Technologies und Mitglied der Jury.

Das Center for NanoScience (CeNS) ist eine wissenschaftliche Einrichtung der LMU München, die interdisziplinäre Forschung auf dem Gebiet der Nanowissenschaften fördert und koordiniert. Dabei werden von CeNS verschiedene Disziplinen wie Physik, Chemie, Biochemie und Pharmazie überspannt. In CeNS kooperieren neben Arbeitsgruppen der LMU auch Gruppen der Technischen Universität München, der Universität Augsburg, des Max-Planck-Instituts für Biochemie und anderer Institutionen im Münchner Raum.