Ludwig-Maximilians-Universität München
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DFG-Heisenberg-Programm

LMU-Kunsthistorikerin erhält Stipendium

München, 15.02.2016

PD Dr. Daniela Bohde vom Institut für Kunstgeschichte der LMU erhält von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ein Stipendium im Rahmen des Heisenberg-Programms.

Das Stipendium wird für zunächst drei Jahre gewährt. Daniela Bohde wird das Stipendium, das zudem um Sachmittel ergänzt wird, dafür nutzen, Forschungsprojekte zur deutschen Kunst um 1500 durchzuführen. Ein Thema hierbei ist die selbstständige Zeichnung, ein Typus, der sich vor allem in Oberdeutschland herausgebildet hat. Dabei handelt es sich um Zeichnungen, die nicht der Vorbereitung eines anderen Werkes dienen – etwa einem Gemälde oder einer Skulptur –, sondern für sich stehen. Mit ihnen ensteht ein neues Bildmedium, das der Druckgraphik vergleichbar ist, aber häufig dafür genutzt wird, die Betrachter auf unkonventionelle Art anzusprechen. Darüber hinaus forscht Bohde zu einem Thema der christlichen Ikonographie: Umordnung und Unordnung auf dem Kalvarienberg. Die Darstellung der Passion Christi in der deutschen Kunst um 1500. Ein weiterer Forschungsbereich ist die Landschaftsdarstellung in diesem Zeitraum.

Das nach dem Nobelpreisträger für Physik, Werner Heisenberg, benannte Programm ist das bedeutenste Instrument der DFG zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Es wird nur an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vergeben, die bereits alle Voraussetzungen für die Berufung auf eine dauerhafte Professur erfüllen.

PD Dr. Daniela Bohde erhielt zahlreiche Stipendien unter anderem am Center for Advanced Study in the Visual Arts (CASVA) an der National Gallery of Arts in Washington DC. Sie vertrat Lehrstühle an der Universität Basel, der Universität Marburg und zuletzt der LMU München.