Ludwig-Maximilians-Universität München
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Julius-Springer-Preis

Auszeichnung für LMU-Forscher

München, 14.11.2014

Dr. Lukas Reznicek und Dr. Florian Seidensticker, beide von der Augenklinik des Klinikums der Universität München, sind mit dem Julius-Springer-Preis für Ophtalmologie ausgezeichnet worden.

Die beiden Forscher erhielten den Preis für eine wissenschaftlich herausragende Originalarbeit aus der Zeitschrift Der Ophthalmologe. Reznicek und Seidensticker befassen sich darin mit „Weitwinkelfundusautofluoreszenz bei nichtinfektiöser Uveitis posterior“. Das Ziel der Arbeit war es, den diagnostischen Informationsgehalt der Weitwinkelfundusautofluoreszenz (FAF) bei Patienten mit posteriorer nichtinfektiöser Uveitis und chorioretinalen Veränderungen zu untersuchen. Diese Erkrankung des Auges ist eine entzündliche Veränderung des hinteren Augenabschnitts und kann zur Erblindung führen. Reznicek, Seidensticker und Mitarbeiter untersuchten insgesamt 73 Augen von 51 Patienten mit nichtinfektiöser posteriorer Uveitis. Bei allen Patienten wurden eine Weitwinkelfarb- und FAF-Aufnahme der hinteren Augenabschnitte mit einem Weitwinkel-Scanning-Laser-Ophthalmoskop (SLO) gemacht. Mit dieser Methode können Bilder von bis zu 200 Grad der Netzhaut in hoher Auflösung auf einem Scan erzeugt werden. Gegenüber konventionellen Aufnahmen bietet dies den Vorteil, dass neben der zentralen auch die gesamte periphere Netzhaut dargestellt und beurteilt werden kann.

Bei der Arbeit zeigte sich, dass die Weitwinkel-FAF-Aufnahmen wichtige zusätzliche Informationen bei der Erfassung und Dokumentation peripherer und zentraler chorioretinaler Veränderungen bietet.

Der Julius-Springer-Preis ist mit 2.500 Euro dotiert und wird von Springer Medizin ausgelobt. Das Unternehmen ist führender Anbieter von Fachinformationen im Gesundheitswesen in Deutschland und Österreich.