Ludwig-Maximilians-Universität München
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Maximiliansorden

Drei LMU-Emeriti ausgezeichnet

München, 05.12.2014

Drei Emeriti der LMU sind vom bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer mit dem Bayerischen Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst ausgezeichnet worden.

Maximiliansorden (Foto: Bayerische Staatskanzlei)

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Der Kulturwissenschaftler Professor Jens Malte Fischer von der Fakultät für Kunstwissenschaften erhielt den Orden für seine Forschung unter anderem zur Kultur der Jahrhundertwende um 1900, der Geschichte des Antisemitismus sowie der Geschichte des Films. Seehofer sagte in seiner Laudatio, Fischer habe insbesondere mit seinen Sachbüchern – vor allem mit seiner weithin beachteten Biografie Gustav Mahlers – das Kulturleben und die Forschung bereichert. Er sei einer der wenigen, so der Ministerpräsident, der die Ästhetik des Films in die eigene wissenschaftliche und schriftstellerische Arbeit einbezogen habe.

Professor August Böck, emeritierter Ordinarius für Mikrobiologie, erhielt den Orden insbesondere für seine Beiträge, den genetischen Code besser zu verstehen. Horst Seehofer würdigte vor allem Böcks Beiträge zum Stoffwechsel und zur Enzymatik von Bakterien. Sie hätten der Fachwelt fundamentale neue Erkenntnisse geliefert. Böck hab sich sowohl national als auch international mit seinen „bahnbrechenden Forschungen einen Namen gemacht“. Wissenschaftlern wie ihm sei es zu verdanken, dass die LMU in München weltweit einen so exzellenten Ruf genieße.

Der Althistoriker Professor Christian Meier sei nicht nur ein renommierter Historiker, sondern auch ein begnadeter Erzähler, so Seehofer in seiner Laudatio. So gelinge es Meier, seine Forschungen zum klassischen Griechenland und zur späten Römischen Republik anders zu erzählen, nämlich „packend, lebendig, lebensnah“, so der Ministerpräsident. Seine Leser würden Caesar und Perikles in seinen Büchern als Menschen kennen und verstehen lernen: mit Gefühlen, Gedanken und tiefen Überzeugungen. „Elfenbeinturm“ sei für Meier ein Fremdwort, sagte Seehofer. Er würdigte Meier als Mahner und Warner, der sich auch in die politische Debatte mische.