Ludwig-Maximilians-Universität München
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Ernst Schering Preis

Hohe Auszeichnung für Magdalena Götz

München, 01.10.2014

Professor Magdalena Götz, Inhaberin des Lehrstuhls für Physiologische Genomik an der LMU und Direktorin des Instituts für Stammzellforschung am Helmholtz Zentrum München, ist mit dem Ernst Schering Preis ausgezeichnet worden.

Die Forscherin erhält den mit 50.000 Euro dotierten Preis für die Erforschung der molekularen Grundlagen der Gehirnentwicklung. Sie konnte nachweisen, dass sogenannte Gliazellen des Gehirns als Stammzellen fungieren und Nervenzellen aus Gliazellen hervorgehen können. Sie zeigte auch, welche Faktoren beim Übergang von glialen zu neuronalen Zellen eine Rolle spielen. Diesen Entdeckungen führten zu einem Paradigmenwechsel in der Neurowissenschaft und sind von zentraler Bedeutung für neue therapeutische Ansätze bei Gehirnverletzungen und -erkrankungen. „Götz‘ Forschungsarbeiten“, so heißt es in der Preisbegründung, „gelten als wegweisend für die Versuche, die zielgerichtete Differenzierung von Stammzellen zu lenken und damit eines der zentralen Probleme der angewandten Stammzellforschung zu lösen.“

Magdalena Götz wurde für ihre Forschung bereits hochdekoriert, unter anderem mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft oder einem Advanced Grant des European Research Council (ERC).

Der Ernst Schering Preis gehört zu den renommiertesten deutschen Wissenschaftspreisen und wurde 1991 von der Schering Forschungsgesellschaft ins Leben gerufen. Die Schering Stiftung verleiht den Preis seit 2003. Ausgezeichnet werden exzellente Leistungen im Bereich biologischer, medizinischer und chemischer Grundlagenforschung auf internationaler Ebene.