Ludwig-Maximilians-Universität München
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Memento-Preis

Vernachlässigte Krankheiten im Blick

München, 03.02.2014

Frau Professor Gisela Bretzel und Dr. Marcus Beißner von der Abteilung für Infektions- und Tropenmedizin am Klinikum der Universität München sind die ersten Träger des Memento-Forschungspreises für vernachlässigte Krankheiten. Sie erhielten die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung zusammen mit zwei Politikerinnen am gestrigen Donnerstag in Berlin.

Professor Bretzel und Dr. Beißner forschen insbesondere zu Lepra und Buruli-Ulkus. Letzteres ist eine Infektionserkrankung der Haut, die großflächige, nicht heilende Wunden verursacht. Beide werden durch Mykobakterien verursacht, kommen unter anderem in Westafrika vor und gehören zu den vernachlässigten Erkrankungen. Das Forschungsprojekt von Professor Bretzel und Dr. Beißner leiste, so die Laudatio, „einen sehr innovativen Beitrag zur Bekämpfung vernachlässigter Mykobakterien-Erkrankungen in West-Afrika. Dank aktiver Fallfindung, rechtzeitiger Diagnose und gezielter Chemotherapie gelingt es dem Forschungsteam, das Leben vieler Patienten deutlich zu verbessern.“

Vernachlässigte Krankheiten betreffen etwa 40 Prozent der gesamten Weltbevölkerung: Rund drei Milliarden Menschen vor allem in Entwicklungsländern sind davon betroffen. Diese Krankheiten, zu denen unter anderem Lepra, Malaria, Dengue-Fieber oder Tuberkulose gehören, spielen in der modernen Forschung aber eine eher untergeordnete Rolle. Hier Abhilfe zu schaffen und ein Zeichen zu setzen, ist Ziel des Memento Preises, der von Ärzte ohne Grenzen, der BUKO Pharma-Kampagne und der DAHW Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe vergeben wird. Ausgelobt wird der Preis in den Kategorien „Forschung und Entwicklung“ und „Politischer Wille“.

 

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