Ludwig-Maximilians-Universität München
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Rachel Carson Center

Hohe Förderung der VolkswagenStiftung

München, 04.10.2019

Im Rahmen des Programms „Hochschule der Zukunft“ fördert die Volkswagen-Stiftung ab Herbst 2019 für den Zeitraum von sieben Jahren ein Projekt des Rachel Carson Centers zur Stärkung der geistes- und sozialwissenschaftlichen Umweltforschung und -lehre an der LMU.

Die Förderung in Höhe von rund einer Millionen Euro durch die Volkswagen-Stiftung soll dazu dienen, ein Masterprogramm mit Schwerpunkt in den Umwelt-Geisteswissenschaften zu entwickeln und Curricula für eine innovative Lehre zu erarbeiten. Darüber hinaus soll die Förderung für Workshops, Kurzzeit-Gastprofessuren, Massive Open Online Courses (MOOCs), Feldseminare, digitale Multimediapräsentationen sowie Ausstellungen eingesetzt werden.
„Ziel des Projekts ist es, die LMU und München zum führenden Standort für die Environmental Humanities in Deutschland, wenn nicht in Europa zu machen“, erklärt der Direktor des Rachel Carson Centers, Professor Christof Mauch.
In den vergangenen zehn Jahren hätten die Environmental Humanities in angelsächsischen Ländern und in Skandinavien eine ungeahnte Anziehungskraft entwickelt, vergleichbar etwa mit dem Erfolg der Digital Humanities, so Mauch. Gerade im Bereich der Environmental Humanities seien international zahlreiche neue Zentren und Studiengänge entstanden, jedoch würde gerade an deutschen Universitäten vergleichsweise wenig über den Zusammenhang zwischen Umwelt und Gesellschaft und über Werte und Einstellungen reflektiert, die ein nachhaltiges Verhalten fördern können.

Nur an der LMU als einziger Universität in Deutschland gibt es die Möglichkeit, in dem Fach Environmental Humanities zu promovieren. Mit dem von der VolkswagenStiftung unterstützten Projekt können Lehre und Forschung an der LMU auf eine noch breitere Basis gestellt werden. Eine Arbeitsgruppe aus Umweltforschern der LMU, der sowohl Ethiker, Geographen, Biologen also auch Ethnologen, Literaturwissenschaftler sowie Historiker angehören, wird die Projektarbeit unterstützen.
Denn Umweltveränderungen, wie der Klimawandel oder das Artensterben haben einen enormen Einfluss auf die Lebensbedingungen von Menschen auf dem Globus. Daher ist es wichtig, Mensch und Gesellschaft, Werte und Visionen nicht nur aus natur- und ingenieurwissenschaftlicher Sicht, sondern auch geistes- und sozialwissenschaftlich zu untersuchen.

Im November wird ein international besetzter Workshop gleichsam den Startschuss für das von der VW-Stiftung geförderte Projekt geben. Daran nehmen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler teil, die das Fach Environmental Humanities an ihren jeweiligen Universitäten bereits erfolgreich eingerichtet haben beziehungsweise eigene Projekte planen. „Wir wollen kreativ und exzeptionell sein“, erklärt Christof Mauch, „aber auch die nationale und internationale Vernetzung ist uns wichtig, denn Umweltherausforderungen kennen keine nationalen Grenzen“.