Ludwig-Maximilians-Universität München
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Schreibwoche

Kaffee und Schreibtisch-Yoga

München, 25.02.2019

Fällt der Einstieg in die Hausarbeit wieder schwer? Macht nichts – am 28. Februar findet wieder die „Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“ statt. In diesem Jahr neu: Die Schreibwoche vom 25. bis zum 27. Februar. Dr. Bärbel Harju, Leiterin des Schreibzentrums der LMU, erzählt im Interview, was bei der Schreibwoche geboten ist und wie man den inneren Schweinehund überwinden kann.

Foto: Siegrid Klein

Das Schreibzentrum der LMU war in Bayern eines der ersten seiner Art. Neu ist jetzt die Schreibwoche. Was kann man sich darunter vorstellen?

Harju: Die Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten hat sich in den letzten Jahren zu einer richtigen Institution etabliert und konnte stetig steigende Teilnehmerzahlen verzeichnen. Zuletzt waren es mehrere Hundert Studierende. Damit wir dem Bedarf gerecht werden und noch intensiver individuelle Schreibberatung bieten können, gibt es das Schreibcafé mit stillen Schreibräumen, Tee und Snacks jetzt an mehreren Tagen. Außerdem haben wir das Workshopangebot weiter ausgebaut.

Mit welchen Problemen kommen die Studierenden am häufigsten in die Schreibberatung?

Zeitmanagement ist für viele Studierende schwierig: nicht nur rechtzeitig Anfangen, sondern auch sich genug Zeit zum Überarbeiten der Hausarbeit zu nehmen. Das unterschätzen viele. Ein großes Problem ist auch die „Aufschieberitis“. Oft sitzt man vor einem leeren Blatt und weiß einfach nicht, wie man anfangen soll. Das kann dann viele Ursachen haben. Vielleicht ist das Thema zu weit gefasst oder es gibt noch gar keine konkrete Forschungsfrage. Da hilft es dann einen Schritt zurückzutreten und sich nochmal in der eigenen Arbeit neu zu orientieren.

Welche Angebote der Schreibwoche können da helfen?

In den Workshops werden unterschiedliche Fragestellungen bearbeitet. Welcher Schreibtyp bin ich? Wie arbeite ich eigentlich wissenschaftlich? Aber auch spezifischere Themen, wie das Schreiben von Einleitungen oder wie man einfach, schöne Inhaltsverzeichnisse erzeugen kann. Auch gibt es in diesem Jahr wieder Yoga und Qi Gong-Kurse. Es ist wichtig, auch einmal durchzuatmen, sich zu entspannen und Spaß beim Schreiben zu haben. Dafür gibt es auch unseren Workshop „Schreib dich locker“.

Müssen Studierende an allen Workshops teilnehmen, um die perfekte Arbeit zu schreiben?

Nein, definitiv nicht. Die Studierenden sollten sich einzelne Workshops aussuchen, die auf das Thema der eigenen Arbeit passen. Man muss auch nicht den ganzen Tag im Schreibcafé sitzen. Man kann auch einfach mal für eine halbe Stunde, einen Kaffee oder ein Pläuschchen mit den Kommilitonen vorbeikommen. Das hilft oftmals auch schon, um eine Blockade zu lösen.

Haben Sie selbst schon einmal mit einer Schreibblockade gekämpft?

Ja, es kommt immer noch vor, dass ich mich im Schreibprozess an einer Stelle aufhänge und einfach nicht mehr weiter komme. Ich versuche dann immer an einer anderen Passage weiterzuschreiben oder kleine Schreibübungen zu machen. Auch einen Plan aufzustellen hilft mir in der Regel. So löst sich das Gedankenknäuel dann auch schnell wieder.

Weitere Informationen zur Schreibwoche und der Langen Nacht der Aufgeschobenen Hausarbeiten finden Sie hier.

Das Schreibzentrum übernimmt diese Woche auch den Takeover-Kanal der LMU. Einen Blick hinter die Kulissen gibt es unter @lmu.takeover.


harjuDr. Bärbel Harju ist die Leiterin des Schreibzentrums an der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften der LMU.