Ludwig-Maximilians-Universität München
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Interview zu Auslandssemestern

„Bitte den Spaß nicht vergessen“

München, 20.05.2019

Auslandssemester erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Am 22. Mai können sich interessierte Studierende beim Internationalen Tag im Lichthof der LMU über die Möglichkeiten eines Auslandsstudiums informieren. Dass Studierende nicht nur sprachlich davon profitieren können, erzählt Sisilia Akello-Okello vom International Office im Interview.

Foto: Philipp Thalhammer/LMU

Frau Akello-Okello, waren Sie selbst während Ihres Studiums im Ausland?

Sisilia Akello-Okello: Ja, mit dem Mobilitätsprogramm Erasmus+ habe ich ein Auslandssemester in Vilnius, der Hauptstadt von Litauen, verbracht und später einen dreimonatigen Forschungsaufenthalt in Uganda gemacht, wo ich die Theaterszene in Kampala untersucht habe. Das war eine tolle und lehrreiche Zeit, in der ich viele ansässige und internationale Studierende kennengelernt habe. Mit manchen stehe ich bis heute noch in Kontakt.

Wie profitieren Studierende von einem Auslandsaufenthalt?

Das hängt ganz von der persönlichen Motivation der Studierenden ab. Die spontane Motivation mancher Studierenden ist: Ich möchte im Ausland meine Sprachkenntnisse verbessern. Oder: Ich möchte eine andere Kultur oder ein anderes Land kennenlernen. Ein Auslandsaufenthalt während des Studiums geht aber noch weit über das Thema Kultur und Sprache hinaus. Denn Studis lernen das akademische Leben einer Uni in einem anderen Land kennen. Sie sehen, wie ihr Studienfach dort gelehrt wird, lernen interessante Professorinnen und Professoren und neue Forschungsthemen kennen. Außerdem können sie live miterleben, welche Forschungsschwerpunkte in ihrem Fach außerhalb Deutschlands aktuell gesetzt werden. Dieses Wissen und die Erfahrungen können sie prima für ihr weiteres Studium und ihren Berufsweg nutzen.

Sie stehen ja mit den LMU’lern im Ausland weiter in Kontakt. Was erzählen die Ihnen so?

Da finden sich eine Menge lustiger und schöner Anekdoten. Nach ihrem Aufenthalt über LMUexchange reichen die Studierenden bei uns einen Erfahrungsbericht ein. Die sind zum großen Teil in unserer Infothek in der Ludwigsstraße 27 für alle Studierenden nachzulesen. Darum würde den Studis vorschlagen, selbst mal die Infothek zu besuchen und in den Erfahrungsberichten zu stöbern. Vor allem auch in Hinblick eines Auslandsaufenthaltes sind dort viele interessante Tipps und Tricks nachzulesen - und eben auch lustige Anekdoten.

Mal abseits von Großbritannien, Kanada und Frankreich. Was sind die fernsten Länder, die sich für ein Auslandsstudium anbieten?

Wir haben an der LMU auch Austauschmöglichkeiten mit Universitäten, die Studierenden vielleicht nicht auf den ersten Blick ins Auge fallen, die aber nicht minder interessant sind. Da fallen mir als weit entfernte Länder der Oman oder Äthiopien ein, wo wir auch Partnerschaften unterhalten. Als neue Austauschmöglichkeit haben wir beispielsweise in diesem Jahr auch noch Guatemala dazubekommen. Näher an München dran, aber auch sehr interessant finde ich auch die Austauschmöglichkeiten in den osteuropäischen Ländern, die man über Erasmus+ wahrnehmen kann. Es lohnt sich, in regelmäßigen Abständen unsere Broschüren durchzublättern oder bei der Infothek vorbeizuschauen.

Was würden Sie Studierenden mit auf den Weg geben, wenn sie vor Ihrem ersten Auslandsaufenthalt stehen?

Primär denke ich, dass es wichtig ist, sich bewusst zu sein, dass man im Ausland manchmal ein wenig Zeit brauchen kann, um sich in den neuen Strukturen zu Recht zu finden. Das kann ein bisschen frustrierend sein, aber da sollten Studis auf keinen Fall verzagen. Wir versuchen die Studis aber gut vorzubereiten. Bei LMUexchange nehmen sie an einem interkulturellen Begleitprogramm teil. Hier haben Sie auch die Gelegenheit, sich mit ehemaligen Austauchstudierenden auszutauschen und konkrete, länderspezifische Fragen zu stellen.

Ein Gedanke den Studis meiner Meinung nach im Zuge ihres Aufenthaltes auf keinen Fall vergessen sollten: Eine so tiefgreifende Erfahrung wie ein Auslandsaufenthalt ist so viel wichtiger als ein Abschluss in Regelstudienzeit. Und natürlich auch: Bitte den Spaß nicht vergessen.


Am 22. Mai findet im Lichthof der LMU der Internationale Tag statt. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des International Office.