Ludwig-Maximilians-Universität München
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March for Science

„Wissenschaft ist keine Meinung“

München, 11.04.2018

Am 14. April findet in München zum zweiten Mal der „March for Science“ statt. Wissenschaftler der LMU unterstützen die Demonstration, die den „Wert wissenschaftlichen Denkens wieder stärker ins gesellschaftliche Bewusstsein rücken“ will.

Logo March of Science

Bereits 2017 demonstrierten allein in München über 5000 Unterstützer für die Unabhängigkeit der Wissenschaft. Ein Thema, das weiter aktuell bleibt. „Obwohl Forschung und wissenschaftliche Bildung einen guten Stand in Deutschland haben, ist es wichtig, sich bewusst zu sein, dass in Teilen der Welt andere Zustände herrschen“, sagt Professor Tim Liedl, der im letzten Jahr mit dem Center for Nanoscience (CeNS) den „March for Science“ unterstützte. „Die Wissenschaft als faktenbasierte Möglichkeit die Welt zu verstehen und zu verändern muss zugänglich und der nationale und internationale Austausch offen bleiben. Nur so kann Zuverlässigkeit, Sicherheit und Entwicklung gewährleistet, und Vorurteilen, Schienendenken und Populismus entgegengewirkt werden.“

Ursprung des „March for Science“ waren Proteste in den USA. Mittlerweile hat sich die Protestbewegung dort weiter entwickelt. „Der March for Science wird dieses Jahr in den USA an weniger Orten stattfinden, aber politischer und aktivistischer werden. An Aktualität hat er nichts verloren. Während die Veranstaltungen sich 2017 vor allem gegen Trumps Streichungen in der Klimaforschung und gegen die Reduktion der Förderung für die Geisteswissenschaften richteten, drängen Wissenschaftler 2018 darauf, dass der US-Kongress Gelder für Forschung zur Gewalt- und Schusswaffenproblematik zur Verfügung stellt. In den USA ist die Förderung von Wissenschaft und von bundesstaatlichen Hochschulen oft aus politischen Gründen gefährdet“, sagt Professor Christof Mauch. „Im rechten Parteispektrum gelten die Universitäten als Bastionen der Democratic Party. Aber auch in anderen Ländern in den Amerikas wird es Initiativen zur Unterstützung der Wissenschaft geben. Vor allem in Mexiko sind dieses Jahr deutlich mehr Veranstaltungen angekündigt als bisher. Dieses Jahr sollen sich die Aktivitäten über die Straßenproteste hinaus ausweiten. Für Mai ist in Chicago ein dreitägiger Grassroots-Gipfel geplant, der Aktivitäten in den USA und darüber hinaus inspirieren soll“, so der Direktor des Rachel Carson Centers der LMU.

Wenn Sie sich für eine Teilnahme am Science March interessieren, finden Sie weitere Informationen unter: https://sciencemarchger.wordpress.com/