Ludwig-Maximilians-Universität München
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Rachel Carson Center

Erster Weltgipfel der Umweltgeisteswissenschaften

München, 28.06.2018

Vom 29.Juni bis zum 1.Juli 2018 findet am Rachel Carson Center für Umwelt und Gesellschaft der LMU und im Schloss Hohenkammer der Erste internationale Environmental Humanities Summit statt. Vorsitzende von Umweltwissenschaftlichen Organisationen und Leiter von Umweltzentren aus sechs Kontinenten und 22 Ländern - von Bogotá bis Peking und von Stavanger bis Sydney - werden auf dem Gipfel über die Zukunft der Environmental Humanities diskutieren.

„Kein Fachgebiet innerhalb der Geisteswissenschaften ist in den letzten Jahren so schnell gewachsen wie die Environmental Humanities. Das bringt Chancen und Kommunikationsbedarf mit sich“, erklärt Professor Christof Mauch, Direktor des Rachel Carson Centers, der den Kongress einberufen hat. In den letzten Jahren sind zahlreiche Zentren zu den Environmental Humanities insbesondere in Skandinavien, Großbritannien, in den USA und Australien entstanden. Einige Kongressteilnehmer kommen aus der Politik, so zum Beispiel die Direktorin des neuen Earth Humanities Centers der New York University Abu Dhabi, Sophia Kalantzakos, die ursprünglich dem griechischen Arbeitsministerium vorstand, oder José Augusto Padua, Brasiliens Greenpeace-Chef.

„Wir sehen, dass die großen Umweltprobleme wie Klimawandel und Ressourcenknappheit nur adäquat verstanden, vermittelt und in Angriff genommen werden können, wenn wir sie im großen gesellschaftlichen Zusammenhang diskutieren“, meint Mauch.

Das Rachel Carson Center für Umwelt und Gesellschaft, ein aus BMBF-Mitteln gefördertes Kolleg, wurde 2009 gegründet und wird noch bis 2021 aus Bonner Mitteln gefördert. Für viele Zentren war das RCC ein Vorbild. Es ist das weltweit größte Zentrum für die Environmental Humanities. Über 300 Professorinnen und Postdocs sowie Outreach-Fellows, darunter Filmproduzentinnen und Schriftsteller haben hier als Fellows gearbeitet. Zahlreiche einschlägige Bücher sind in der Münchner Leopoldstrasse enstanden. Wichtig sei es, so Christof Mauch, „dass wir die großen Umweltfragen international und interdisziplinär angehen. Die Environmental Humanities haben das Potenzial, kreativ in die Gesellschaft hineinzuwirken und in der Wissenschaftslandschaft zukünftig eine große Rolle zu spielen.“