Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Neuberufen

Prof. Dr. Susanne Katja Lauer

bislang Veterinary Surgical Center, Portland, USA, ab 01.04.2018 W2-Professorin für Kleintierchirurgie, Tierärztliche Fakultät der LMU.

Susanne Lauer ist seit April 2017 Professorin für Kleintierchirurgie an der Chirurgischen und Gynäkologischen Kleintierklinik der LMU. Damit kehrt sie an ihre Alma Mater zurück, an der sie von 1985 bis 1991 Tiermedizin studiert hat und 1994 mit einer Dissertation CO2/ O2-Anästhesie bei der routinemäßigen Kastration von Ferkeln promoviert wurde. Sie arbeitete im Anschluss für zwei Jahre an einer Tierklinik in Nürnberg und ging schließlich in die USA, wo sie 20 Jahre an verschiedenen Universitäten und Tierkliniken tätig war. Unter anderem forschte und arbeitete sie an der University of Georgia, der Louisiana State University oder dem VCA Southeast Portland Animal Hospital. „Was mir zum Schluss gefehlt hat, war die intellektuelle Herausforderung, die Forschung, die an einer Tierklinik wie der in Portland nicht so im Vordergrund steht“, sagt Lauer über die Gründe ihrer Rückkehr nach Deutschland und an die LMU. An der LMU möchte sie unter anderem mit der Finite- Elemente-Methode (FE M) forschen. Ursprünglich für den Maschinenbau entwickelt, können mit dieser Methode auch im Bereich der Biomechanik Spannungen und Verformungen simuliert werden, die bei Bewegungen von Tieren auf Knochen oder Gelenke wirken. In diesem Zusammenhang sucht Susanne Lauer nach Einsatzmöglichkeiten von Sensoren, die etwa bei Hunden messen, welche Kräfte im Bereich einer Verletzung wirken. Die erfassten Daten sollen mittels App auf die mobilen Endgeräte der Halter aufgespielt werden, um diese zu warnen, sollten sich die Tiere zu stark oder falsch bewegen. Weitere Arbeitsbereiche von Professor Lauer sind die Physiotherapie, die Schockwellentherapie oder der sogenannte Fixateur Externe. Bei dieser Methode werden Pins im Knochen verankert und außerhalb des Körpers mit einer starren Vorrichtung (Metallstangen) fest verbunden, um die Knochen nach einer Fraktur ruhig zu stellen und so Heilungsprozess zu beschleunigen. In München freut sich Susanne Lauer auch darauf, ihre Leidenschaften weiterzuverfolgen: Segelfliegen und Kajak-Sport.

Prof. Dr. Thomas Christian Wehler

bislang Universitätsklinikum des Saarlands, ab 01.01.2018 W2-Professor für Pneumologie - Thorakale Onkologie, Medizinische Fakultät der LMU.

Prof. Dr. Michael von Bergwelt-Baildon

bislang Uniklinik Köln, ab 01.12.2017 W3-Professor für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Hämatologie und Onkologie, Medizinische Fakultät der LMU.

Prof. Dr. Stefan Maier

bislang Imperial College London, Vereinigtes Königreich, ab 01.10.2017 W3-Professor für Experimentalphysik - Hybride Nanosysteme, Fakultät für Physik der LMU.

Prof. Dr. Georg Dürnecker

Prof. Dr. Georg Dürnecker

bislang Universität Mannheim, ab 01.10.2017 W2-Professor für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Makroökonomie, Volkswirtschaftliche Fakultät der LMU.

Georg Dürnecker ist seit 1. Oktober 2017 Professor für Volkswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Makroökonomie an der Volkswirtschaftlichen Fakultät der LMU. Der gebürtige Österreicher erwarb an der Wirtschaftsuniversität Wien sein Diplom und daran anschließend aus Interesse an der Forschung einen Master am Institut für Höhere Studien in Wien – „die ideale Vorbereitung für die Promotion“, wie er sagt. Sein Doktorvorhaben führte Georg Dürnecker ans Europäische Hochschulinstitut in Florenz, wo er begann, sich auf das Thema der Arbeitsmarktökonomik zu spezialisieren. 2009 wechselte er an die Universität Mannheim, zunächst als Postdoc und seit 2010 als Professor – unterbrochen von einem einjährigen Aufenthalt als Gastprofessor an der Universität in Stockholm. In seiner Forschung widmet sich Georg Dürnecker Theorien des Wirtschaftswachstums und des Arbeitsmarkts. Insbesondere untersucht er, welchen Einfluss der technologische Fortschritt und der strukturelle Wandel der Wirtschaft auf den Arbeitsmarkt haben: Einige Berufe werden von der technologischen Entwicklung quasi überholt, in anderen Jobs steigt dagegen der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften. Georg Dürnecker sucht eine Antwort auf die Fragen, unter welchen Bedingungen diese Entwicklung nicht zu steigender Arbeitslosigkeit führt, sondern im Gegenteil der Arbeitsmarkt optimal organisiert wäre, sodass jeder Erwerbstätige auch eine Beschäftigung hat. Ein Ansatzpunkt dafür ist der Vergleich der Arbeitsmärkte in Europa und den USA. In Deutschland gelten die Eintrittsbarrieren in den Arbeitsmarkt durch das duale Ausbildungssystem als relativ hoch, während in den USA der Quereinstieg leichter fällt. „Im deutschen Ausbildungssystem haben jungen Menschen früh sehr gute Qualifikationen.“ Doch das könnte zweischneidig sein, wenn sie im Verlauf ihres Berufslebens mit technologischem Wandel konfrontiert werden und eventuell sogar den Beruf wechseln müssen. „Möglicherweise ist das deutsche Ausbildungssystem sehr gut in einer statischen Welt“, sagt Dürnecker. In einer Welt des permanenten Wandels könnten andere Strukturen nötig sein. Um diese Annahme zu überprüfen, vergleicht der Wirtschaftswissenschaftler derzeit die Zugangsbedingungen zu 500 Berufen in den USA und Deutschland und setzt diese auf individueller Ebene in Bezug zu technologischem Wandel, Arbeitslosigkeit und möglichem Berufswechsel. Dadurch erhofft er sich Antworten auf die Frage, welchen Einfluss die Ausbildung auf die lebenslange Beschäftigung hat und wie der Ausbildungsund Arbeitsmarkt bestmöglich strukturiert sein sollte. In München profitiert er von den fachlichen Schnittstellen, die er zu vielen Kollegen an der Volkswirtschaftlichen Fakultät hat, und entwickelt bereits erste Ideen, seine Fragestellung interdisziplinär anzugehen. Die Studierenden erlebt er in seiner Lehre als „oftmals recht ambitioniert. Man kann sie durchaus fordern und sie ziehen dann mit.“ Privat bedeutet der Wechsel nach München derzeit für Georg Dürnecker häufiges Pendeln. Seine Familie lebt noch in Heidelberg, wo seine Frau eine Professur für Soziologie hat.