Gleichstellung
Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist ein wichtiger Faktor, um die Qualität in Forschung und Lehre langfristig zu steigern: Denn gezielte Gleichstellungsmaßnahmen gewährleisten, dass das Potential an vorhandenen Talenten optimal ausgeschöpft wird und sich die LMU im weltweiten Wettbewerb einen klaren Standortvorteil verschaffen kann. So verabschiedete der Senat bereits im Jahr 1994 erstmals „Empfehlungen zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Studium, Forschung und Lehre“.
Seitdem hat die LMU ein Bündel von Maßnahmen etabliert, um die Gleichstellung von Männern und Frauen auf allen Qualifikationsstufen in Wissenschaft und Verwaltung zu befördern und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. Vor allem aber im Zukunftskonzept LMUexcellent wurden vielfältige Instrumente verankert und die Gleichstellung von Frauen und Männern als universitätsweite Querschnittsaufgabe definiert, die die Bereiche Nachwuchsförderung, Recruiting, Weiterbildung und Qualitätssicherung umfasst. Darüber hinaus ist in der Grundordnung der LMU Gender Mainstreaming als durchgängiges Leitprinzip für alle Organe und Gremien der Universität definiert. Die LMU konnte den Frauenanteil bei Neuberufungen in den Jahren 2009 und 2010 von 19 Prozent auf ein Vierteil steigern. Hochschulleitung und Fakultäten haben sich deshalb gemeinsam darauf verpflichtet, den Anteil der Wissenschaftlerinnen bei der Besetzung von Professuren bis 2013 auf mindestens 30 Prozent zu erhöhen.
Damit hat die LMU bereits vieles von dem etabliert, was die Deutsche Forschungsgemeinschaft in ihre „Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards“ aufgenommen hat
(Aktueller Bericht).
Das vom Bundesfamilien- und Bundesforschungsministerium geförderte Total E-Quality-Prädikat, mit dem die LMU im September 2012 bereits zum zweiten Mal ausgezeichnet wurde, bestärkt die Universität, den eingeschlagenen Weg konsequent weiter zu verfolgen und ihr Engagement um weitere Aspekte von Chancengleichheit zu erweitern.
Als Ausdruck ihres Bekenntnisses zu einer offenen Organisationskultur hat die LMU im September 2011 die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet. Sie nimmt damit neben dem Geschlecht weitere persönlichkeitsprägende Merkmale – wie beispielsweise ethnische Herkunft und Behinderung – in den Blick. Alle Mitglieder der LMU sollen in einem von Vielfalt und Wertschätzung geprägtem Umfeld arbeiten und lernen und so ihre Potenziale voll entfalten können.
Die Initiative „Charta der Vielfalt“ wurde von Daimler, der BP Europa SE (ehemals Deutsche BP), der Deutschen Bank und der Deutschen Telekom im Dezember 2006 ins Leben gerufen. Mehr als 1100 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen sind ihr inzwischen beigetreten. Die Initiative wird unterstützt von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer. Schirmherrin ist Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.
