Ludwig-Maximilians-Universität München
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LMU-Gebäude im Laufe der Geschichte

Erstes Hauptgebäude war das „Pfründnerhaus“ in Ingolstadt, in dem die Universität von 1472 bis 1800 untergebracht war. In Ingolstadt erhielt die Medizinische Fakultät in der Nähe des Botanischen Gartens nach 13-jähriger Bauzeit 1736 ihr eigenes Gebäude inklusive eines Anatomischen Theaters.

In Landshut war die „Ludovico-Maximilianea“ zu Beginn nur provisorisch untergebracht, bis sie 1802 in die Räume des durch die Säkularisation aufgehobenen Dominikanerklosters umziehen konnte. Die Aufhebung und Verstaatlichung des kirchlichen Besitzes brachte der Landshuter Universität zudem die Aula des ehemaligen Jesuitenkollegs und Teile des Franziskanerklosters. Im Frauenkloster Hl. Kreuz wurde das Georgianum untergebracht, Medizin und Chirurgie im Krankenhaus. Der Kapuzinergraben diente als Reitbahn, ein Flügel der Burg Trausnitz als Observatorium.

Nach dem Umzug in die Landeshauptstadt München 1826 war die Universität zunächst im ehemaligen Jesuitenkolleg St. Michael untergebracht. Vierzehn Jahre später konnte die LMU in das heutige, von Friedrich von Gärtner entworfene Hauptgebäude umziehen. Die vielen Gründungen von Instituten, Kliniken, Lehrstühlen und Seminaren im Laufe des 19. Jahrhunderts machten einen Universitätsausbau unumgänglich. Rund um das Sendlinger Tor entstand zum Beispiel das Klinikviertel der LMU, mit mehreren Instituten sowie Bauten für Augenheilkunde, Psychiatrie und Zahnmedizin. In Harlaching wurde 1908 eine Orthopädische Klinik errichtet. Auch die Naturwissenschaften expandierten in der Stadt. An der Sophienstraße lag das unter Adolf von Baeyer berühmt gewordene Laboratorium. Die Physiologische Chemie konnte in einen Anbau des Botanischen Gartens und 1915 in ein eigenes Gebäude an der Karlstraße umziehen. Das Mathematisch-Physikalische Seminar fand dagegen in einer Erweiterung des Hauptgebäudes (1892–1894) Unterkunft. Die Geisteswissenschaften blieben im Universitätshauptgebäude. Dessen Nordflügel wurde 1897/98 entlang der Adalbertstraße verlängert. 1905–1909 erfolgte die Errichtung des Erweiterungstraktes mit Lichthof und Auditorium Maximum als Anschluss an den Bau Gärtners. Im 1899 an der Amalienstraße errichteten Neubau wurde die Forstwissenschaft untergebracht. Die Tiermedizin konnte 1902 ebenfalls in ein neues Gebäude an der Königinstraße einziehen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg waren besonders das Hauptgebäude und die Areale der Kliniken sowie die naturwissenschaftlichen Institute schwer beschädigt. In dieser Situation dachte man sogar daran, die LMU aus der Innenstadt zu verlegen. Man entschied sich dann allerdings für den Wiederaufbau beziehungsweise den Neubau der zerstörten Gebäude. Die Universitätsbibliothek konnte dabei in den an das Hauptgebäude angeschlossenen „Salinenbau“ umziehen. Das Klinikviertel wurde zwar wieder aufgebaut, mit dem Bau des Klinikums Großhadern dann doch teilweise an den Stadtrand verlegt. Grundsätzlich setzte sich seit dem Wiederaufbau der LMU die Tendenz zur Dislozierung fort, wodurch sie nicht dem Bild einer klassischen Campusuniversität entspricht. So wurde in Zusammenarbeit mit der TU München 1972 das Beschleunigerlabor der Sektion Physik in Garching eröffnet. 1992 zog die Forstwissenschaftliche Fakultät nach Weihenstephan an die TU München, 1999 die Fakultät für Chemie und Pharmazie nach Großhadern. Das 2009 fertiggestellte Biozentrum in Martinsried ist derzeit der jüngste Gebäudekomplex der LMU.

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