Ludwig-Maximilians-Universität München
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Auswahlprozess der Deutschlandstipendiaten

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Ein Interview mit der Sozialwissenschaftlichen Fakultät und der Deutschen Journalistenschule

Die Deutsche Journalistenschule (DJS) in München ist die renommierteste Journalistenschule in Deutschland. Seit 1949 wurden dort rund 2200 junge Menschen zu Redakteurinnen und Redakteuren ausgebildet – darunter Günther Jauch, Sandra Maischberger oder LMU-Alumnus Stefan Niggemeier. Um auch zukünftig engagierte und talentierte Studierende unabhängig von ihrem sozialen Status zu fördern, unterstützt der Förderkreis der DJS das Deutschlandstipendium an der LMU und bemüht sich, jedes Jahr auch mehrere Stipendien zu finanzieren.

„Wir unterstützen dabei ausdrücklich den Masterstudiengang Journalismus“, erklärt der stellvertretende Leiter und Geschäftsführer der DJS, Sven Szalewa. Erstens sei dieser Studiengang einzigartig in Deutschland. „Und zweitens werden den Studentinnen und Studenten durch das kommunikationswissenschaftliche Studium in Verbindung mit der praktischen Ausbildung an der DJS entscheidende Qualifikationen und Fähigkeiten vermittelt“, ergänzt er. So könnten sie anschließend erfolgreich journalistisch bei Zeitungen und Zeitschriften, im Hörfunk und Fernsehen, in Online-Redaktionen, bei Pressestellen oder als freie Journalisten arbeiten.

Davon profitieren an der LMU in erster Linie die Studierenden im ersten Master-Semester Journalismus. „Sie werden schon früh während des Wintersemesters auf die Ausschreibung aufmerksam gemacht und können ihr Interesse signalisieren“, erzählt der Leiter der Geschäftsstelle des Departments Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung an der LMU, Dr. Bernhard Goodwin. Auf der Basis dieser Meldungen entscheide der Förderkreis der DJS, wie viele Stipendien er ausschreiben möchte. „Dieses Jahr können wir auf Mittel zurückgreifen, die uns sechs Stipendien ermöglichen“, freut sich Szalewa. Die Studierenden können sich dann regulär im April um ein Stipendium bewerben – und erhalten bei einer positiven Entscheidung die Förderung rückwirkend ab dem 1. April.

Kriterien für die Auswahl der Bewerber sind eine hohe Befähigung zum Journalismus, persönliches Engagement und Bedürftigkeit – auf Letzteres legt auch der DJS-Förderkreis großen Wert. Anschließend gehen Goodwin und seine Kolleginnen und Kollegen die Bewerbungen sorgfältig durch und suchen nach den Studierenden, die sie für besonders förderwürdig halten. „Auf dieser Basis priorisieren wir die Bewerber und melden diese Liste der DJS, die wiederum zurückmeldet, wenn sie die Priorisierung anders vornehmen würde“, veranschaulicht Goodwin. Die Kooperation mit der LMU funktioniere aber ohne Probleme, versichert Szalewa. „Aufgrund unserer Treffen, die mehrmals im Jahr stattfinden, ist eine Vertrauensbasis entstanden, sodass wir uns auf die Auswahl der Universität verlassen können.“ Gleiches wird auch von LMU-Seite bestätigt.

„Wir sind uns über die Kriterien und ihre Anwendung einig“, betont Goodwin. Die Stipendiaten seien zudem gute Repräsentanten der LMU. „Und wir sind dankbar, dass sie eine großzügige Unterstützung seitens des Förderkreis der Journalistenschule erhalten.“ Zusätzlich zu der finanziellen Förderung können sich die Stipendiaten über eine ideelle Unterstützung freuen, um die sie viele andere Studierende in Deutschland beneiden dürften: Sie erhalten Zugang zum Netzwerk des Förderkreises der DJS. „Darin“, erläutert Szalewa, „sind rund 1300 Journalisten und Medienschaffende organisiert.“