Ludwig-Maximilians-Universität München
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Katholische Theologie (Magister modularisiert)

Studiengang

Studiengang: Katholische Theologie (Magister modularisiert)
Abschluss: Magister (modularisiert)
Abschlussgrad: Magistra bzw. Magister Theologiae (Mag. Theol.)
Fachtyp: Hauptfach
Studienform: Grundständiges Studium mit erstem berufsqualifizierenden Abschluss
Studienbeginn: Das Studium kann nur im Wintersemester begonnen werden.
Regelstudienzeit: 10 Fachsemester
Fakultät: Katholisch-Theologische Fakultät
Fächergruppe: Sprach- und Kulturwissenschaften
entspricht "Key Features" des ECTS: Der Studiengang entspricht den von der EU-Kommission definierten "Key Features" des ECTS.
Diploma Supplement: Nach erfolgreichem Abschluss des Studienganges wird ein Diploma Supplement ausgestellt.
Beiträge:

Die Universität erhebt für das Studentenwerk München den Grundbeitrag in Höhe von 62 Euro sowie den Solidarbeitrag Semesterticket in Höhe von 66,50 Euro.

Anmerkung: Modularisierter Ein-Fach-Magisterstudiengang mit 300 ECTS.

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Bewerbung und Zulassung

Zulassungsmodus
1. Semester:
Keine Zulassungsbeschränkung
Zulassungsmodus
höheres Semester:
Keine Zulassungsbeschränkung
Eignungs-
feststellungs-
verfahren:
Eine Eignungsprüfung ist nicht notwendig.
Link zum Fach: http://www.kaththeol.uni-muenchen.de
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Beschreibung des Studienfachs

Theologie ist die wissenschaftliche Reflexion über die „Rede von Gott“ und ihre Bedeutung für das Begreifen der Wirklichkeit, das Verständnis des Menschen und die Gestaltung des Lebens. Mit der Wahl „Katholische Theologie“ erwartet Studierende ein herausforderndes und äußerst facettenreiches Studium an einer lebendigen und offenen Fakultät. Das Magisterstudium Katholische Theologie vermittelt im Kontext aktueller wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Diskurse die Fachkenntnisse und Methoden aller theologischen Disziplinen. Es gliedert sich in zwei große Studienabschnitte. Der erste Studienabschnitt umfasst die Basisphase (1. bis 2. Fachsemester) und die Aufbauphase (3. bis 6. FS). Den zweiten Studienabschnitt bildet die Vertiefungsphase (7. bis 10. FS). Im Studium sind während aller Studienphasen die vier Bereiche der Katholischen Theologie verankert: Biblische, Historische, Systematische und Praktische Theologie.

Die Biblische Theologie vermittelt einen bibelkundlichen und geschichtlichen Überblick sowie verschiedene Methoden der Schriftauslegung. Sie erarbeitet Grundzüge der Botschaft des Alten und Neuen Testaments und widmet sich der Auslegung zentraler biblischer Texte.

Die Historische Theologie vermittelt in den Disziplinen Kirchengeschichte des Altertums und Kirchengeschichte des Mittelalters und der Neuzeit fundierte Kenntnis in allen Epochen. Sie behandelt bedeutende Personen, eruiert Kontinuitäten und Umbrüche und analysiert Bedingtheiten und Implikationen kirchengeschichtlicher Entwicklungen sowie epochenübergreifende Zusammenhänge.

Die Systematische Theologie untersucht und analysiert die Inhalte des christlichen Glaubens. Während die Christliche Philosophie insbesondere Fragen der Erkenntnislehre, Metaphysik und Anthropologie behandelt, widmet sich die Dogmatik der systematischen und auf heutiges Verstehen ausgerichteten Entfaltung der Glaubensinhalte in Verantwortung vor dem Zeugnis von Schrift und kirchlicher Tradition. Die Fundamentaltheologie untersucht Grundlagen und Überzeugungen des christlichen Glaubens vor dem Anspruch der Vernunft und setzt sich mit Einheit und Vielfalt christlicher Konfessionen auseinander. Moraltheologie und Christliche Sozialethik bedenken in methodisch-systematischer Reflexion einerseits sittliche Haltungen und Lebensführung im Horizont des christlichen Verständnisses von Wirklichkeit, Welt und Mensch, andererseits gesellschaftliche Fragen in Bereichsethiken wie Familien- oder Wirtschaftsethik.

Die Praktische Theologie reflektiert als Handlungswissenschaft die verschiedenen Felder kirchlicher Praxis. Pastoraltheologie und Religionspädagogik befassen sich zum einen mit spirituellen, seelsorglichen und homiletischen Konzepten, zum anderen mit didaktischen und methodischen Grundlagen der verschiedenen religiösen Lernorte wie Familie, Schule und Gemeinde. Die Liturgiewissenschaft beschäftigt sich mit christlichen Symbolen und Ritualen sowie Strukturen und Formen gottesdienstlicher Feiern. Das Kirchenrecht schließlich befasst sich mit der rechtlichen Ordnung der Kirche, Fragen des Eherechts, kirchlicher Normen und Verkündigungsrecht.

In der Auseinandersetzung mit den verschiedenen Disziplinen erarbeiten sich Studierende profunde theologische Fachkenntnisse und werden befähigt, wissenschaftliche Inhalte eigenständig zu erarbeiten und zu analysieren sowie kohärent zu argumentieren und lösungsorientiert zu arbeiten. Die modularisierte Struktur ermöglicht es, das Fächerspektrum der Theologie in ihrer Interdisziplinarität zu begreifen und so die Zusammenhänge der einzelnen Fächer adäquat zu erfassen. Mit der Entwicklung von Dialogfähigkeit und einem angemessenen Reflexionsniveau wird zudem die Methodenkompetenz im Umgang mit den Bezugswissenschaften Philosophie, Geschichte, Sprach- und Literaturwissenschaften, Human-, Gesellschafts- und Naturwissenschaften gefördert.

Studienaufbau / Module

Der Studiengang folgt dem Prinzip des aufbauenden Lernens. In der zweisemestrigen Basisphase (1. und 2. Fachsemester) sind Grundlagenvorlesungen vorgesehen, die in die einzelnen theologischen Disziplinen einleiten, deren grundlegende Inhalte, Fragestellungen und Methoden vermitteln und ein Basiswissen sichern. In der darauffolgenden Aufbauphase (3. - 6. Fachsemester) werden thematische Module studiert, die zentralen Themen der Theologie gewidmet sind. Studierende erweitern ihre Kenntnisse und Fähigkeiten und werden mit der Interdisziplinarität der theologischen Fächer vertraut. In der Vertiefungsphase (7. - 10. Fachsemester) sind Module vorgesehen, in welchen Studierende ihre theologischwissenschaftliche Reflexion im Blick auf die einzelnen Fächer vertiefen und in Verknüpfung mit dem Gesamt der Theologie erkennen und bewerten können. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zu einer individuellen Schwerpunktsetzung, die vor allem durch die Wahl von Seminaren und des Fachgebiets für die Magisterarbeit erfolgt.

Im gesamten Studienverlauf können sich Studierende in Übungen, Lektürekursen, Kolloquien und Seminaren in spezielle Themengebiete der Theologie einarbeiten und so eigene wissenschaftliche Interessensgebiete vertiefen. Vor allem durch die Prüfungsleistung innerhalb der Seminare wird ein Einüben in eigenständiges wissenschaftliches Arbeiten sowie der Umgang mit Sekundärliteratur und Quellentexten gesichert. In Referaten wird ein selbständig erarbeiteter Themenbereich dem Plenum präsentiert und in einer Seminararbeit verschriftlicht.

Im Rahmen des Magisterstudiengangs sind insgesamt 300 Punkte nach dem European Credit Transfer System (ECTS-Punkte) zu erwerben. Der Studiengang beinhaltet folgende 28 Pflichtmodule, denen die jeweils angegebenen ECTS-Punkte und SWS (Semesterwochenstunden) zugeordnet sind:

  • P 1 Einführung in die Theologie aus biblischer Sicht, 15 ECTS-Punkte; 10 SWS
  • P 2 Einführung in die Theologie aus historischer Sicht, 6 ECTS-Punkte; 4 SWS
  • P 3 Einführung in die Theologie aus systematischer Sicht, 9 ECTS-Punkte; 6 SWS
  • P 4 Einführung in die Theologie aus praktischer Sicht, 9 ECTS-Punkte; 6 SWS
  • P 5 Einführung in die christliche Philosophie, 9 ECTS-Punkte; 6 SWS
  • P 6 Basiskompetenz wissenschaftliches Arbeiten, 6 ECTS-Punkte; 4 SWS
  • P 7 Berufsqualifikation, 6 ECTS-Punkte; 4 SWS
  • P 8 Mensch und Schöpfung, 12 ECTS-Punkte; 8 SWS
  • P 9 Die Kirche als Mysterium und als Volk Gottes, 15 ECTS-Punkte; 10 SWS
  • P 10 Christwerden in heutiger Kultur und Gesellschaft, 9 ECTS-Punkte; 6 SWS
  • P 11 Theologische Schwerpunktbildung I, 9 ECTS-Punkte; 6 SWS
  • P 12 Dimensionen und Vollzüge des Glaubens, 15 ECTS-Punkte; 10 SWS
  • P 13 Gotteslehre, 12 ECTS-Punkte; 8 SWS
  • P 14 Jesus Christus und die Gottesherrschaft, 15 ECTS-Punkte; 10 SWS
  • P 15 Wege christlichen Denkens und Lebens, 9 ECTS-Punkte; 6 SWS
  • P 16 Christliches Handeln in der Verantwortung für die Welt, 12 ECTS-Punkte; 8 SWS
  • P 17 Das Christentum in seinem Verhältnis zum Judentum und zu anderen Religionen, 9 ECTS-Punkte; 6 SWS
  • P 18 Theologische Schwerpunktbildung II, 3 ECTS-Punkte; 2 SWS
  • P 19 Vertiefung im Bereich der Biblischen Theologie, 12 ECTS-Punkte; 8 SWS
  • P 20 Vertiefung im Bereich der Historischen Theologie, 9 ECTS-Punkte; 6 SWS
  • P 21 Vertiefung in Fundamentaltheologie und Philosophie, 12 ECTS-Punkte; 8 SWS
  • P 22 Vertiefung im Bereich Christliche Ethik, 12 ECTS-Punkte; 8 SWS
  • P 23 Theologische Schwerpunktbildung III, 9 ECTS-Punkte; 6 SWS
  • P 24 Interdisziplinäres Modul, 6 ECTS-Punkte; 4 SWS
  • P 25 Vertiefung im Bereich Dogmatik, 9 ECTS-Punkte; 6 SWS
  • P 26 Vertiefung in Religionspädagogik und Pastoraltheologie, 12 ECTS-Punkte; 8 SWS
  • P 27 Vertiefung in Kirchenrecht und Liturgiewissenschaft, 9 ECTS-Punkte; 6 SWS
  • P 28 Theologische Abschlussarbeit, 30 ECTS-Punkte. Das Modul P 28 enthält die Magisterarbeit, der 30 ECTS-Punkte zugeordnet sind.

Nebenfächer

Modularisierter Ein-Fach-Magisterstudiengang mit 300 ECTS. Die Wahl eines Nebenfaches ist nicht möglich.

Tätigkeits- und Berufsfelder

Der Magisterstudiengang stellt die Grundlage und eine der Voraussetzungen für einen kirchlichen Beruf als Priester, Pastoralreferentin und Pastoralreferent dar, deren Ausbildungsweg mit einer außeruniversitären pastoralen Zusatzausbildung verbunden ist. Des Weiteren besteht die Möglichkeit u.a. im Bereich der Erwachsenenbildung, als Berater, Mitarbeiter in Verbänden und Akademien, in der Jugendarbeit, der diözesanen Referententätigkeit, im Schuldienst (Religionslehrer im Kirchendienst) oder der kategorialen Seelsorge tätig zu werden. Darüber hinaus kann bei entsprechender Eignung eine wissenschaftliche Laufbahn eingeschlagen werden. Im nicht-kirchlichen Bereich werden Theologen und Theologinnen im Verlagswesen, im Journalismus, in der Unternehmens- und Personalberatung, im Bildungssektor oder in beratenden oder sozialen Berufsfeldern tätig.

Weiterführendes Studienangebot an der LMU

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Voraussetzungen und Anforderungen

Unterrichtssprachen

Unterrichtssprache ist Deutsch. Für das Studium sind geprüfte Kenntnisse in den Sprachen der biblischen und kirchlichen Tradition – Latein, Griechisch und Hebräisch – nachzuweisen, die das notwendige Quellenstudium in den Pflichtfächern ermöglichen. Der Nachweis dieser Sprachkenntnisse muss bis zum Beginn der Vertiefungsphase (7. Fachsemester) erfolgen. Er wird durch Vorlage staatlicher Zeugnisse (Latinum, Graecum, Hebraicum), universitärer Prüfungszeugnisse oder gleichwertiger Nachweise erbracht. Werden Latinum und Graecum bereits zum Studienbeginn nachgewiesen, ist im Regelfall auch der Nachweis des Hebraicums erforderlich; andernfalls sind Grundkenntnisse in der hebräischen Sprache nachzuweisen.

Erwünschtes Profil

Für das Studium der Katholischen Theologie sollten Studierende in erster Linie Freude an theologisch-wissenschaftlichem Arbeiten, lösungsorientiert-analytischem Denken und schöpferisch-kreativen Prozessen mitbringen, sowie die Fähigkeit zu kritischem Diskurs, Austausch und Dialog. Im Laufe des Studiums soll die Begabung entwickelt werden, eigenständig wissenschaftlich zu arbeiten. Dies setzt die Motivation voraus, sich mit theologisch-philosophischen Texten, Quellenliteratur und dem Medium Sprache auseinanderzusetzen sowie mit den verschiedensten Methoden der theologischen Teilbereiche umzugehen. Die Fähigkeit, sich eigenständig Erkenntnisse zu erarbeiten sowie erworbenes Wissen argumentativ zu bewerten und kritisch zu reflektieren, ist ebenso von Vorteil wie Dialog- und Teamfähigkeit. Theologen und Theologinnen sind insbesondere mit ihrer personalen Kompetenz gefragt, was vor allem Kommunikations- und Kritikfähigkeit, Empathie, Offenheit für verschiedene Weltanschauungen und Sensibilität für ethische und soziale Fragen beinhaltet.

Angebote zur Studienorientierung

  • Zur Studienorientierung veranstaltet die LMU jedes Jahr im Februar ihren großen Tag der offenen Tür: www.lmu.de/tof
  • Jeweils zu Semesterbeginn werden Einführungsveranstaltungen angeboten. www.lmu.de/studienbeginn
  • Bei weiteren Fragen steht die Fachstudienberatung während der Sprechstunde zur Verfügung. Nach Rücksprache besteht die Möglichkeit, eine Probevorlesung zu besuchen.
  • Erste Literaturhinweise zu den Inhalten und Methoden des Studiums:
    • HILPERT, Konrad/ LEIMGRUBER, Stephan (Hg.), Theologie im Durchblick. Ein Grundkurs, Freiburg 2008.
    • WOHLMUTH, Josef (Hrsg.), Katholische Theologie heute - Eine Einführung in das Studium, Würzburg 1990
    • EICHER, Peter, Theologie- Eine Einführung in das Studium, München 1980
    • RAFFELT, Albert, Theologie studieren. Einführung ins wissenschaftliche Arbeiten, Freiburg 7. Aufl. 2008.
  • Das Vorlesungsverzeichnis der Katholisch-Theologischen Fakultät finden Sie zum Download auf der Homepage der Fakultät. Es enthält ein Personenverzeichnis und einen Überblick zu allen Lehrveranstaltungen nach Studiengängen getrennt. Für weiterführende Informationen nutzen Sie bitte das online-Vorlesungsverzeichnis LSF www.lsf.lmu.de. Hierbei handelt es sich immer um die aktuellste Version.
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Ansprechpartner

Adresse des Fachs

Sprechstunden, Aushänge, Änderungen des Lehrangebots

Ludwig-Maximilians-Universität München
Katholisch-Theologische Fakultät
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München
Internet: www.kaththeol.uni-muenchen.de

Fachstudienberatung

Inhaltliche und spezifische Fragen des Studiums, Studienaufbau, Stundenplan, fachliche Schwerpunkte

Anne Ekezie
Geschwister-Scholl-Platz 1 / Zi. C 224 2. OG (Adalberttrakt)
Tel.: +49 (0) 89 / 2180 - 5348
E-Mail: Ekezie@kaththeol.uni-muenchen.de
Sprechzeiten: www.kaththeol.uni-muenchen.de/lehrstuehle/at_theol/personen/ekezie

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Prüfungsamt

Prüfungsangelegenheiten, Prüfungsanmeldung, Semesteranrechnungsbescheide

Prüfungsamt für Geistes- und Sozialwissenschaften (PAGS)

Ludwig-Maximilians-Universität München
Prüfungsamt für Geistes- und Sozialwissenschaften
Geschwister-Scholl-Platz 1 / Zimmer C 026, D 020, D 201, D 203, D 205
80539 München
Internet und Ansprechpartner: www.lmu.de/pa/pags
Öffnungszeiten Räume C 026, D 020 und D 201: Mo - Mi von 9.00-12.00 Uhr; Do von 14.00-16.00 Uhr; Fr geschlossen
Öffnungszeiten Räume D 203 und D 205: Mo - Mi von 09.00-12.00 Uhr; Do von 14.00-16.00 Uhr; Fr geschlossen

Stand: 02.09.2014