Ludwig-Maximilians-Universität München
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Dramaturgie (Master)

Studiengang

Studiengang: Dramaturgie (Master)
Abschluss: Master
Abschlussgrad: Master of Arts (M.A.)
Fachtyp: Hauptfach
Studienform: Weiterführendes Studium mit berufsqualifizierendem Abschluss
Studienbeginn: Das Studium kann nur im Wintersemester begonnen werden.
Regelstudienzeit: 4 Fachsemester
Fakultät: Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften
Fächergruppe: Kunst und Kunstwissenschaft
entspricht "Key Features" des ECTS: Der Studiengang entspricht den von der EU-Kommission definierten "Key Features" des ECTS.
Diploma Supplement: Nach erfolgreichem Abschluss des Studienganges wird ein Diploma Supplement ausgestellt.
Beiträge:

Die Universität erhebt für das Studentenwerk München den Grundbeitrag in Höhe von 62 Euro sowie den Solidarbeitrag Semesterticket in Höhe von 67,40 Euro.

Anmerkung: Ein-Fach-Masterstudiengang mit 120 ECTS in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Theaterakademie August Everding.

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Bewerbung und Zulassung

Zulassungs-
voraussetzung:
Bitte wegen einer Überprüfung der fachlichen Qualifikationsvoraussetzungen Kontakt zum Fach aufnehmen!
Zulassungsmodus
1. Semester:
Keine Zulassungsbeschränkung – aber Eignungsprüfung
Zulassungsmodus
höheres Semester:
Keine Zulassungsbeschränkung – aber Eignungsprüfung
Eignungs-
feststellungs-
verfahren:
Die Aufnahme des Studiums setzt die Teilnahme an einem Eignungsfeststellungsverfahren voraus.
Informationen zum Eignungsfeststellungs-
verfahren:
siehe Webangebot des Faches.
Link zum Fach: http://www.theaterwissenschaft.uni-muenchen.de
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Beschreibung des Studienfachs

Das Theater verändert sich permanent, und so auch das Tätigkeitsfeld der Dramaturgie. Dramaturginnen und Dramaturgen treten längst nicht mehr nur als Anwälte des Textes in Erscheinung, sie wirken als Ideen- und Impulsgeber, als Nach- und Vordenker, als kommunikativer Knotenpunkt im Netzwerk ‚Theater‘ – sei es nun ein Stadttheater, eine freie Gruppe oder ein internationales Festival. Eine zentrale Aufgabe ist dabei die Vermittlung: zwischen den am Projekt Beteiligten, zwischen Kunstwerk und Publikum, zwischen Theorie und Praxis, zwischen der analytischen Durchdringung eines Gegenstands und dessen szenischer Übersetzung. Die Stoffe und Formen der Auseinandersetzung sind vielfältiger geworden, reicher, vielleicht auch unübersichtlicher. Doch ob dramatischer Text, Partitur, Recherchematerial oder experimentelle Performance: die Lust an der Entdeckung des Neuen, Fremden, Unabgesicherten bleibt der Motor dramaturgischen Arbeitens.

Der zweijährige Masterstudiengang Dramaturgie lehrt die Grundlagen dramaturgischer Arbeit im Schauspiel oder Musiktheater. Der Studiengang vermittelt entscheidende Kenntnisse über das Theater der Gegenwart und das Repertoiretheater, seine Geschichte und Theorie und ermöglicht die Anwendung dieses Wissens in verschiedenen Formen disziplinübergreifender Theaterarbeit. Dazu zählen u.a. die Tätigkeit als Dramaturg oder Dramaturgin in den Produktionen der Theaterakademie August Everding, die freie Projektentwicklung in Zusammenarbeit mit erfahrenen Theatermachern und -macherinnen, Gastdramaturgien an kooperierenden Häusern und die selbstbestimmte künstlerische Arbeit im Rahmen studentischer Projekte (Reihe EigenArten der Theaterakademie). Außerdem besteht die Möglichkeit, an internationalen Projekten im Rahmen der europäischen Netzwerke ENOA (European Network of Opera Academies) und E:UTSA (Europe: Union of Theater Schools and Academies) teilzunehmen.

Studienaufbau / Module

1. Semester

  • Pflichtmodul 1: Historische Diskurse des Theaters (15 ECTS)
    • Forschungsseminar: Themen und Konzepte der Theaterhistoriographie
    • Projektübung: Erschließung und Präsentation von Quellen zur Theatergeschichte
  • Pflichtmodul 2: Dramaturgische Praxis I – Textarbeit (9 ECTS)
    • Seminar: Werkanalyse und –einrichtung Sprech- bzw. Musiktheater
    • Übung: Konzeptarbeit
    • Kolloquium: Spielplangestaltung

2. Semester

  • Pflichtmodul 3: Ästhetik und Konzepte des Gegenwartstheaters (15 ECTS)
    • Forschungsseminar: Aktuelle Theaterformen
    • Projektübung: Studien zu Ästhetiken und Strukturen des Gegenwartstheaters
  • Pflichtmodul 4: Projektentwicklung (6 ECTS)
    • Kolloquium zur Projektentwicklung und –betreuung
    • Studiengangsprojekt
  • Pflichtmodul 5: Exkursionsmodul (6 ECTS)
    • Exkursion
    • Kolloquium zur Vor- und Nachbereitung

1. und 2. Semester

  • Wahlpflichtmodul: Grundlagen der szenischen und musikalischen Praxis (9 ECTS)
    (insgesamt drei der genannten Bereiche je nach individueller Schwerpunktsetzung)
    • Sprecherziehung
    • Schauspiel
    • Klavier
    • Gesang
    • Italienisch

3. Semester

  • Pflichtmodul 6: Interdisziplinäre Kunst- und Medienwissenschaft (15 ECTS)
    • Forschungsseminar: Intermedialität
    • Projektübung: Medienpraxis und Medienanalyse
  • Pflichtmodul 7: Dramaturgische Praxis II – Theater als Institution (9 ECTS)
    • Seminar: Rechts- und Verwaltungsfragen des Theaters
    • Kolloquium: Praxis kultureller Vermittlung
    • Übung: Bühnenbild und Bühnentechnik
  • Pflichtmodul 8: Praktikum am Theater (6 ECTS)
    • Dramaturgiepraktikum
    • Kolloquium: Reflexion des Dramaturgiepraktikums

4. Semester

  • Pflichtmodul 9: Abschlussmodul (30 ECTS)
    • Masterarbeit
    • Produktionsdramaturgie
    • Disputation

Nebenfächer

Ein-Fach-Masterstudiengang mit 120 ECTS. Die Wahl eines Nebenfachs ist nicht möglich.

Tätigkeits- und Berufsfelder

Das Studium bereitet auf die Tätigkeitsfelder der DramaturgInnen in Schauspiel und Musiktheater sowie in theaterpraktischen Arbeitsbereichen jenseits der Institution vor. Auch im Bereich von Film, Fernsehen und Neuen Medien wird dramaturgische Arbeit benötigt und können die AbsolventInnen des Studiengangs ggf. ein zukünftiges Tätigkeitsfeld finden. Der Masterstudiengang Dramaturgie setzt seinen Schwerpunkt dennoch eindeutig auf die dramaturgische Arbeit für die performativen Künste. Im institutionellen Theater wie auch in anderen Produktionskontexten von Theater hat die DramaturgIn ein vielfältiges Aufgabengebiet, dessen einzelne Teile wesentlich zum künstlerischen Profil eines Theaters / einer szenisch-theatralen Arbeit beitragen. Das Tätigkeitsfeld der DramaturgInnen erfährt eine ständige Veränderung und Erweiterung, die abhängig ist von sich verändernden Produktionskontexten wie auch sich wandelnder theatraler Ästhetik. Zum Bestandteil dramaturgischer Kompetenz werden immer stärker die Fähigkeit zur Projektentwicklung und zum Projektmanagement, zur interdisziplinären Vernetzung sowie der kompetente Umgang mit experimentellen Formen der Theaterpraxis.
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Voraussetzungen und Anforderungen

Zugangsvoraussetzung

Formale Voraussetzung für den Masterstudiengang Dramaturgie sind:

  • ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss oder ein gleichwertiger Abschluss aus dem In- oder Ausland aus den Bereichen Regie, Schauspiel, Gesang, Theaterwissenschaft, Musikwissenschaft, Medienwissenschaft oder einem anderen verwandten Fach (insbesondere Philologien, Kunstwissenschaften, Philosophie, Soziologie)

  • praktische Erfahrungen im Berufsfeld der Dramaturgie von in der Regel insgesamt mindestens zwei Monaten Dauer

  • die erfolgreiche Teilnahme am Eignungsverfahren

Eignungsprüfung

Bewerberinnen und Bewerber nehmen an einem zweistufigen Eignungsverfahren teil.

1. Stufe: Online-Bewerbung und Vorauswahl

Der Antrag auf Bewerbung zum Eignungsverfahren ist für das jeweils folgende Wintersemester bis zum 15. Juni zu stellen, auf elektronischem Weg über ein Online-Bewerbungsportal. Das Portal wird jeweils Mitte Mai freigeschaltet.

Link: https://www.efv.verwaltung.uni-muenchen.de/madrama

Die Bewerbung erfolgt ausschließlich online und beinhaltet alle geforderten Angaben und Uploads. Posteinsendungen sind i.d.R. nicht nötig.

Eine Auswahlkommission trifft unter den zugelassenen Bewerbungen eine Vorauswahl und entscheidet über Ablehnung oder Einladung zum Auswahlgespräch (= 2. Stufe). Die Benachrichtigung erfolgt per Post.

Folgende Unterlagen sind als Uploads im PDF-Format beizufügen:

  • tabellarischer Lebenslauf mit Foto - in Ergänzung zum in der Online-Bewerbung ausgefüllten Fragebogen -, als Grundlage für das Auswahlgespräch;
  • Kopie des Abschlusszeugnisses aus dem Erststudium, gegebenenfalls mit amtlicher Übersetzung, zum Beleg der im Erststudium erbrachten Inhalte. Sollte dieses Zeugnis noch nicht ausgestellt sein, ist ein "Transcript of Records" vorzulegen;
  • Kopie der schriftlich vorliegenden Abschlussarbeit aus dem Erststudium bzw. die Dokumentation von nicht schriftlich fixierten, künstlerischen Abschlussarbeiten (DVD, CD, Kritiken, Referenzen o. ä.), um einen Eindruck über das Niveau der Auseinandersetzung mit dramaturgischen Themen zu erhalten. Sollten diese noch nicht vorliegen, sind im bisherigen Studium erstellte Arbeiten einzureichen.
  • Nachweis über praktische Erfahrungen im Arbeitsfeld der Dramaturgie von in der Regel insgesamt mindestens zwei Monaten Dauer;
  • Aufsatz von maximal sechs Seiten Umfang mit der Analyse eines Schauspiels bzw. einer Oper nach Wahl (jeweils die schriftlichen Vorlagen, keine Inszenierungen!). Diese Analyse versteht sich als dramaturgische Vorarbeit für eine inszenatorische Umsetzung des gewählten Stückes und soll vor dem Hintergrund der praktischen Erfahrung der Bewerberin oder des Bewerbers Anlass und Eignung für ein vertieftes wissenschaftliches Studium der Dramaturgie vermitteln.

2. Stufe: Auswahlgespräch; Zulassung

Das Auswahlgespräch dauert 15-30 Minuten und hat eine dramaturgische Fragestellung aus den Bereichen Schauspiel oder Musiktheater zum Gegenstand. Die Fragestellung wird in der schriftlichen Ladung mitgeteilt.

Die Benachrichtigung über Aufnahme oder Ablehnung erfolgt per Post (Zulassungsbescheid).

Aufgenommene Bewerber können sich unter Vorlage dieses Schreibens dann innerhalb der Immatrikulationsfrist an der LMU in den Studiengang einschreiben.

Ein erfolgloses Eignungsverfahren kann einmalig wiederholt werden, jedoch nicht früher als zum nächsten Einschreibtermin. Eine weitere Wiederholung ist ausgeschlossen.

Weitere Informationen zum Eignungsverfahren finden Sie hier:

http://www.theaterwissenschaft.uni-muenchen.de/studium/studiengaenge/masterst_dramaturgie/index.html

Unterrichtssprachen

Deutsch

Erwünschtes Profil

Zweck des Eignungsverfahrens ist es, festzustellen, ob neben den mit dem Erwerb der Hochschulreife nachgewiesenen Kenntnissen und den Fachkompetenzen aus dem vorhergehenden Studium individuelle Fähigkeiten in den Bereichen der Dramen- und Opernanalyse, in theatertheoretischer und theaterpraktischer, im schriftlichen und mündlichen Ausdrucksvermögen, in Textverständnis und selbstständigem Denken und Arbeiten vorhanden sind, die es erlauben, sich den verpflichtenden vorgeschriebenen Unterrichtsstoff aneignen und das vorgesehene Projektstudium aufnehmen zu können. Geprüft wird die Befähigung zur Aufnahme des Studiums Dramaturgie, d.h. eines sowohl wissenschaftlichen als auch künstlerischen Studienfachs, dessen Kernbereiche der kreativ-analytische Zugang zu Werken der darstellenden Kunst und die wissenschaftliche wie künstlerische Analyse ästhetischer Prozesse bilden. Dies umfasst sichere literarische und musikalische Kenntnisse, eine gesteigerte Sensibilität in der Beobachtung und Wahrnehmung theatraler Ereignisse, verbunden mit einem eigenen ästhetischen Urteil, Diskursfähigkeit im Umgang mit interpretatorischen Fragen und ein vertieftes und überdurchschnittliches Interesse an theatertheoretischen und theaterästhetischen Fragestellungen.

Angebote zur Studienorientierung

  • Allgemeine Informationen zum Berufsfeld des Dramaturgen und zu Voraussetzungen und Ausbildungsmöglichkeiten:
    www.buehnenverein.de
    www.dramaturgische-gesellschaft.de
    (z.B.: Artikel von Christian Holtzhauer: Dramaturgie zwischen Kunst und Geschäft. In: Dramaturg, Heft 2/2004)
  • Berufsprofil Dramaturg (Essays, Gespräche, Berichte). In: Theater der Zeit  3/2005
  • Zehelein, Klaus: Dramaturgie und Intendanz. Aus Gesprächen mit  Juliane Votteler. In: Votteler, Juliane (Hrsg.): Musiktheater heute. Klaus Zehelein: Dramaturg und Intendant. Hamburg 2000, S. 17 – 57.
  • Balme, Christopher: Einführung in die Theaterwissenschaft. Berlin 2003 (3. Aufl.)
  • Webseiten des Fachs:
    www.theaterwissenschaft.lmu.de
    www.theaterakademie.de
  • Die Fachstudienberatung (s.u.) wird in der Verantwortung der Philosophischen Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften durch die hierfür vom Institut für Theaterwissenschaft benannten Fachstudienberater sowie die Assistenz des Studiengangs an der Bayerischen Theaterakademie August Everding durchgeführt. Für Studienanfänger werden zu Beginn des Studiums Einführungsveranstaltungen abgehalten.
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Ansprechpartner

Adresse des Fachs

Sprechstunden, Aushänge, Änderungen des Lehrangebots

Ludwig-Maximilians-Universität München
twm - Theaterwissenschaft München
Georgenstraße 11
80799 München
Internet: www.theaterwissenschaft.lmu.de

Fachstudienberatung

Inhaltliche und spezifische Fragen des Studiums, Studienaufbau, Stundenplan, fachliche Schwerpunkte

Dipl. Dram. Adrian Herrmann
Bayerische Theaterakademie August Everding
Prinzregentenplatz 12
81675 München
Tel.: +49 (0) 89 / 2185 - 2819
E-Mail: Adrian.Herrmann@theaterakademie.de
Sprechzeiten:Montag 11.00-12.00 Uhr (und nach Vereinbarung)

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Prüfungsamt

Prüfungsangelegenheiten, Prüfungsanmeldung, Semesteranrechnungsbescheide

Prüfungsamt für Geistes- und Sozialwissenschaften (PAGS)

Ludwig-Maximilians-Universität München
Prüfungsamt für Geistes- und Sozialwissenschaften
Geschwister-Scholl-Platz 1 / Zimmer C 026, D 020, D 201, D 203, D 205
80539 München
Internet und Ansprechpartner: www.lmu.de/pa/pags
Öffnungszeiten Räume C 026, D 020 und D 201: Mo - Mi von 9.00-12.00 Uhr; Do von 14.00-16.00 Uhr; Fr geschlossen
Öffnungszeiten Räume D 203 und D 205: Mo - Mi von 09.00-12.00 Uhr; Do von 14.00-16.00 Uhr; Fr geschlossen

Stand: 09.03.2016