Ludwig-Maximilians-Universität München
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Lehramt Gymnasium

Auf einen Blick:

  • Studienbeginn (in der Regel): Wintersemester
  • Regelstudienzeit: 9 Semester, bei Schulpsychologie als Unterrichtsfach 10 Semester, mit Erweiterung 11 Semester
  • Mindeststudienzeit: 8 Semester
  • Höchststudiendauer: 13 Semester, bei Schulpsychologie als Unterrichtsfach 14 Semester

Zu Ihrer schnellen Orientierung:

Aufbau des Studiengangs Lehramt an Gymnasien

 

Fach 1Fach 2EWSPraktika
  • Fachwissenschaft
  • Fachdidaktik
  • Fachwissenschaft
  • Fachdidaktik
  • Allgemeine Pädagogik
  • Schulpädagogik
  • Psychologie
  • Orientierungspraktikum
  • Betriebspraktikum
  • Schulpraktikum
  • Studienbegleitendes Praktikum

 

Das Studium des Lehramts an Gymnasien an der Ludwig-Maximilians-Universität München besteht aus folgenden Teilen:

  1. Zwei Unterrichtsfächer, die vertieft studiert werden
  2. Erziehungswissenschaftliches Studium
  3. Praktika

 

1. Studium zweier Unterrichtsfächer

Das vertiefte Studium beinhaltet in beiden Unterrichtsfächern Anteile der jeweiligen Fachwissenschaft (die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Fachinhalten) sowie der Fachdidaktik (der Disziplin, die sich damit beschäftigt, wie die Fachinhalte in der Schule vermittelt werden). Jedes Fach hat einen Umfang von 105 ECTS-Punkten. Der Freie Bereich dient der eigenen Schwerpunktsetzung. Er umfasst 6 ECTS-Punkte, die wahlweise in einem der beiden Fächer erworben werden können. Wird Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt (Schulpsychologie) anstelle eines Unterrichtsfaches gewählt, gelten besondere Bedingungen. Weitere Informationen: www.lmu.de/studienangebote.

Folgende Fächerverbindungen können an der LMU gewählt werden:

Übersicht Fächerkombination
Kombinations-Tabelle Lehramt an Gymnasien

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* Das Fach Kunst ist an der Akademie der Bildenden Künste und Musik an der Hochschule für Musik und Theater zu studieren; Sport wird nur an der Technischen Universität München angeboten.

Die offizielle Übersicht über die an der LMU angebotenen Lehramtsstudiengänge und deren Fächerverbindungen finden Sie hier.

2. Erziehungswissenschaftliches Studium

Das Erziehungswissenschaftliche Studium (insgesamt 36 ECTS-Punkte) umfasst die Fächer Allgemeine Pädagogik (9 ECTS-Punkte), Schulpädagogik (9 ECTS-Punkte) und Psychologie (12 ECTS-Punkte). Der Profilbereich (6 ECTS-Punkte) dient der Vertiefung bzw. eigenen Schwerpunktsetzung. Vgl. hierzu auch die Übersichten zum EWS.

3. Praktika

  • Schulpraktika
    • Orientierungspraktikum
      Das dreiwöchige Orientierungspraktikum sollte idealerweise vor Studienbeginn abgeleistet werden. Empfehlenswert ist es, im Rahmen dieses Praktikums mehrere Schularten kennenzulernen. Kontaktieren Sie dazu Schulen Ihrer Wahl!
    • Pädagogisch-didaktisches Schulpraktikum, 6 ECTS-Punkte
      Das pädagogisch-didaktische Schulpraktikum können Sie selbst organisieren. Sobald Sie eine Schule gefunden haben, müssen Sie das Praktikum beim zuständigen Praktikumsamt anmelden.
    • Studienbegleitendes fachdidaktisches Praktikum, 3 ECTS-Punkte
      Das studienbegleitende Praktikum vermittelt das Praktikumsamt nach Anmeldung.
  • Betriebspraktikum
    Das achtwöchige Betriebspraktikum soll Einblick in die Berufswelt außerhalb der Schule vermitteln. Es ist in einem Produktions-, Weiterverarbeitungs-, Handels- oder Dienstleistungsbetrieb abzuleisten. Das Praktikum kann in Blöcke von je zwei Wochen Dauer unterteilt werden.
    Im Fach Wirtschaftswissenschaften müssen Sie bis zur Meldung zum ersten Staatsexamen ein sechsmonatiges kaufmännisches Praktikum nachweisen, das an die Stelle des achtwöchigen Betriebspraktikums tritt.
    Tipp:
    Nutzen Sie das Betriebspraktikum gezielt, um Möglichkeiten und Neigungen für die Berufswahl außerhalb der Schule zu entwickeln und berufliche Alternativen zu erwägen. Sie können das Praktikum in vier Blöcke zu je zwei Wochen aufteilen.

Zuständig für die Praktika sind die Praktikumsämter Oberbayern West und Oberbayern Ost. Nähere Informationen erhalten Sie außerdem im Infoblatt des Kultusministeriums Organisation der Praktika für die Lehrämter an öffentlichen Schulen (PDF-Dokument, 306 KB).

 

Punkteverteilung im Studiengang Lehramt an Gymnasien

BereichECTS-Punkte
2 Unterrichtsfächer je 105
Erziehungswissenschaften (EWS) 36
Pädagogisch- didaktisches Schulpraktikum 6
Studienbegleitendes fachdidaktisches Praktikum 3
Freier Bereich (in den beiden Unterrichtsfächern zu erbringen) 6
Schriftliche Hausarbeit 12
Gesamtpunktzahl 273

Im Studiengang Lehramt am Gymnasium ist eine bestimmte, definierte Anzahl an Modulen zu absolvieren. Ein Modul bezeichnet einen Verbund von thematisch und zeitlich aufeinander abgestimmten Lehrveranstaltungen, die ein gemeinsames Lernziel vermitteln und mindestens eine integrierte Prüfungsleistung beinhalten. Module können dabei aus ganz verschiedenen Lehr- und Lernformen bestehen (z.B. Vorlesung, Übung, Seminar, Projektseminar, Selbststudium, Projektarbeit, etc.). Jede erfolgreich erbrachte Leistung wird mit einer vorher festgelegten Anzahl an „ECTS-Punkten“ (ECTS = European Credit Transfer System) honoriert, die im Laufe des Studiums addiert werden. Insgesamt umfasst der Studiengang Lehramt an Gymnasien 273 ECTS-Punkte. Der Freie Bereich dient der Schwerpunktsetzung innerhalb der Unterrichtsfächer. Hier können Sie im Umfang von 6 ECTS-Punkten Wahlpflichtmodule frei wählen. Gegen Ende des Studiums ist eine Schriftliche Hausarbeit anzufertigen, in der Sie beweisen sollen, dass Sie wissenschaftlich selbstständig arbeiten können.

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Erweiterungsfächer

Ergänzend zum Studium der zwei vertieften Fächer und des EWS kann das Studium des Lehramts an Gymnasien durch ein zusätzliches drittes Fach erweitert werden. Hierfür kommen in Frage:

  • ein weiteres der oben aufgeführten Unterrichtsfächer (mit diesen Fächern kann auch nachträglich erweitert werden),
  • Neugriechisch, Polnisch, Tschechisch oder Türkisch,
  • Philosophie/Ethik,
  • Beratungslehrkraft,
  • Schulpsychologie,
  • das Studium einer sonderpädagogischen Qualifikation.

Die Prüfung in einem Erweiterungsfach kann unter Umständen die Chancen auf eine Übernahme in den staatlichen Schuldienst nach der zweiten Staatsprüfung verbessern. Hier finden Sie nähere Informationen über die Berücksichtigung von Erweiterungsprüfungen bei der Einstellung in den staatlichen Schuldienst.

 

Nachträgliche Erweiterung

Nach Erwerb der Lehramtsbefähigung, das heißt, nach bestandener erster und zweiter Staatsprüfung, ist darüber hinaus eine nachträgliche Erweiterung möglich durch:

  • Didaktik des Deutschen als Zweitsprache,
  • Fremdsprachliche Qualifikation
    Diese befähigt zum Erteilen zweisprachigen Unterrichts in nichtsprachlichen Fächern, in denen eine Lehramtsbefähigung erworben wurde. Die Qualifikation kann erworben werden in den Sprachen, Englisch, Französisch, Italienisch, Russisch, Spanisch,
  • Medienpädagogik,
  • Darstellendes Spiel (Universität Erlangen-Nürnberg),
  • Förderung von Schülern mit besonderem Förderbedarf (Universität Augsburg).

Obwohl diese Fächer als nachträgliche Erweiterung gelten, was bedeutet, dass die erste Staatsprüfung nach Erwerb der Lehramtsbefähigung (nach dem zweiten Staatsexamen) absolviert wird, kann man sie durchaus parallel zum Lehramtsstudiengang studieren und die Prüfung mit der Ablegung des ersten Staatsexamens für das Lehramt oder danach abgelegen. Eine zweite Staatsprüfung kann in diesen Fächern nicht abgelegt werden.

Hochschulzugang 

  • Voranmeldeverfahren:
    Studienanfänger im Fach Deutsch müssen sich zum jeweiligen Semester voranmelden. Weitere Informationen und das Anmeldeportal finden Sie auf den Seiten der Germanistik.

  • Eignungsprüfung:
    Für die folgenden Fächer bestehen Eignungsprüfungen, für die Sie sich zu bestimmten Terminen bei den unten angegebenen Adressen anmelden müssen:
  • Zulassungsbeschränkungen:
    Die Fächer Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt (Schulpsychologie) und Wirtschaftswissenschaften sind zulassungsbeschränkt. Falls Sie eines dieser Fächer wählen, müssen Sie sich bewerben. Ein Studienbeginn ist nur zum Wintersemester möglich. Bewerbungsschluss ist der 15. Juli. Unter www.lmu.de/zulassung findet man zusätzlich Informationen über die Bewerbungsmodalitäten. Den jeweiligen Numerus Clausus der zulassungsbeschränkten Fächer finden Sie unter www.lmu.de/nc.

    Bitte überprüfen Sie rechtzeitig vor dem Bewerbungsschluss 15. Juli für das Wintersemester bzw. 15. Januar für das Sommersemester, ob für Ihren Wunschstudiengang kurzfristig eine Zulassungsbeschränkung oder ein Eignungsfeststellungsverfahren eingeführt wurde!
  • Einschreibung:
    Wenn Ihre Fächer keine Zulassungsbeschränkungen haben bzw. Sie nach vollzogenem Voranmeldeverahren oder erfolgreicher Bewerbung und/oder Eignungsprüfung über einen positiven Bescheid verfügen, können Sie sich einschreiben. Sie müssen dazu zunächst einen Online-Immatrikulationsantrag stellen und sich danach mit den entsprechenden Unterlagen persönlich immatrikulieren. Modalitäten, Termine und Informationen über benötigte Unterlagen finden Sie unter www.lmu.de/zulassung.
    Bitte beachten Sie, dass die Studien mit Ausnahme der Fächer Englisch, Geschichte, Informatik und EWS nur zum Wintersemester starten.
  • Orientierungsphase Lehramt:
    Die O-Phase Lehramt ist unabdingbar für einen erfolgreichen Start ins Studium. Hier präsentieren sich alle Lehramtsfächer und Sie erfahren insbesondere, was Sie konkret im ersten Semester studieren müssen. Darüber hinaus haben Sie nach grundlegender Information zum Campus-Management-System (LSF), zum Erziehungswissenschaftlichen Studium (EWS) und zu Praktika Gelegenheit, die LMU, wichtige Institutionen, die Stadt München und insbesondere Ihre künftigen Kommilitoninnen und Kommilitonen ein wenig näher kennen zu lernen.
  • Spracheinstufungstests:
    In den Fächern Französisch, Italienisch und Spanisch müssen Sie zu Studienbeginn einen Spracheinstufungstest ablegen, wenn Sie über entsprechende Vorkenntnisse in diesen Sprachen verfügen. Dieser Test ist keine Eignungsprüfung, die über Zulassung zum Studium entscheidet. Er dient ausschließlich dazu, Sie in ein entsprechendes Niveau für die sprachpraktischen Veranstaltungen einzustufen.   
  • Teilstudium an anderen Hochschulen:
    Das Fach Musik ist an der Hochschule für Musik und Theater zu studieren, Kunst an der Akademie der Bildenden Künste München. Sport wird an der TU München, Fakultät für Sportwissenschaften, angeboten. Beachten Sie bitte, dass Sie sich auch nach Bestehen der Eignungsprüfung für das Unterrichtsfach Sport bis spätestens 15. Juli bewerben müssen.
  • Doppelimmatrikulation:
    In Kunst, Musik und Sport müssen Sie sich sowohl an der LMU als auch an der jeweils anderen Hochschule immatrikulieren (Doppelimmatrikulation).

Erste Staatsprüfung

Die Einführung der Module und der ECTS-Punkte bedeutet, dass sämtliche, während des Studiums erworbene Leistungen Auswirkungen auf den Studienerfolg und somit auf die Abschlussnote haben. Den Abschluss des Lehramtsstudiums bildet die erste Staatsprüfung, die aus zwei Teilen besteht: aus den Ergebnissen der Modulprüfungen während des Studiums (40 %) und aus dem ersten Staatsexamen (60 %). Sobald die Anzahl von 273 ECTS-Punkten erreicht ist, kann man zum ersten Staatsexamen zugelassen werden. Die Prüfung besteht aus einer Reihe von schriftlichen und mündlichen (in den Fächern Musik, Kunst und Sport auch praktischen) Prüfungen, die die oben genannten Teile des Studiums des Lehramts an Gymnasien abdecken. Die Zahl der Prüfungen ist je nach Wahl der Unterrichtsfächer verschieden. Über die Frage, wie viele und welche Einzelprüfungen im Rahmen der ersten Staatsprüfung abzulegen sind, gibt die LPO I Auskunft.
Die Prüfung im Fach Erziehungswissenschaften kann vorgezogen werden, muss also nicht gleichzeitig mit den Prüfungen in den übrigen Fächern abgelegt werden.

Freiversuch

Studenten, die die erste Staatsprüfung nach spätestens neun Hochschulsemestern Studium ablegen, haben die Möglichkeit zu einem risikofreien Prüfungsversuch (sog. Freischuss). Dies bedeutet, dass die Prüfung bei Nichtbestehen als nicht abgelegt gewertet wird und dass sie zweimal (statt üblicherweise einmal) wiederholt werden kann. Hierbei werden allerdings auch die Semester mitgezählt, die nicht für das konkrete Fachstudium verwendet wurden (z.B. im Falle eines Studiengang- oder Fachwechsels).

Fremdsprachenkenntnisse

Die Fächer Deutsch, Englisch, Französisch, Geschichte, Griechisch, Italienisch, Latein, Russisch, Religionslehre und Spanisch erfordern zusätzliche Fremdsprachenkenntnisse (PDF-Dokument, 35Kb), die bei der Anmeldung zum ersten Staatsexamen nachgewiesen werden müssen. Generell ist es sinnvoll die entsprechenden Sprachenkenntnisse schon zu Beginn des Studiums zu erwerben.
Die Definition dieser Kenntnisse und die möglichen Nachweise entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung vom 15. Februar 2008.

Lehramtsbefähigung

Mit dem ersten Staatsexamen haben Sie das Studium an der Universität beendet. Daran schließt sich der Vorbereitungsdienst (Referendariat) von zwei Jahren an, den Sie an Schulen ableisten, die vom Kultusministerium bestimmt werden. Das Referendariat endet mit dem zweiten Staatsexamen, das Ihnen die Befähigung vermittelt, an öffentlichen (und privaten) Gymnasien zu unterrichten. Die Regelungen zum Referendariat und zum zweiten Staatsexamen sind in der LPO II enthalten.

Die Einstellungschancen in den Staatlichen Schuldienst sind bedingt durch die Gesamtnote aus den beiden Staatsexamina. Beim Lehramt Gymnasium spielt dabei die gewählte Fächerkombination eine entscheidende Rolle. Unter http://www.km.bayern.de/lehrer/lehrerausbildung/lehrerbedarfsprognose.html können Sie Prognosen des Bayerischen Kultusministeriums zum Lehrerbedarf in Bayern einsehen.

Kontakte:

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