Ludwig-Maximilians-Universität München
print

Links und Funktionen
Sprachumschaltung

Navigationspfad


Inhaltsbereich

Lehramt Realschule

Auf einen Blick:

  • Studienbeginn (in der Regel): Wintersemester
  • Regelstudienzeit: 7 Semester, bei Erweiterung 9 Semester
  • Mindeststudienzeit: 6 Semester,
  • Höchststudiendauer: 11 Semester, im Falle einer Fächerverbindung mit Schulpsychologie 13 Semester

 

Zu Ihrer schnellen Orientierung:

Studienaufbau
Erweiterung
Hochschulzugang
Abschluss
Kontakte
Weblinks

Aufbau des Studiengangs Lehramt an Realschulen

 

Fach 1 Fach 2 EWS Praktika
  • Fachwissenschaft
  • Fachdidaktik
  • Fachwissenschaft
  • Fachdidaktik
  • Allgemeine Pädagogik
  • Schulpädagogik
  • Psychologie
  • Orientierungspraktikum
  • Betriebspraktikum
  • Schulpraktikum
  • Studienbegleitendes Praktikum

 

Das Studium des Lehramts an Realschulen an der Ludwig-Maximilians-Universität München besteht aus folgenden Teilen:

  1. Studium zweier Unterrichtsfächer
  2. Erziehungswissenschaftliches Studium
  3. Praktika

 

1. Studium zweier Unterrichtsfächer

Das Studium beinhaltet in beiden Unterrichtsfächern Anteile der jeweiligen Fachwissenschaft (die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Fachinhalten) sowie der Fachdidaktik (der Disziplin, die sich damit beschäftigt, wie die Fachinhalte in der Schule vermittelt werden). Jedes Fach hat einen Umfang von 72 ECTS-Punkten. Der Freie Bereich dient der eigenen Schwerpunktsetzung. Er umfasst 12 ECTS-Punkte, die wahlweise in einem der beiden Fächer oder in beiden erworben werden können. Wird Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt (Schulpsychologie) anstelle eines Unterrichtsfaches gewählt, gelten besondere Bedingungen. Unter anderem umfasst der freie Bereich bei Studierenden mit Schulpsychologie in der Fächerkombination 9 ECTS Punkte. Weitere Informationen: www.lmu.de/studienangebote.

 

Folgende Fächerverbindungen können an der LMU gewählt werden:
Kombinations-Tabelle Lehramt an Realschulen

 Kombinations-Tabelle Lehramt an Realschulen

Diese Webseite ohne Grafik anzeigen
Download Grafik als PDF (50 KB)

* Das Fach Musik ist an der Hochschule für Musik und Theater zu studieren; Sport wird nur an der Technischen Universität München angeboten.

 

2. Erziehungswissenschaftliches Studium

Das Erziehungswissenschaftliche Studium umfasst die Bereiche Allgemeine Pädagogik (9 ECTS-Punkte), Schulpädagogik (9 ECTS-Punkte) und Psychologie (12 ECTS-Punkte). Der Profilbereich (6 ECTS-Punkte) dient der Vertiefung bzw. eigenen Schwerpunktsetzung Vgl. hierzu auch die Übersichten zum EWS.

 

3. Praktika

  • Schulpraktika
    • Orientierungspraktikum
      Das dreiwöchige Orientierungspraktikum sollte idealerweise vor Studienbeginn abgeleistet werden. Empfehlenswert ist es, im Rahmen dieses Praktikums mehrere Schularten kennenzulernen. Kontaktieren Sie dazu Schulen Ihrer Wahl!
    • Pädagogisch-didaktisches Schulpraktikum, 6 ECTS-Punkte
      Das pädagogisch-didaktische Schulpraktikum können Sie selbst organisieren. Sobald Sie eine Schule gefunden haben, müssen Sie das Praktikum beim Praktikumsamt für Realschulen anmelden.
    • Studienbegleitendes fachdidaktisches Praktikum, 3 ECTS-Punkte
      Das studienbegleitende Praktikum vermittelt das Praktikumsamt für Realschulen nach Anmeldung.
  • Betriebspraktikum
    Das achtwöchige Betriebspraktikum soll Einblick in die Berufswelt außerhalb der Schule vermitteln. Es ist in einem Produktions-, Weiterverarbeitungs-, Handels- oder Dienstleistungsbetrieb abzuleisten. Das Praktikum kann in Blöcke von je zwei Wochen Dauer unterteilt werden.
    Im Fach Wirtschaftswissenschaften müssen Sie bis zur Meldung zum ersten Staatsexamen ein dreimonatiges kaufmännisches Praktikum nachweisen, das an die Stelle des achtwöchigen Betriebspraktikums tritt.
    Tipp: Nutzen Sie das Betriebspraktikum gezielt, um Möglichkeiten und Neigungen für die Berufswahl außerhalb der Schule zu entwickeln und berufliche Alternativen zu erwägen. Sie können das Praktikum in vier Blöcke zu je zwei Wochen aufteilen.
Zuständig für die Praktika ist das Praktikumsamt für Realschulen. Nähere Informationen erhalten Sie außerdem im Infoblatt des Kultusministeriums Organisation der Praktika für die Lehrämter an Öffentlichen Schulen (PDF-Dokument, 306 KB).

Hausarbeit

Die schriftliche Hausarbeit ist in einem Fach der gewählten Fächerverbindung oder in den Erziehungswissenschaften (oder ggf. interdisziplinär vgl. LPO I §29) anzufertigen. Dafür werden 12 ECTS Punkte vergeben.

 

Punkteverteilung im Studiengang Lehramt an Realschulen

BereichECTS-Punkte
2 Unterrichtsfächer je 72
Erziehungswissenschaften (EWS) 36
Pädagogisch- didaktisches Schulpraktikum 6
Studienbegleitendes fachdidaktisches Praktikum 3
Freier Bereich (in den beiden Unterrichtsfächern zu erbringen) 12
Schriftliche Hausarbeit 12
Gesamtpunktzahl 213

Im Studiengang Lehramt Realschule ist eine bestimmte, definierte Anzahl an Modulen zu absolvieren. Ein Modul bezeichnet einen Verbund von thematisch und zeitlich aufeinander abgestimmten Lehrveranstaltungen, die ein gemeinsames Lernziel vermitteln und mindestens eine integrierte Prüfungsleistung beinhalten. Module können dabei aus ganz verschiedenen Lehr- und Lernformen bestehen (z.B. Vorlesung, Übung, Seminar, Projektseminar, Selbststudium, Projektarbeit, etc.). Jede erfolgreich erbrachte Leistung wird mit einer vorher festgelegten Anzahl an „ECTS-Punkten“ (ECTS = European Credit Transfer System) honoriert, die im Laufe des Studiums addiert werden. Insgesamt umfasst der Studiengang Lehramt an Realschulen 213 ECTS-Punkte. Der Freie Bereich dient der Schwerpunktsetzung innerhalb der Unterrichtsfächer. Hier können Sie im Umfang von 12 ECTS-Punkten Wahlpflichtmodule frei wählen. Gegen Ende des Studiums ist eine Schriftliche Hausarbeit anzufertigen, in der Sie beweisen sollen, dass Sie wissenschaftlich selbständig arbeiten können.

 Erweiterungsfach

Ergänzend zu den zwei Unterrichtsfächern kann das Studium des Lehramts an Realschulen durch das Studium eines dritten Faches, des sogenannten Erweiterungsfaches, erweitert werden. Hierfür kommen in Frage:

  • ein weiteres der oben aufgeführten Unterrichtsfächer oder der Ethik (mit diesen Fächern kann auch nachträglich erweitert werden),
  • das Studium einer sonderpädagogischen Qualifikation,
  • das Studium das zur pädagogischen Qualifikation als Beratungslehrkraft führt.

Eine besondere Form des Erweiterungsstudiums stellt die Fächerkombination Englisch/Schulpsychologie und Mathematik/Schulpsychologie dar. In diesen Fächerverbindungen gilt Schulpsychologie gemäß LPO I als Erweiterungsfach, das aber an die Stelle des zweiten Unterrichtsfaches tritt. Das heißt, bei einer Erweiterung des Studiums der Fächer Englisch und Mathematik durch Schulpsychologie entfällt im Unterschied zu allen anderen Fächerkombinationen das Studium des zweiten Unterrichtsfaches.

Die Prüfung in einem Erweiterungsfach kann unter Umständen die Chancen auf eine Übernahme in den staatlichen Schuldienst nach der zweiten Staatsprüfung verbessern. Hier finden Sie nähere Informationen über die Berücksichtigung von Erweiterungsprüfungen bei der Einstellung in den staatlichen Schuldienst.

Nachträgliche Erweiterung

Nach Erwerb der Lehramtsbefähigung, das heißt nach bestandener erster und zweiter Staatsprüfung, ist darüber hinaus eine nachträgliche Erweiterung möglich durch:

  • Didaktik des Deutschen als Zweitsprache
  • Fremdsprachliche Qualifikation. Diese befähigt zum Erteilen zweisprachigen Unterrichts in nichtsprachlichen Fächern, in denen eine Lehramtsbefähigung erworben wurde. Die Qualifikation kann erworben werden in den Sprachen Englisch, Französisch, Italienisch, Russisch, Spanisch.
  • Medienpädagogik
  • Darstellendes Spiel (Universität Erlangen-Nürnberg)
  • Förderung von Schülern mit besonderem Förderbedarf (Universität Augsburg).

Obwohl diese Fächer als nachträgliche Erweiterung gelten, was bedeutet, dass die erste Staatsprüfung nach Erwerb der Lehramtsbefähigung (nach dem zweiten Staatsexamen) absolviert wird, kann man sie durchaus parallel zum Lehramtsstudiengang studieren und die Prüfung mit der Ablegung des ersten Staatsexamens für das Lehramt oder danach abgelegen. Eine zweite Staatsprüfung kann in diesen Fächern nicht abgelegt werden.

 

Hochschulzugang

 Voranmeldeverfahren:

Achtung! Im Unterrichtsfach Deutsch für Grund-, Mittel-, Realschule und Gymnasium gibt es ab dem Wintersemester 2014/15 ein Voranmeldeverfahren. Weitere Informationen und das Anmeldeportal finden Sie auf den Seiten der Germanistik.

  • Eignungsprüfung:
    Für die folgenden Fächer bestehen Eignungsprüfungen, für die Sie sich frühzeitig bei den unten angegebenen Adressen anmelden müssen:
  • Zulassungsbeschränkungen:
    Die Fächer Psychologie mit schulpsychologischem Schwerpunkt und Wirtschaftswissenschaften sind zulassungsbeschränkt. Falls Ihre Wahl auf eines oder zwei dieser Fächer fällt, müssen Sie sich bewerben. Bewerbungsschluss ist der 15. Juli.
    Achtung: Wenn Sie sich für Schulpsychologie bewerben möchten, müssen Sie im Online-Bewerbungsantrag Schulpsychologie als Erweiterungsfach auswählen.
    Unter www.lmu.de/zulassung findet man zusätzlich Informationen über die Bewerbungsmodalitäten. Den jeweiligen Numerus Clausus finden Sie unter www.lmu.de/nc

    Bitte überprüfen Sie rechtzeitig vor dem Bewerbungsschluss 15. Juli für das Wintersemester bzw. 15. Januar für das Sommersemester, ob für Ihren Wunschstudiengang kurzfristig eine Zulassungsbeschränkung oder ein Eignungsfeststellungsverfahren eingeführt wurde!
  • Einschreibung
    Wenn Ihre Fächer keine Zulassungsbeschränkungen haben bzw. Sie nach erfolgreicher Bewerbung oder Eignungsprüfung über einen positiven Bescheid verfügen, können Sie sich einschreiben. Sie müssen dazu zunächst einen Online-Immatrikulationsantrag stellen und sich danach mit den entsprechenden Unterlagen persönlich einschreiben. Modalitäten, Termine und Informationen über benötigte Unterlagen finden Sie unter www.lmu.de/zulassung
  • Einführungstag Lehramt
    Um Ihnen den Einstieg ins Studium zu erleichtern, finden vor Beginn des Wintersemesters Einführungsveranstaltungen aller Studienfächer im Rahmen der Lehramtsstudiengänge statt. Hierbei werden die Fächer vorgestellt und Sie erfahren insbesondere, was Sie konkret im ersten Semester studieren müssen. Das Verzeichnis der Einführungsveranstaltungen erscheint semesterweise ca. 6 Wochen vor Vorlesungsbeginn.
  • Spracheinstufungstest
    Im Fach Französisch müssen Sie zu Studienbeginn einen Spracheinstufungstest ablegen, wenn Sie über entsprechende Vorkenntnissein dieser Sprache verfügen. Dieser Test ist keine Eignungsprüfung, die über die Zulassung zum Studium entscheidet. Er dient ausschließlich dazu, Sie in ein entsprechendes Niveau für die sprachpraktischen Veranstaltungen einzustufen.
  • Fremdsprachenkenntnisse
    Die Fächer Deutsch, Englisch, Französisch, Geschichte und Religionslehre erfordern zusätzliche Fremdsprachenkenntnisse (PDF-Dokument, 35Kb), die bei der Anmeldung zum ersten Staatsexamen nachgewiesen werden müssen.
    Die Definition dieser Kenntnisse und die möglichen Nachweise entnehmen Sie bitte der amtlichen Bekanntmachung vom 15. Februar 2008
  • Studium an anderen Hochschulen:
    Das Fach Musik
    ist an der Hochschule für Musik und Theater zu studieren
    Sport wird von der TU München angeboten, Fakultät für Sportwissenschaften. Beachten Sie bitte, dass Sie sich für Sport bis spätestens 15. Juli bewerben müssen.
  • Doppelimmatrikulation:
    In den Fächern Musik und Sport müssen Sie sich sowohl an der LMU als auch an der jeweils anderen Hochschule immatrikulieren (Doppelimmatrikulation).

 

 Erste Staatsprüfung

Die Einführung der Module und der ECTS-Punkte bedeutet, dass sämtliche, während des Studiums erworbene Leistungen Auswirkungen auf den Studienerfolg und somit auf die Abschlussnote haben. Den Abschluss des Lehramtsstudiums bildet die erste Staatsprüfung, die aus zwei Teilen besteht: aus den Ergebnissen der Modulprüfungen während des Studiums (40 %) und aus dem ersten Staatsexamen (60%). Sobald die Anzahl von 213 ECTS-Punkten erreicht ist, kann man zum ersten Staatsexamen zugelassen werden. Sie besteht aus einer Reihe von schriftlichen und mündlichen (in den Fächern Musik, Kunst und Sport auch praktischen) Prüfungen, die die oben genannten Teile des Studiums des Lehramts an Realschulen abdecken. Die Zahl der Prüfungen ist je nach Wahl der Unterrichtsfächer verschieden. Über die Frage, wie viele und welche Einzelprüfungen im Rahmen der ersten Staatsprüfung abzulegen sind, gibt die LPO I Auskunft.
Die Prüfung im Fach Erziehungswissenschaften kann vorgezogen werden, muss also nicht gleichzeitig mit den Prüfungen in den übrigen Fächern abgelegt werden.

Freiversuch:
Studenten, die die erste Staatsprüfung nach spätestens sieben, oder wenn Englisch oder Mathematik mit Schulpsychologie (anstelle des zweiten Unterrichtsfaches) erweitert wird, neun Hochschulsemestern Studium ablegen, haben die Möglichkeit zu einem risikofreien Prüfungsversuch (Freischuss). Dies bedeutet, dass die Prüfung bei Nichtbestehen als nicht abgelegt gewertet wird und dass sie zweimal (statt üblicherweise einmal) wiederholt werden kann. Hierbei werden allerdings auch die Semester mitgezählt, die nicht für das konkrete Fachstudium verwendet wurden (z.B. im Falle eines Studiengang- oder Fachwechsels).

Lehramtsbefähigung
Mit dem ersten Staatsexamen haben Sie das Studium an der Universität beendet. Daran schließt sich der Vorbereitungsdienst (Referendariat) von zwei Jahren an, den Sie an Seminarschulen ableisten, die vom Kultusministerium bestimmt werden. Das Referendariat endet mit dem zweiten Staatsexamen, das Ihnen die Befähigung vermittelt, an öffentlichen (und privaten) Realschulen zu unterrichten.
Die Regelungen zum Referendariat und zum zweiten Staatsexamen sind in der LPO II enthalten.

 

 Kontakte

  • Studentenkanzlei/Hochschulzugang der LMU,
  • Praktikumsamt für Realschulen
  • Prüfungsämter
    Außenstelle des Prüfungsamtes für die Lehrämter an öffentlichen Schulen
  • Studienfachberatungen und Einführungsveranstaltungen der einzelnen Institute:
    Die Studienfachberatungen des jeweiligen Unterrichtsfachs und der Teilgebiete des Erziehungswissenschaftlichen Studiums sind zuständig für alle Fragen, die spezielle fachliche Aspekte des Studiums betreffen (z.B. inhaltliche Fragen, Fragen der Studienorganisation im betreffenden Fach, Fragen zu den geforderten Leistungsnachweisen etc.). Auch wenn Sie ein Erweiterungsfach studieren möchten, sollten Sie unbedingt die Studienfachberatung in Anspruch nehmen. Die Namen und Sprechzeiten der Studienfachberater finden Sie unter www.lmu.de/fsb > Lehramtsstudium

 

Weiterführende Weblinks