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Mein Milbertshofen: Industrieromantik im Münchner Norden

„Milbertshofen wirft sich einem nicht an den Hals, den Charme entdeckt man erst auf den zweiten Blick“, sagt Germanistik-Studentin Rebecca. Über ein Stadtviertel, in dem es noch viel zu entdecken gibt.

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Laute Straßen, Industrie, Arbeiterviertel: Milbertshofen macht es einem wirklich nicht gerade leicht. Das ging auch der Studentin Rebecca so, als sie in ihr neues Viertel zog. Doch nach und nach entdeckte sie die Vorteile Milbertshofens: Abseits der vielbefahren Straßen gibt es dort viele Parks und viel Grün – am bekanntesten ist der Olympiapark. Rebecca empfiehlt jedoch den Petuelpark, der ein gutes Beispiel dafür ist, wie schnell sich eine Gegend ändern kann: Dort wo früher der Verkehrslärm des Mittleren Rings tobte, entstand vor einigen Jahren eine neue Grünfläche. „Dass man diesen Park dem Ring abgetrotzt hat, ist einfach beeindruckend. Gerade für Eltern mit kleinen Kindern ist es dort toll: Es gibt einen richtig großen Spielplatz mit Wasserspielen und Karussells und vielem mehr“, erzählt die Studentin, die selbst schon zwei kleine Kinder hat. Für alle andere ist das Cafe Ludwig im Petuelpark ein guter Tipp: Man sitzt mitten im Grünen, trotzdem es ist selten so voll wie im Englischen Garten oder an der Isar – und von Schwabing ist es wirklich nicht weit dorthin.

Aber nicht nur der Park ändert das Viertel: Auch immer mehr Studenten ziehen hierher – weil die Mieten hier noch günstiger sind und man sich auch als Student eine große WG leisten kann. „Gerade im Süden, an der Grenze zu Schwabing, merkt man, dass auch Milbertshofen immer mehr aufgewertet wird“, erzählt Rebecca. „Ich hoffe aber, dass die Diversität des Viertels gewahrt bleibt. Aber wahrscheinlich ist auch Milbertshofen einfach nur noch einen Schritt von der Gentrifizierung entfernt.“

Wochenmärkte, Sommertollwood und der absolute Lieblings-Thailänder
Einkaufen kann man in Milbertshofen dagegen noch immer fast wie auf dem Land. Zum Beispiel beim Wochenmarkt auf dem Curt-Mezger-Platz. „Dort ist einfach gute Stimmung und es gehört dazu, dass man beim Einkaufen ein Schwätzchen hält. Vielleicht erinnert es mich auch ein wenig an die Schweiz, wo ich auch herkomme“, erzählt die Studentin. „In der Schweiz ist es nicht so hektisch – und das gefällt mir auch in Milbertshofen.“ Ihre Empfehlung: Unbedingt den frischen Apfelsaft auf dem Wochenmarkt probieren – „dann weiß man erst, wie Apfelsaft eigentlich schmecken sollte“. Und wer keine Lust auf die immer gleichen Produkte im Supermarkt hat, sollte bei den türkischen Märkten in der Schleißheimer- oder der Keferloherstraße einkaufen.

Noch mehr Auswahl bietet das Sommertollwood im Olympiapark, das meist im Juni oder Juli stattfindet: „Dort kann man wirklich fast alles ausprobieren – von der frischen Kokosnuss über afrikanische Regionalküche oder super indischem Essen“, erzählt Rebecca. Und wer nicht so lange warten will, sollte das thailändische Restaurant Rabiang in der Georgenschwaigstraße ausprobieren. „Das rote Curry dort ist wirklich das beste, das ich jemals gegessen habe“, strahlt Rebecca. „Dafür lohnt es sich, auch aus anderen Vierteln Münchens nach Milbertshofen zu kommen.

Tipps für Kinder: Sea life und Sommerfest
Wer Kinder hat, sollte zudem unbedingt im Sea life Olympiapark vorbeischauen. „Dort lassen sie sich immer etwas Besonders für Kinder einfallen“, erzählt die Studentin. „Wir fanden es dort immer total lustig.“ Aber auch das Sommerfest im Olympiapark – eine kleine Ausgabe des berühmten Oktoberfests lohne sich – mit Geisterbahn, Autoscooter und vielen Musikevents.

Dorf oder Industrieviertel?
Abseits der großen Straßen und Industrieanlagen wirkt Milbertshofen dagegen oft wie ein Dorf: „Am besten sieht man das rund um den Milbertshofener Platz, den alten Ortskern“, erklärt Rebecca. „Aber inzwischen stehe ich auch auf die Industrieromantik Milbertshofens – mit Vierzylinderhochhaus und BMW-Welt.“
cdr

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