Ludwig-Maximilians-Universität München
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Meine Isarvorstadt: Ein Rundgang durchs Viertel

Den Gärtnerplatz und Reichenbachbrücke kennt jeder. Dass die Isarvorstadt aber noch viel mehr zu bieten hat, zeigt Kunstgeschichte-Studentin Léonie bei einem Rundgang.

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Zunächst hatte Léonie eine Wohnung direkt am Englischen Garten in Aussicht, doch nach der Besichtigung ihrer jetzigen WG war klar: Die muss es sein. In der Lindwurmstraße wohnt sie gemeinsam mit ihrem Bruder und einem weiteren Mitbewohner nahe am Goetheplatz und nur wenige Minuten von der Theresienwiese entfernt. „Der kurze Weg zur Wiesn ist praktisch“, freut sich Léonie.

Die 23-Jährige möchte gar nicht mehr woanders wohnen. „Die Isarvorstadt ist genauso schön wie Schwabing“, sagt sie. Etwas Grün hat sie auch in der Nähe, nämlich den Alten Südfriedhof, wo ihr Rundgang zuerst hinführt. Seit 1944 wird dort niemand mehr bestattet. Im Sommer riecht es nach Bärlauch und die Studentin spaziert von hier aus gern in Richtung Dreimühlenstraße, wo regelmäßig Flohmärkte in den Hinterhöfen der prachtvollen Altbauten stattfinden. „Hier gibt es nicht nur das ein oder andere Schnäppchen, sondern man kann auch einen Blick in das Leben der Leute werfen“, erzählt Léonie.

Aber auch außerhalb der Flohmarkt-Saison kann man in der Isarvorstadt Schnäppchen machen: „Wenn jemand auszieht, verschenkt er meist die Dinge, die er nicht mehr brauchen kann”, erklärt die Studentin. Auf diese Weise fanden schon Weingläser und eine Pfanne den Weg in ihre WG. Für eine Verschnaufpause zwischendurch empfiehlt sie das Café Tagträumer, bei dem man leckere Kuchen bei einem Kaffee genießen kann.

Es geht eine Querstraße weiter zum Roecklplatz. An dem gemütlichen kleinen Platz mit Mariensäule trifft die Studentin öfters mal Freunde oder kauft im Laden Grünzeug ein. Drinnen wartet ein buntes Allerei mit Paprika und Bananen neben Rosen, Tulpen und selbstgemachter Marmelade. Von da aus ist es nicht mehr weit bis zu Léonies persönlichem Lieblingsort, dem Viehhof-Gelände im Schlachthofviertel. Auf dem Weg dorthin gibt es immer wieder kreativ gestaltete Schaufenster, vor denen es sich lohnt, stehen zu bleiben: „In der Isarvorstadt gibt es viele kleine Läden – allerdings wechseln die sehr oft. Aber dadurch gibt es aber immer etwas Neues zu entdecken.“

Vom Bahnwärter Thiel zur Bavaria
Schließlich geht es über einen kleinen Durchgang in der Zenettistaße in den ehemaligen Viehhof. Hier steht unter anderem Münchens längste Graffitiwand, an der das Sprühen auch erlaubt ist. Außerdem der Bahnwärter Thiel, ein aus Containern erbautes Kulturzentrum, in dem es von Party bis zu Tanzkursen ein buntes Programm gibt. Mit dem Märchenbazar im Winter sowie einem Open-Air-Kino und einem Biergarten im Sommer ist das ganze Jahr über was geboten. Allerdings ist unklar, wie lange das noch so bleiben wird. Immer wieder ist im Gespräch, hier Wohnungen und das neue Volkstheater zu bauen.

Doch daran will Léonie erstmal nicht denken. Auf dem Nachhauseweg über die Zenettistraße wartet außerdem noch ein Highlight auf die Studentin: der Blick auf die Bavaria. Hinter der Bronzestatue geht gerade die Sonne unter und sorgt so für ein beeindruckendes Bild.

Léonie freut sich jetzt auf ihre WG und ein selbstgekochtes Abendessen. „Später geht’s dann noch auf ein Bier in die Kunstbar Provisorium - dort gibt es nämlich gerade eine Ausstellung”, verrät sie und verabschiedet sich.

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