Ludwig-Maximilians-Universität München
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Rong kocht… China-Food

Wantan-Suppe, Rinderfilet in Austernsoße und Tomateneier: Rong kocht bei Cooks on Campus typisch chinesisches Studentenessen – und erklärt, was ihr im ersten Semester an der LMU wirklich geholfen hat.

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„Traditionelles chinesisches Essen findet man nur selten in den chinesischen Restaurants in Deutschland“, findet Rong. Deswegen will sie bei Cooks on Campus zeigen, was in China wirklich auf den Tisch kommt. Zum Beispiel Tomateneier: In Deutschland weiß kaum jemand, dass Tomateneier ein typisch chinesisches Gericht sind. „Dabei sind Tomateneier in China das, was in Deutschland Nudeln mit Soße sind“, erklärt Rong. „Und es ist meistens auch das erste Gericht, das Studenten kochen können, wenn sie bei ihren Eltern ausziehen.“

Zunächst beginnt die 26-Jährige jedoch mit der Zubereitung der Wantans. Dafür benötigt man vor allem geschickte Finger: Rong rollt Teigplatten aus, füllt sie mit Schweinefleisch und Frühlingszwiebeln und faltet sie sorgfältig zusammen. Am Ende sehen die Wantans ein wenig aus wie Tortellini. „Aber die Form haben bestimmt die Italiener von uns übernommen“, vermutet Rong.

Vor sieben Jahren ist sie von Nanjing nach Deutschland gezogen, um an der LMU zu studieren und nun zu promovieren. Ausschlaggebend dafür war das gute Ergebnis der LMU in einem Ranking: „In China sind Rankings bei der Studienwahl einfach sehr wichtig“, erklärt Rong. „Und es war auch auf jeden Fall die richtige Entscheidung – auch wenn der Anfang in einem fremden Land natürlich nicht immer ganz leicht ist.“ Diese Erfahrungen helfen ihr jetzt jedoch auch bei ihrem Nebenjob: Sie arbeitet bei AMIGA, einem Projekt, das Migranten dabei hilft, in München einen Job zu finden und sie dafür zum Beispiel auf Vorstellungsgespräche vorbereitet.

Beim Essen erzählt Rong, was ihr in den ersten Semestern geholfen hat, um Vorlesungen auf Deutsch zu verstehen: Sie habe einfach oft ein Aufnahmegerät mit in den Hörsaal genommen. Schwierige Passagen konnte sie sich so zuhause noch einmal anzuhören. „Heute gibt es an der LMU ja Online-Vorlesungen oder Moocs – das hilft ausländischen Studenten natürlich enorm“, findet sie. „Außerdem haben mir viele Kommilitonen ihre Mitschriften geliehen – das war wirklich sehr nett.“ Inzwischen muss Rong auch keine Vorlesung mehr mitschneiden: An der LMU promoviert sie über chinesische Einflüsse und die Darstellung Chinas in der deutschen Literatur. „Denn selbst Goethe hat sich von China inspirieren lassen.“
cdr

Du bist internationaler Student an der LMU? Du bist auch ein Cook on Campus? Dann schreib per Mail an presse@lmu.de.

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