Ludwig-Maximilians-Universität München
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Neeles Weihnachtsstammtisch

Die Christkindlmärkte in München haben wieder geöffnet, die Adventszeit steht vor der Tür – und Cooks on Campus-Köchin Neele verrät ihren Freunden vom deutsch-indischen Stammtisch ihre Geheimnisse beim Plätzchenbacken.

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In der Küche des Studentenwohnheims im Steinickeweg geht es turbulent zu: Neele gießt Rotwein in einen großen Topf, wiegt die richtige Menge Mehl für den Plätzchenteig ab und raspelt eine Tafel Schokolade in kleine Stücke. Die 29-Jährige will heute für ihre deutsch-indische Stammtischrunde Weihnachtsplätzchen backen. Vier verschiedene Plätzchensorten sollen es werden: „Mürbteigplätzchen, Kokosmakronen, Vanillekipferl und Haselnussplätzchen", zählt Neele auf. „Und dazu gibt es Glühwein und frischgebackene Waffeln - um uns die Wartezeit auf die fertigen Plätzchen zu versüßen."

Die indischen Studenten, die nach und nach in der Küche eintrudeln, beobachten gespannt ihre Vorbereitungen. „Das ist das erste Mal, dass ich deutsche Weihnachtsplätzchen backe“, sagt die indische Studentin Hema. Sie und viele andere deutsche und indische Studenten treffen sich jeden zweiten Montag zum deutsch-indischen Stammtisch, der vom IndiAlumni Netzwerk des DAAD initiiert wurde. „Ich wollte den indischen Studenten einfach gerne zeigen, was wir hier alles in der Adventszeit machen", erklärt Neele. „Und für mich ist es einfach eine schöne Einstimmung auf Weihnachten, gemeinsam Plätzchen zu backen.“

In der Küche geht es inzwischen laut und lustig zu. Hema und die anderen sind fleißig dabei, Plätzchen auszustechen, Kokosmakronen zu formen und die Haselnussplätzchen zu verzieren. Die Gespräche drehen sich meist um Indien: Es geht um indisches Essen und darum, wie schwer es ist, Hindi oder Tamil zu lernen. Denn die meisten, die hier im Studentenwohnheim gemeinsam Plätzchen backen und Glühwein trinken, sehen sich zum ersten Mal. „Genau das ist auch das Schöne an diesem Stammtisch“, findet Neele. „Man trifft immer nette neue Leute – und da alle irgendwie einen Bezug zu Indien haben, gibt es immer etwas, worüber man reden kann.“

Auch Neele erzählt gerne von ihrer Zeit in Indien: Nach einem Austauschprogramm des DAAD blieb sie mehrere Monate in Delhi, um dort in einem Verlag zu arbeiten und ging anschließend sogar noch einmal für ein Praktikum nach Indien. Im Moment promoviert sie an der LMU im Rahmen des Graduiertenkollegs Funktionen des Literarischen in Prozessen der Globalisierung. Das Thema ihrer Doktorarbeit: Kriminalliteratur in Indien und Lateinamerika. „Für viele klingt der Vergleich natürlich erst einmal seltsam", weiß Neele. „Aber während meines Studiums habe ich gemerkt, dass es doch erstaunliche Parallelen zwischen beiden Regionen gibt - und diese tauchen zum Teil auch in den Krimis wieder auf." Trotzdem sei sie ganz froh, hier in München das Graduiertenkolleg zu besuchen: „Es ist manchmal einfach ganz gut, sich mit anderen Doktoranden, die über ein ähnliches Thema schreiben, auszutauschen.“ Außerdem freut sie sich schon auf ihre nächste Forschungsreise nach Indien. „Gleich nach Weihnachten geht es wieder los", erzählt Neele. „Aber bis dahin möchte ich die Adventszeit in Deutschland genießen.“
cdr

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