Ludwig-Maximilians-Universität München
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Naina kocht… Auberginen mit Kokosnussmilchsauce (Vaingan – Naraladoodh)

Kochen ohne Gewürze? Für „Cooks-on-Campus“-Köchin Naina unvorstellbar. Koriander, Senfkörner und Kurkuma sind daher auch die wichtigsten Zutaten ihres indischen Auberginencurrys.

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„Essen ohne Gewürze schmeckt einfach nicht“, findet Naina und streut nochmals großzügig Korianderpulver und Senfkörner über einige kleingeschnitten Zwiebeln. Die Studentin steht in der Küche ihrer Wohnung in Bogenhausen und kocht für eine neue Ausgabe von Cooks on Campus: Für ihr Auberginencurry vermischt sie in einer großen Schüssel Zwiebeln mit allerlei Gewürzen. Dazu gibt es heute ein Kartoffel-Tomaten-Gemüse mit Garam Masala und eine indische Yoghurtsauce.

Aufgewachsen ist Naina in der indischen Stadt Pune. Dass sie heute in Deutschland lebt, liegt vor allem daran, dass sie neben Englisch noch eine zweite Fremdsprache lernen wollte. Am Goethe-Institut in Pune hat Naina begonnen, Deutsch zu lernen und sich dann auch für das Studienfach Germanistik entschieden. Und irgendwann wollte sie ihre Sprachkenntnisse auch in Deutschland ausprobieren. Naina sprach zu diesem Zeitpunkt schon sehr gut Deutsch – doch als sie das erste Mal nach Bayern kam, musste sie feststellen, dass das alleine nicht ausreicht: „In den ersten Wochen habe ich einfach überhaupt nichts verstanden“, erzählt Naina. „Aber das lag daran, dass ich mich für ein Praktikum in Hof entschieden hatte. Und dort sprechen ja die meisten kein Hochdeutsch!“

Die Enttäuschung von damals hat Naina überwunden: „Inzwischen finde ich es sogar spannend, dass selbst ein kleines Land wie Deutschland so unterschiedlich ist.“ Deswegen hat sich Naina auch für den Studiengang Interkulturelle Kommunikation an der LMU entschieden. „Mir macht es Spaß, mich mit kulturellen Unterschieden – vor allem natürlich zwischen Deutschland und Indien – zu beschäftigen“, erklärt die Studentin. Auch beim Kochen ließen sich dafür viele Beispiele finden: In Indien sei es meist sehr aufwendig, ein Essen vorzubereiten. Daher müssen auch die Gäste oft bei der Zubereitung mithelfen. In Deutschland dagegen würden die Vorbereitungen zwar nicht so lange dauern, findet Naina. „Und man muss normalerweise auch nicht mitkochen.“

Was viele in Deutschland auch nicht über Indien wissen: Dass indisches Essen auch nicht immer scharf sein muss, wie auch die Rezepte von Naina zeigen. „In der Region Pune gibt es überhaupt keine scharfen Rezepte“, erklärt die 27-Jährige. Chillipulver sei daher auch das einzige Gewürz, das sie sparsam einsetze. „Denn die indische Küche ist eben genau wie das ganze Land sehr unterschiedlich.“

Nach dem Essen gibt es für ihre Gäste anstatt einem Nachtisch echten indischen Chai. „Den macht sogar in meiner Familie jeder ein wenig anders“, sagt Naina und lässt in einem Topf Kardamom, Nelken, ein wenig Milch und starken indischen Tee aufkochen. „Wichtig ist vor allem die Teesorte“, verrät sie. „Der schwarze Tee, den man hier in Deutschland kaufen kann, ist meistens nicht stark genug.“ In Indien werde Chai vor allem dann getrunken, wenn es regnet, fügt sie noch hinzu. „Und der erste Regentag ist Indien immer etwas besonders. Im Unterschied zu Deutschland freuen sich in Indien alle auf den Regen – und eine Tasse Chai darf da nicht fehlen.“
cdr

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