Ludwig-Maximilians-Universität München
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Internationaler Abend in der Graduiertenschule

Indisches Curry, costa-ricanischer Mango-Salat, italienisches Tiramisu: Beim Internationalen Abend der Graduate School of Systemic Neurosciences kochen Studierende Gerichte aus der ganzen Welt.

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Kreuz und quer stehende Tische, Kochplatten an langen Verlängerungskabeln, zusammengewürfelte Töpfe und Teller: Im sonst eher funktionell Forschungsbau der LMU im Biozentrum in Martinsried sieht es an diesem Freitagabend aus wie in der Küche einer Studenten-WG. Elf Studierende kochen beim Internationalen Abend ihr Lieblingsessen aus ihrer Heimat – aus Australien, China, Costa Rica, Indien, Indonesien, Italien, Mexiko, Russland, Bayern, Slowakei und Ungarn. Sie alle studieren an der Graduate School am Munich Center for Neurosciences. Rund 300 Studierende aus 36 Ländern forschen dort in den Bereichen Biologie, Medizin, Psychologie und Philosophie. Sie alle suchen Antworten auf die Frage: Wie funktioniert das menschliche Gehirn?

Dóra Csordás kocht für ihre Kommilitonen ungarische Paprika-Kartoffeln. „Das ist ein ganz typisches ungarisches Rezept“, erklärt die Studentin. In einer großen Pfanne brät sie Zwiebeln an, fügt Kartoffeln, Paprika und Tomaten dazu und würzt das Ganze schließlich mit reichlich ungarischem Paprikapulver. „Das Rezept für Paprika-Kartoffeln ist ganz einfach – denn kochen gehört leider nicht zu meinen Stärken.“ Umso erfolgreicher ist Dóra dagegen in ihrem Studienfach Neuroscience. Obwohl sie erst einen Bachelor-Abschluss hat, schreibt sie an der LMU bereits ihre Doktorarbeit. Möglich macht dies das Fast-track-PhD-Programm der Graduate School for Neurosciences, mit dem gute Bachelorabsolventen direkt an einem Doktorandenprogramm teilnehmen können – ohne vorher ihren Master zu machen. Dort beschäftigt sich Dóra mit Gehirnzellen, die uns bei der Orientierung helfen: Sie erforscht, wie sich Menschen im Dunkeln zurechtfinden und wie räumliche Orientierung funktioniert.

Ihr Kommilitone Sachith Cheruvatur kocht ein Curry, dass seine Großmutter in Indien erfunden hat. „Sie ist eine fantastische Köchin“, schwärmt Sachith. Ein genaues Rezept für sein Curry aus Kartoffeln, Tomaten und Pilzen gibt es jedoch nicht: „Beim Kochen muss ich mich auf meinen eigenen Geschmacks- und den Geruchsinn verlassen“, sagt der Student, der zuvor an der New York University in Abu Dhabi studiert hat. Das Gleiche gelte übrigens auch für seine Forschung: „Gerade in meinem Fach Neurophilosophie muss man ohne irgendwelche Einschränkungen und Vorgaben forschen können“, erklärt Sachith. „Und das kann man hier in München sehr gut.“

Nebenan bereitet Dian Anggrainis asiatisches Streetfood zu – zum Beispiel Ddukbokkie, ein koreanischer Reiskuchen. „Ddukbokkie essen wir in Indonesien immer auf den Straßenmärkten“, erklärt die Indonesierin, die nach ihrem Bachelor in Jakarta in Belgien und Irland studierte. An der Graduate School of Systemic Neurosciences gefällt ihr vor allem der integrative Ansatz des Programms: „Es geht hier nicht nur um die Forschung; auch social skills spielen eine wichtige Rolle.“ Die Studenten der Graduate School lernen zum Beispiel wie man seine wissenschaftlichen Ergebnisse präsentiert oder wissenschaftliche Arbeiten schreibt. „Und es finden auch außerhalb der Universität viele Veranstaltungen für die internationalen Studenten der Graduate School statt“, erzählt Dian. „Ich habe so schnell Freunde in München gefunden.“

Auch wenn sie aus ganz unterschiedlichen Ländern kommen – beim Essens sind sich am Ende alle einig: Sie verbindet nicht nur eine ähnliche Forschungsfrage, sondern auch der Spaß am gemeinsamen Kochen.
cdr

Du bist internationaler Student an der LMU und ein Cook on Campus? Dann melde dich per Mail an presse@lmu.de. Gerne können wir für dein Essen Kosten bis 100 Euro erstatten.

Die Rezepte:

Verantwortlich für den Inhalt: Kommunikation und Presse